Thomas Bach zum Ehrenpräsidenten des DOSB ernannt

07.12.2013

Thomas Bach, DOSB-Präsident von 2006 bis 2013, und heutiger Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) wurde am Samstag auf der DOSB-Mitgliederversammlung in Wiesbaden zum Ehrenpräsidenten ernannt.

DOSB-Präsident Hans-Peter Krämer und Generaldirektor Michael Vesper übergeben dem gerade ernannten DOSB-Ehrenpräsidenten Thomas Bach ein Geschenck. Foto: Frank May

Der Beschluss der Mitgliederversammlung war einstimmig.

Bach ist Gründungspräsident des DOSB. "Er hat den Dachverband des deutschen Sports mehr als sieben Jahre lang erfolgreich gesteuert", sagte der noch amtierende DOSB-Präsident Hans-Peter Krämer. Dank Bachs integrativen Führungsstils sei die Fusion von DOSB und Nationalem Olympischen Komitee für Deutschland reibungslos gelungen. "Der organisierte Sport hat ihn als echten Mannschaftskapitän schätzen gelernt", so Krämer. Thomas Bach habe dem DOSB Profil gegeben und die Dachorganisation zu "der Stimme des Sports in Deutschland" entwickelt und "als gesellschaftspolitische Kraft in unserem Land etabliert". Außerdem habe sich der Fecht-Olympiasieger große Verdienste um den internationalen Sport erworben, was am 10. September 2013 in der Wahl zum ersten deutschen IOC-Präsidenten gipfelte.

Krämer ging in seiner Rede auch auf zeitweilige Kritik an Thomas Bach in den Medien ein. "Ich habe nie verstanden, warum er von manchen doch so kritisch gesehen worden ist. Aus der langjährigen Zusammenarbeit kenne ich Thomas Bach als einen offenen und Argumenten zugänglichen Menschen. Thomas Bach ist nicht der sture Dogmatiker. Er kümmert sich zukunftsweisend um die Fragen des Sports." Als geradezu ein Witz bezeichnete Krämer, der langjährige DOSB-Präsident Bach stelle sich schützend vor Doper. "Er ist ein überzeugter und überzeugender Verfechter der Theorie, dass der Sport mit seiner Gerichtsbarkeit die besseren Sanktionen aussprechen kann." Krämer bezeichnete Bach als Teamworker, fair im Umgang mit seinen Kolleginnen und Kollegen, rücksichtsvoll und warmherzig. "Ich bin stolz, ein Freund von Thomas Bach zu sein."

IOC-Präsident Bach freute sich "riesig über diese große Zustimmung" und bedankte sich bei seinen ehemaligen Präsidiumskolleginnen und -kollegen für die langjährige Loyalität. "Der DOSB war, ist und bleibt ein Teil meines sportlichen Lebens. Danke für die sieben Jahre." Er äußerte zwei Bitten, die erste an das Präsidium: "Unterstützen Sie den neuen Präsidenten genauso diskussionsfreudig und engagiert, wie mich." Und zweitens an die Delegierten aus der Sportfamilie: "Statten Sie den neuen Präsidenten mit einem starken Mandat aus, damit er den DOSB nach innen und außen mit aller Kraft vertreten kann."

Die Ehrenpräsidentschaft kann gemäß der Satzung des DOSB an Persönlichkeiten vergeben werden, die das Amt des Präsidenten des DOSB oder seiner Vorgängerorganisationen innehatten und sich hierbei besondere Verdienste erworben haben.

Bei der Gründungsversammlung des DOSB 2006 wurde der frühere Präsident des Deutschen Sportbundes, Manfred von Richthofen, zum ersten DOSB-Ehrenpräsidenten ernannt.

(Quelle: DOSB)

 
 

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