Gründer der Trainerakademie: Prof. Hugo Budinger zum 90.

15.06.2017

Prof. Dr. Hugo Budinger, der 58-malige Nationalspieler des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) und erste Leiter der Trainerakademie in Köln, hat am Samstag (10. Juni), sein 90. Lebensjahr vollendet.

Im Jahre 2011 wurde Hugo Budinger in die „Hall of Fame des deutschen Sports“ der Stiftung Deutsche Sporthilfe aufgenommen. Foto: picture-alliance

In der Nachkriegszeit galt er in der Bundesrepublik als das Gesicht des Hockeysports. Der rüstige Jubilar lebt nach wie vor in Köln und verfolgt – so gut das altersangemessen noch geht – weiterhin seinen Hockeysport aus der Ferne bzw. vor Ort in Köln.

Hugo Budinger spielte im Hockey auf der Position des Mittelstürmers und nahm mit der DHB-Auswahl an drei Olympischen Spielen teil: 1952 in Helsinki kam seine Mannschaft ins Viertelfinale, 1956 in Melbourne gewann er die Bronzemedaille im Spiel gegen Großbritannien. Bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom erreichte sein Team den siebten Platz. Der erfahrene Budinger war da längst zu einer Führungspersönlichkeit als Spieler, Spielertrainer und Team-Manager in einer Person geworden. Vereinsmäßig spielte der gebürtige Düsseldorfer bei Rot-Weiß Köln.

Im Jahre der Beendigung seiner aktiven Laufbahn 1961 wurde Hugo Budinger in das Präsidium des DHB gewählt. Insgesamt 26 Jahre lang gehörte er dann als Sportwart und als Vizepräsident der Verbandsführung an und hatte Anteil an etlichen neuen Entwicklungen im Hockey, die der mit initiierte bzw. begleitete und die teilweise bis heute nachwirken. Nach dem Studium zum Diplom-Sportlehrer an der Deutschen Sporthochschule (DSHS) Köln war er dort einige Zeit als Dozent tätig, bevor ihn sein beruflicher Weg geografisch, aber auch von der Profession her unweit in die Müngersdorfer Nachbarschaft führte: Hugo Budinger wurde 1975 zum Gründungsdirektor der Trainerakademie Köln berufen, die er in den Folgejahren bis zu seiner Pension 1993 sehr erfolgreich leitete.

Parallel zu seiner Tätigkeit an der Trainerakademie promovierte er 1979 im Alter von 52 Jahren in der Sportwissenschaft an der DSHS und wurde 1990 aufgrund seiner Verdienste im Fachgebiet Bewegungs- und Trainingslehre zum Professor ehrenhalber berufen. Budinger war persönliches Mitglied des NOK und gehörte ab 1993 dessen Ältestenrat an. In den 1990er Jahren engagierte er sich auch für den Deutschen Golf Verband. Im Jahre 2011 wurde Hugo Budinger in die „Hall of Fame des deutschen Sports“ der Stiftung Deutsche Sporthilfe aufgenommen.

„Hugo Budinger ist eine Persönlichkeit des olympischen Sports, die man nicht vergessen kann. Ich erinnere mich auch an Kontroversen im Olympiajahr 1964, als die Hockeymannschaft das Zünglein an der Waage für die Mehrheit der gesamtdeutschen Mannschaft war und Hugo mit unserer Arbeit im NOK nicht ganz zufrieden war. Das ist aber nur eine Episode geblieben. Danach war er ein wichtiger Garant für eine eindrucksvolle Entwicklung der Olympiamannschaft über viele Jahre“, so gratulierte Walther Tröger, langjähriges IOC-Mitglied und NOK-Ehrenpräsi-dent, der Hockey-Legende Hugo Budinger zu seinem 90. Geburtstag.

(Quelle: DOSB/Prof. Detlef Kuhlmann)

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