Ehrennadeln für Breuer, Wilkens, Weinmann und Mittler

06.12.2014

Vier verdiente Persönlichkeiten des Sports wurden heute bei der DOSB-Mitgliederversammlung in Dresden mit der Ehrennadel des DOSB ausgezeichnet.

DOSB-Präsident Alfons Hörmann gratuliert den mit der DOSB-Ehrennadel ausgezeichneten (v.li.) Klaus Wilkens, Christian Breuer, Gernot Mittler und Karl Weinmann. Foto: Ronald Bonss

Nadel und Urkunde in Anerkennung ihrer Verdienste um den deutschen Sport erhielten der frühere Eisschnellläufer und ehemalige Vorsitzende der Athletenkommission im DOSB, Christian Breuer, der langjährige Präsident von Special Olympics Gernot Mittler, der Ehrenpräsident der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Dr. Klaus Wilkens sowie Karl Weinmann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Schulsportstiftung.

Christian Breuer hat auch die erste Stufe in seiner zweiten sportlichen Karriere erfolgreich bewältigt: "Als Teamarbeiter in einer Gruppe, die die Belange der Athleten vertritt, und dann seit 2007 als Primus inter pares, der für die Athleten im Präsidium des DOSB spricht", sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann in seiner Laudatio. "Auch dort war Christian Breuer ein Teamplayer, der aber doch klare Standpunkte in der Sache der Sportler verfocht. Er füllte vor allem jene Themen mit Leben, die aus Athletensicht Grundlage für einen funktionierenden Leistungssport sind."

Als Polizeioberkommissar hat Breuer in der Bundespolizei selbst mit allen Vorteilen und Schwächen erlebt, was sich hinter dem Begriff Duale Karriere verbirgt, der für eine möglichst gelungene Verbindung von Sport und Beruf oder Ausbildung steht. All das habe viel Kraft gekostet, sagte er, als er kürzlich turnusgemäß sein Sprecheramt aufgab. "Aber die Erfahrung wird ihn nicht von weiteren Aufgaben abhalten. Er gehört bereits der Technischen Kommission des Internationalen Eislaufverbandes an, und er ist Präsident der Gemeinschaft Deutscher Olympiateilnehmer", so Hörmann.

Seit Jahrzehnten setzt sich Gernot Mittler vorbildlich für die Gesellschaft ein. Gernot Mittlers politische Wurzeln reichen bis in die 60-er Jahre zurück. Er war Mitglied des Kreistages Mayen-Koblenz und 33 Jahre lang Mitglied des Stadtrates seiner Heimatstadt Mendig. Der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Mayen wurde schließlich Finanzminister und war langjähriges Mitglied des Landtages von Rheinland-Pfalz. Gernot Mittler wirkte im Zentralkomitee der deutschen Katholiken und engagiert sich auf vielfältige Weise für wohltätige Zwecke und unterstützt soziale Einrichtungen. "Auf besondere Weise ist Gernot Mittler dem Sport verbunden", sagt DOSB-Vizepräsident Hans-Peter Krämer in seiner Laudatio. Im Verein in Mendig, im Turnverband Mittelrhein, aber vor allem bei Special Olympics Deutschland, deren Präsident er neun Jahre lang war.

"Unter Gernot  Mittler hat sich der Sportverband für Menschen mit geistiger Behinderung als kompetenter Ansprechpartner für die große gesellschaftliche Aufgabe Inklusion positioniert", so Krämer. Der Sport spielt dabei auch Gernot Mittlers Ansicht nach eine herausragende Rolle. Er sagt: „Ohne die Offenheit des organisierten Sports für den Inklusionsgedanken wird Inklusion in unserer Gesellschaft nicht gelingen.“ Deshalb hat er sich für die Öffnung der Vereine für Athletinnen und Athleten mit Behinderung eingesetzt. Und für die Bereitschaft, durch gemeinsamen Sport Berührungsängste abzubauen. "Auch dank Gernot Mittlers ehrenamtlicher Arbeit zeigt der Sport, dass Inklusion Alltag werden kann" ist Krämer überzeugt.

Seit vielen Jahren setzt sich Karl Weinmann sehr erfolgreich für den Schulsport ein, im Kultusministerium von Baden-Württemberg und beim Träger des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“, der Deutschen Schulsportstiftung. Seit 2013 ist er deren Vorstandsvorsitzender. Er gehört zum Urgestein von JTFO, dem größten Schulsportwettbewerb der Welt. Im Frühjahr stand der Wettbewerb vor dem Aus, weil Bundesfördergelder gestrichen werden sollten und Schulsport bekanntlich zur Länderkompetenz gehört. Das wurde auf heftigen Protest hin wieder korrigiert.

Karl Weinmann sieht seine besondere Verantwortung darin, den Schulsport in Deutschland weiter zu gestalten. Dazu gehört auch die Sicherung der schulsportlichen Wettbewerbe. Karl Weinmann sagt: „Es ist nur schwer vorstellbar, dass in Deutschland eine Diskussion um die Bewerbung für Olympische Spiele mit der Bevölkerung geführt werden soll und gleichzeitig Wettbewerbe mit olympischem und paralympischem Bezug nicht mehr gefördert werden.“ Dieser Wettbewerb ist einmalig in der deutschen Sportlandschaft, "und Karl Weinmann setzt sich dafür ein, ihn dauerhaft zu erhalten", sagte der Vorsitzende der Deutschen Sportjugend Ingo Weiss in seiner Laudatio.

Immer weniger Kinder lernen schwimmen. Das treibt Dr. Klaus Wilkens auch im wohlverdienten Ruhestand immer noch um. Er steht zwar nicht mehr an der Spitze der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), aber auch als deren Ehrenpräsident setzt er sich unermüdlich dafür ein, dass sich das ändert. Seit 1952 gehört Klaus Wilkens der DLRG an. Wenige Jahre später nahm er schon das erste Ehrenamt in seiner Heimatstadt Lüneburg an. "Von da an war es ein weiter Weg, auf dem er DLRG-Präsident wurde und auch international Verantwortung übernahm und sich für die Verbesserung der Wasserrettung und Wassersicherheit einsetzte. So initiierte er als Präsident europäischen Dachverbandes gewichtige Projekte", sagte DOSB-Vizepräsidentin Dr. Christa Thiel in ihrer Laudatio.

Unter seiner Ägide traten 31 Mitgliedsverbände bei, die nun fast flächendeckend für mehr Wassersicherheit sorgen. Die Wasserrettung in Europa ist seitdem besser aufgestellt als in allen anderen Teilen der Welt. Dafür erhielt Klaus Wilkens auch den Europäischen Bürgerpreis. "Und doch sorgt er sich nach wie vor um die Entwicklung gerade bei uns. Er setzt sich den Erhalt und Ausbau von Bädern ein", so Thiel. Ein dauerhafter Zuschussbetrieb für die Kommunen, das räumt auch Klaus Wilkens ein. Aber, so sagt er, Bäder „sorgen auch für Gesundheit und Bewegung, gerade für Kinder und Jugendliche. Das Geld ist gut angelegt, die Folgekosten sind möglicherweise für die Gesellschaft noch teurer.“ Eine solche Stimme bleibe wichtig, betonte Thiel.

Hintergrund:
Die Verleihung der Ehrennadel regelt die DOSB-Ehrenordnung. Sie „kann an Persönlichkeiten oder Organisationen aus dem organisierten Sport verliehen werden, die sich herausragende Verdienste um die Förderung und Entwicklung des Sports erworben haben“.

Opens external link in new windowInformationen über die bisherigen Preisträger >>>

Opens external link in new windowDie Beschlüsse der DOSB-Mitgliederversammlung 2014 gibt es hier >>>

(Quelle: DOSB)


 
 

Olympia Partner

Sport für Alle Partner

Olympia Partner

Sport für Alle Partner