Neue Sportverbände im DOSB

02.12.2017

Der Cheerleading und Cheerdance Verband Deutschland und der Bundesfachverband für Kickboxen sind neue Mitglieder im DOSB. Das hat die Mitgliederversammlung am Samstag (2.12.) in Koblenz beschlossen.

Ein Gruppe junger Cheerleader demonstrierte den Delegierten ihren Sport und nahmen Präsident Hörmann (li.) und DOSB-Vorstandsvorsitzenden Michael Vesper in ihre Mitte.

Der Wako-Deutschland Präsident Jürgen Schorn (li.) und seine Vize Rudi Brunnbauer schenkten dem DOSB-Präsidenten eine Kickboxen-Ausrüstung. Fotos: DOSB / Jan Haas

Damit wächst die Anzahl der Mitgliedsorganisationen im DOSB auf 101 Verbände.

Der Cheerleading und Cheerdance Verband Deutschland (CCVD) hatte bereits zur letztjährigen Mitgliederversammlung einen Aufnahmeantrag in die Gruppe der nichtolympischen Spitzenverbändegestellt. Da sein internationaler Dachverband vom IOC noch nicht anerkannt war und zu wenig Mitgliedschaften von Landesverbänden in den LSB bestanden, konnte diesem Antrag nicht entsprochen werden.

Die International Cheer Union wurde wenige Tage nach der letzten Mitgliederversammlung vom IOC vorläufig anerkannt und ist auch Mitglied der Association of IOC Recognised International Sport Federations (ARISF). Zum Zeitpunkt der Antragstellung am 28. September 2017 gehören zwar nur vier Landesverbände des CCVD den jeweiligen Landessportbünden an; weitere LSB haben den Verband noch vor der Mitgliederversammlung aufgenommen. Der CCVD erfüllt damit die satzungsmäßigen Voraussetzungen des DOSB.

Porträt Cheerleading und Cheerdance

Der Cheerleading und Cheerdance Verband Deutschland wurde 2007 gegründet. Bis 2017 ist der Verband auf eine Größe von über 15.000 Einzelmitgliedern angewachsen. Cheerleading ist eine Sportart, die aus Elementen des Turnens, der Akrobatik, des Tanzes sowie aus Anfeuerungsrufen besteht.

Die primäre Aufgabe der Cheerleader war ursprünglich das Anfeuern der eigenen Sportmannschaft bei Veranstaltungen und Wettkämpfen und die Animation des anwesenden Publikums. Typische Sportarten, bei denen Cheerleader – auch heute noch – auftreten, sind Basketball und American Football. Doch auch beim Handball, Volleyball, Fußball, Eishockey und vielen weiteren Sportarten wächst die Zahl der Cheerleader-Gruppen (Squads). Heute wird Cheerleading vorwiegend als selbstständiger Wettkampfsport betrieben.

Kickboxen zunächst ein Sporverband ohne internationale Anbindung

Der Bundesfachverband für Kickboxen e.V. (WAKO Deutschland) wird der Gruppe der Sportverbände ohne internationale Anbindung zugeordnet. Sollte das IOC den internationalen Dachverband des Antragstellers, die World Association of Kickboxing Organizations (WAKO), anerkennen, wird WAKO Deutschland ab diesem Zeitpunkt der Gruppe der nichtolympischen Spitzenverbände zugeordnet.

Der Bundesfachverband für Kickboxen e.V. (WAKO Deutschland) hat am 25. August 2016 die Aufnahme in den DOSB beantragt. Der Verband erfüllt nun die satzungsmäßigen Voraussetzungen gemäß §§ 3 und 4 der Aufnahmeordnung. Er hat 23.873 Mitglieder (Stand 31. Mai 2017) und ist Mitglied in neun Landessportbünden.

Das IOC hat die World Association of Kickboxing Organizations (WAKO) bisher nicht anerkannt; es ist jedoch nicht auszuschließen, dass die beantragte Anerkennung in der Woche nach der Mitgliederversammlung des DOSB erfolgt.

Porträt Kickboxen

Kickboxen als Wettkampfdisziplin ist auf das Jahr 1974 zurückzuführen. Die Gründer des Weltverbandes WAKO, Mike Anderson, Georg F. Brückner und andere einigten sich auf ein neues, stilübergreifendes Kampfsystem mit Schutzausrüstung. Durch ein einheitliches Regelwerk wurde es möglich, dass die unterschiedlichen Kampfsysteme wie z.B. Taekwondo, Karate, Kung Fu, usw. sich im sportlichen Wettkampf miteinander messen können.

So entstand ein neuer Wettkampfsport, der zunächst den Namen Sportkarate trug. Später wurde er umbenannt in Kickboxen. Beim Bundesfachverband für Kickboxen - WAKO Deutschland e.V. gibt es mittlerweile sechs Disziplinen: Point Fighting, Leicht-und Vollkontakt Kickboxen, Low Kick und K1 Style sowie freie Musikformen.

Kickboxen ist nicht nur Leistungssport, sondern vielmehr Breitensport, der auch von vielen Kindern und Frauen ausgeübt wird. Neben dem Wettkampf liegt eines der Ziele des Trainings in den Gürtelgraden. Die Graduierung der Sportler unterteilt sich in fünf Schülergrade, in Gelb-, Orange-, Grün-, Blau- und Braun-Gurte. Danach folgen die DAN bzw. Meistergrade, welche durch einen schwarzen Gürtel gekennzeichnet sind. Weitere Aspekte der Ausbildung sind die Selbstverteidigung und Fallschule. Das Training und die Ausbildung der Sportler erfolgt durch qualifizierte Trainer, die nach den Richtlinien des DOSB ausgebilden werden.

(Quelle: DOSB)

 
 

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