„Innovation & Technologie im Sport“ beim dvs-Hochschultag

28.08.2017

Unter dem Motto „Innovation & Technologie im Sport“ findet vom 13. bis 15. September 2017 der 23. Sportwissenschaftlichen Hochschultag der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) statt.

Die Technische Universität München ist Gastgeber des dvs-Hochschultags. Foto: picture-alliance

Örtlicher Gastgeber ist das Kollegium die Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften der Technischen Universität München (TUM) mit Dekan Prof. Ansgar Schwirtz an der Spitze.

Die gemeinsame Schirmherrschaft des Kongresses haben der Bundesminister des Innern, Thomas de Maizière, und Ludwig Spaenle als Bayerischer Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst. Am Innenstadt-Campus der TUM erwartet die Gäste aus dem In- und Ausland ein vielfältiger Einblick in die aktuellen Forschungsarbeiten der Sportwissenschaft. Zudem bieten sich viele Chancen zum kollegialen Austausch – nicht zuletzt beim Konferenz-Dinner in der Allianz Arena am zweiten Veranstaltungsabend.

Vielschichtige gesellschaftliche Veränderungen – dazu gehören auch die zunehmende Technologisierung und der demografische Wandel – haben wesentliche Auswirkungen auf unser alltägliches Bewegungsverhalten und damit auch auf den Sport in all seinen Facetten (Leistungssport, Gesundheitssport, Schulsport etc.). Eine zentrale Aufgabe und Herausforderung der Sportwissenschaft besteht darin, diese Veränderungen aufzugreifen und ihnen mit innovativen sportwissenschaftlichen Konzepten zu begegnen – alles mit dem Ziel, noch besser sicherzustellen, dass der Sport eine Lebensbereicherung für uns Menschen darstellt. Vor diesem Hintergrund kommen Sportwissenschaftlerinnen und Sportwissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen in München zusammen, um in verschiedenen Veranstaltungsformaten aktuelle Themenfelder aus der Sportwissenschaft aufzugreifen, gemeinsam zu diskutieren, um schließlich dabei auch innovative Forschungsgebiete zu erschließen sowie neue Kooperationspartner (auch außerhalb des Sports) zu gewinnen.

Zu den eingeladenen Keynote-Speakern gehört der frühere Bielefelder Sportpädagoge und Gesundheitswissenschaftler Prof. Klaus Hurrelmann, heute Senior Professor für Public Health und Erziehungswissenschaft an der Hertie School of Governance in Berlin. Er spricht über Gesundheit und Bildung. Zum Thema Inklusion und Didaktik referiert Prof. Heike Tiemann, Leiterin des Fachgebietes Schulsport an der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte beziehen sich u.a. auf die Themenfelder „Inklusion im schulischen und außerschulischen Sport“, hier speziell mit dem Schwerpunkt „Professionalisierung von in inklusiven Settings tätigen Sportlehrkräften“. Den Bereich Sportphilosophie und Ethik deckt als Hauptreferent Prof. Siegmund Loland ab, der ehemaliger Rektor der norwegischen Sporthochschule Olso, seit 2004 auch Mitglied im Ethik-Ausschuss der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA.

DOSB-Workshop „Sportorganisation trifft Sportwissenschaft“

Der 23. Sportwissenschaftliche Hochschultag der dvs in München wird auch durch zahlreiche Institutionen und Organisationen gefördert; neben dem Bundesinstitut für Sportwissenschaft und der Deutschen Forschungsgemeinschaft gehört dazu auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB). In diesem Zusammenhag sei speziell auf das seit früheren dvs-Hochschultagen bewährte Dialogforum „Sportorganisation trifft Sportwissenschaft“ zwischen DOSB und dvs hingewiesen. Der Workshop findet diesmal (Donnerstag, 14. September, 8.30 bis 10 Uhr) zum Thema „Kompetenzorientierung in der DOSB-Lizenzausbildung“ statt und wird u.a. moderiert von der DOSB-Vizepräsidentin für Bildung und Olympische Erziehung, Prof. Gudrun Doll-Tepper.

Insgesamt 42 Arbeitskreise mit jeweils mehreren Kurzvorträgen bilden traditionell bei dvs-Hochschultagen das inhaltliche Gerüst. In München werden beispielsweise solche zu Themen wie „Aktivität und Gesundheit im Arbeits- und Wohnumfeld“ oder „Sport, Stress und psychische Gesundheit“ oder „Neue Medien in Organisationen und Gemeinschaften des Sports“ und zur „Ganzkörper-Elektromyostimulation“ sowie ein weiterer zu „Training, Muskel und Schmerz“ angeboten. Am Abschlusstag findet zudem von 13 bis 14.15 Uhr eine Podiumsdiskussion zu der strittigen Frage „(K)ein Vorteil durch Prothese!?“ statt. Unter Leitung der ARD Sportschau-Moderatorin Julia Scharf diskutieren Markus Rehm (dreimaliger Paralympicssieger), Friedhelm Julius Beucher (Präsident des Deutschen Behinderten Sportverbandes), Prof. Dr. Michael McNamee (Swansea University) und Prof. Dr. Wolfgang Potthast (Deutsche Sporthochschule Köln). Die sportpolitische und gesellschaftliche Zukunftsfrage dabei lautet: Ist eine Vergleichbarkeit von Leistungen behinderter und nicht-behinderter Menschen im Sport möglich? Falls ja, wie könnte diese konkret bei Wettkämpfen aussehen? Wenn nicht, wie sähe dann Inklusion im Leistungssport aus?

Opens external link in new windowWeitere Infos und Anmeldung (noch bis 31. August 2017)

(Quelle: dvs)


 
 

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