DOSB dankt Haushaltsausschuss für zusätzliche Mittel

13.11.2014

Der DOSB begrüßt den Beschluss des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages, die Sportfördermittel für das Jahr 2015 um 15 Millionen Euro gegenüber dem ursprünglichen Haushaltsansatz aufzustocken.

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat dem Sport für das Jahr 2015 mehr Sportfördermittel zugesprochen. Foto: picture-alliance

„Das ist eine wertvolle Nachricht und eine wichtige Hilfe für den deutschen Sport“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann am Donnerstag. Die Aufstockung beschloss der Haushaltsausschuss in seiner Bereinigungssitzung auf gemeinsamen Vorschlag von den zuständigen Berichterstattern Norbert Barthle (CDU/CSU-Fraktion) und Martin Gerster (SPD). Alfons Hörmann: „Wir danken den beiden für den Sporthaushalt zuständigen Sprechern Norbert Barthle und Martin Gerster für ihr großes Engagement im Sinne des Sports, das sie mit ihren Kolleginnen und Kollegen vom Sportausschuss abgestimmt haben.“

„Damit bekennt sich der Bundestag erneut klar zum Spitzensport und dem gemeinsamen Ziel von DOSB und Politik, die Position des deutschen Sports in der erweiterten Weltspitze zu festigen. Wir sind sehr dankbar für diese Entscheidung und das damit verbundene Vertrauen. Wir spüren zugleich die Verpflichtung, zeitnah die Strukturen des deutschen Spitzensportes gekonnt weiter zu entwickeln und noch effizienter zu machen“, erklärten Hörmann und DOSB-Generaldirektor Michael Vesper unisono. „Auf dieser neuen Grundlage werden wir nun auch die bereits vereinbarten Gespräche mit dem Deutschen Curling-Verband wegen denkbarer Alternativkonzepte führen“, sagte Hörmann.

Der DOSB hatte den zusätzlichen Bedarf von 15 Millionen Euro detailliert begründet. Er basiert auf den von DOSB-Seite als fachlichem Gutachter befürworteten Anträgen der Verbände und Institutionen.

„Diese Aufstockungen sind notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Sports im internationalen Maßstab zu erhalten und zumindest die größten Lücken zu füllen“, sagte Michael Vesper: „So versuchen wir zu verhindern, dass der deutsche Spitzensport bei den Olympischen Spielen und Paralympics 2016 und den Winterspielen und Paralympics 2018 in die Mittelmäßigkeit abrutscht.“

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Nach Abschluss der Beratungen zum Haushalt des Bundesministeriums des Innern im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages erklärten der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Norbert Barthle, und der sportpolitische Sprecher, Eberhard Gienger:

„Die Koalition hat ein Herz für den Sport! Im Rahmen der Haushaltsberatungen 2015 wurde der Sportetat im Haushalt des Bundesinnenministeriums um 15 Millionen Euro erhöht. Mit den zusätzlichen Mitteln sollen gezielt die Sportverbände, die Trainer und der Kampf gegen Doping gefördert werden.

Für die 18. Legislaturperiode haben Bundesinnenminister Thomas de Maizière und DOSB-Präsident Alfons Hörmann verabredet, die Strukturen der Spitzensportförderung auf Reformpotentiale hin zu analysieren und entsprechende Verbesserungen vorzuschlagen. Dieser Prozess soll im Januar 2015 beginnen und bis zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro im Sommer 2016 abgeschlossen sein, damit er für den nächsten olympischen Zyklus von 2017 bis 2020 umgesetzt und auch im Bundeshaushalt berücksichtigt werden kann. Die Sport- und Haushaltspolitiker der Union unterstützen dieses Vorhaben nach Kräften, und zwar inhaltlich und finanziell. Wir sind davon überzeugt, dass die jetzt beschlossene Erhöhung des Sportetats die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Sports im internationalen Wettbewerb erhalten wird, damit der deutsche Spitzensport nicht in die Mittelmäßigkeit abrutscht.

Folgende Schwerpunkte hat die Große Koalition bei ihren Beschlüssen zum Sportetat gesetzt:

  1. Für die „Zentralen Maßnahmen“ auf dem Gebiet des Sports stehen für 2015 insgesamt rund 10,8 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung. Darunter fallen Mittel für Stützpunkte, Lehrgänge, die Teilnahme an Welt- und Europameisterschaften und Maßnahmen zur gezielten Olympiavorbereitung. Ebenfalls in diesem Titel enthalten sind die Ausgaben für das Leistungssportpersonal. Mehr als 5,8 Millionen Euro stellen wir für die Trainer und Trainerinnen zusätzlich bereit. Damit erkennen wir ausdrücklich an, dass die Anforderungen an unser Leistungssportpersonal gestiegen sind, die Tätigkeitsprofile in den Verbänden und an den Olympiastützpunkten sind deutlich komplexer geworden. Auch die Mittel für den Behindertensport werden um 400.000 Euro erhöht und damit auf den Stand der vergangenen Jahre gebracht.

  2. Im Titel „Projektförderungen für Sporteinrichtungen“ werden unsere beiden Medaillenschmieden FES (Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten) und IAT (Institut für Angewandte Trainingswissenschaft) finanziert. Damit auch weiterhin wettbewerbsfähige Sportgeräte gebaut und wissenschaftliche Unterstützung für den Hochleistungssport geleistet werden können, stellen wir fast zwei Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung.

  3. Schließlich haben wir uns entschieden, den „Zuschuss für Maßnahmen zur Dopingbekämpfung“ erneut zu erhöhen. Der Haushalt der Nationalen Antidoping-Agentur (NADA) muss aufgrund des neuen WADA-Codes und der darin vorgeschriebenen Übernahme der Wettkampf-Kontrollen sowie vermehrter Blutkontrollen im kommenden Jahr zwingend erhöht werden; mit einer Erhöhung von 1,75 Millionen Euro nimmt der Bund seine Verantwortung ernst. Insgesamt stehen für den Kampf gegen Doping nun rund 6,4 Millionen Euro zur Verfügung. Wir verknüpfen mit diesem Mittelaufwuchs den Appell an die anderen Beteiligten im Anti-Doping-Kampf, auch ihrer Verantwortung nun endlich gerecht zu werden.

Insgesamt 15 Millionen Euro zusätzlich für 2015 – das ist ein kraftvolles Signal der Politik an den Spitzensport in Deutschland!"

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Martin Gerster (SPD) , Berichterstatter für den Einzelplan 06 (Bundesministerium des Innern) im Haushaltsausschuss, sagte, in der Bereinigungssitzung zum Bundeshaushalt 2015 hätten die Haushälter der großen Koalition ein umfassendes Finanzpaket beschlossen, dass im Vorfeld zu den olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016 die Bundesförderung für den Sport massiv stärke und auch dem in seiner Förderung gefährdeten Curlingsport eine Perspektive biete:

„Damit die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro 2016 ein Erfolg werden benötigt der deutsche Sport einen kräftigen Aufschlag. Als Haushälter gehen wir mit zusätzlichen 15 Millionen Euro in Vorlage. So erhöhen wir die Grundförderung der olympischen Sportverbände um eine zusätzliche Million; für die Veranstaltung internationaler Meisterschaften stellen wir 2015 nochmals 1,865 Mio. € extra zur Verfügung. Weitere 1,58 Mio. fließen in gezielte Maßnahmen zur Olympiavorbereitung und für die Entsendekosten zu den European Games in Baku stellen wir 500.000 Euro bereit. Für Trainerinnen und Trainer bei Sportverbänden und Olympiastützpunkten investieren wir weitere 5,82 Mio. € und tragen dem wachsenden Mittelbedarf für sportmedizinische Grunduntersuchungen mit 90.000 Euro Rechnung.

Den Bundeszuschuss zur Finanzierung der NADA erhöhen wir um 1.75 Mio. €. Ebenso profitieren die Sportforschungseinrichtungen  IAT und FES von zusätzlichen Mitteln in Höhe von 1,995 Mio. Euro.

Auf Basis der erhöhten Grundförderung sollte es möglich sein, auch die zuletzt strittige Förderung des Curlings weiter zu garantieren, sofern der Verband ein sportfachliches Konzept zu seiner perspektivischen Weiterentwicklung vorlegt.
Last but not least werden die im Regierungsentwurf vorgesehenen Kürzungen im Bereich des Behindertensports durch eine Erhöhung des Titels für die Jahresplanungen der Behindertensportverbände um 400.000 Euro nahezu kompensiert, was die aus unserer Sicht noch vorhandenen Ecken und Kanten des Sporthaushalts weitestgehend glättet.

Mit der Ausbringung zusätzlicher Verpflichtungsermächtigungen i. H. v. 10, 8 Mio. Euro für das Programm Integration durch Sport in 2016 und 2017 schreiben wir die perspektivisch längerfristige Laufzeit entsprechender Maßnahmen im Haushalt fest und machen Mehrjahresbescheide an den Programmträger DOSB möglich.“

(Quelle: DOSB / Pressemitteilungen Martin Gerster (SPD) und Michael Grosse-Brömer, MDB, für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion)

 
 

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