Konferenz der Landessportbünde tagte in Berlin

    19.03.2010

    Zentrale Themen für die Zukunft des Sports in Deutschland standen auf der Tagesordnung der Konferenz der Landessportbünde am vergangenen Freitag in Berlin.

    Die Vertreter der Landessportbünde bei der Konferenz in Berlin, Foto: Jürgen Engler

    DOSB-Generaldirektor Dr. Michael Vesper gab einen Bericht zur Münchener Bewerbung um die Winterspiele 2018. Naheliegend, dass in dem Zusammenhang gleich auch die ersten Olympischen Jugendspiele vom 14. bis 26. August 2010 in Singapur angesprochen wurden. 100 junge Deutsche werden daran teilnehmen, zur Einstimmung findet am 24. Juli in Berlin auf dem Pariser Platz eine Flammenzeremonie statt. Die Flamme ist im Vorfeld der Jugendspiele in jeweils einer Olympiastadt in Amerika, Asien, Australien und Europa zu Gast.

    In besonders intensiver Form wurde die Position der Landessportbünde zum Glücksspiel-Staatsvertrag diskutiert. Nach dem Urteil im Fall der "Liga Portuguesa" und dem Plädoyer des Generalanwalts beim Europäischen Gerichtshof vom 4. März zu den anhängigen sieben deutschen Fällen, sehen sich die Landessportbünde in ihrer Position vom Dezember bestätigt. In einer Arbeitsgruppe wird in den nächsten Wochen die Stellungnahme zur Evaluation des Staatsvertrages erarbeitet.

    Weitere Punkte der Beratung waren die deutschlandweite Einführung der Ganztagsschule mit ihren Chancen und Risiken für die Sportvereine, Herausforderungen für den Sport durch zunehmende Kinderarmut sowie Erhöhung der Krankenkassen-Förderung für den Rehabilitationssport.

    Viel Lob erntete der DOSB-Generaldirektor für die Ergebnisse seiner Verhandlungen mit der Bundesregierung zum Erhalt des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) im Sport. Bundesweit sind zurzeit fast 2 000 "FSJler" in Sportvereinen tätig, wo sie das Ehrenamt unterstützen. Mit einer von der Regierungskoalition geplanten Wehrpflichtverkürzung auf sechs Monate würde auch der Zivildienst entsprechend reduziert und die Förderung über das Zivildienstgesetz gekürzt. Die vom DOSB jetzt erzielte Vereinbarung sieht für den Sport eine Förderung von fünf Millionen Euro pro Jahr vor, so dass das bisherige FSJ-Programm im Wesentlichen erhalten bliebe.

    Bei den abschließenden Neuwahlen wurde der Berliner LSB-Präsident Klaus Böger einstimmig zum neuen Sprecher der Landessportbünde gewählt. Stellvertreter ist sein ebenfalls ohne Gegenstimme gewählter bayerischer Amtskollege Günther Lommer. Bögers Vorgänger, Rolf Müller aus Hessen, wurde mit einer Mauer-Miniatur aus Porzellan verabschiedet. Die Nachbildung eines Grenz-Elements mit Graffiti ist von Usain Bolt zur Leichtathletik-WM in Berlin durch Autogramm veredelt worden.

     

    Kategorie: Sport und mehr