"Grande Dame des deutschen Sports" feiert 80. Geburtstag

    31.01.2010

    Erika Dienstl, ehemalige Fechterin und erste Frau an der Spitze der Deutschen Sportjugend (dsj) feiert am Montag, 1. Februar 2010, ihren 80. Geburtstag.

    Erika Dienstl, Copyright: picture-alliance

    Als „engagierte Außenministerin des deutschen Sports“ hatte Manfred von Richthofen, Präsident des damaligen Deutschen Sportbundes, Erika Dienstl in seinem Glückwunsch zu ihrem 70. Geburtstag bezeichnet, doch wären auch Begriffe wie Jugend-, Umwelt-, Sozial- oder zuletzt Europaministerin zutreffend, um ihr ehrenamtliches Engagement über Jahrzehnte zu würdigen.Der sportliche Werdegang begann bereits mit sechs Jahren im Allgemeinen Turnverein Stolberg-Atsch, dem sie heute noch verbunden ist. Aktive Fechterin war Erika Dienstl bis 1968 im Stolberger Fechtclub. 1963 wurde sie Jugendwartin des Rheinischen und zwei Jahre später des Deutschen Fechter-Bundes. In der Deutschen Sportjugend war sie ab 1970 Vorstandsmitglied für internationale Aufgaben und übernahm von Dezember 1972 bis 1982 als erste Frau überhaupt den Vorsitz der dsj.

    Aus einem Fachverband kommend, war sie damals besonders darum bemüht, die sportfachlichen Bezüge in der Arbeit der dsj zu vertiefen. Sie setzte jedoch auch vielfache Akzente in den sozialen Aktivitäten der Sportjugend, wie z. B. schon in ihrem ersten Amtsjahr mit der Aktion „Vietnam-Hilfe“, mit der von dsj, Deutscher Olympischer Gesellschaft und ADAC gemeinsam veranstalteten Kinderspielplatzaktion sowie mit der Unterstützung des Kinderdorfes Oberhausen. Als Integrationsfigur war Erika Dienstl erfolgreich darum bemüht, neue gesellschaftspolitische Strömungen in der Sportjugend der 70er Jahre mit notwendigen Veränderungen des Althergebrachten in einer sinnvollen Synthese zu vereinen.

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