Leichtathleten wollen ab 2007 mit der Anlage von Blutprofilen beginnen

15.12.2006

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) will für 20 Athleten seines so genannten Top-Teams Blutprofile anlegen lassen, um damit seine eigenen Anstrengungen im Anti-Doping-Kampf zu verstärken.

Die DLV setzt sich mit dem Anlegen von Blutprofilen für einen "sauberen Sport" ein. Copyright: picture-alliance/dpa

Das kündigte DLV-Präsident Dr. Clemens Prokop in Berlin an. Zugleich will der DLV beim nächsten Kongress des Weltverbandes
IAAF einen Antrag einbringen, der Blutprofile als internationalen Standard einfordern soll. „Diese individuellen Profile von Athleten allein können allerdings Doping nicht optimal bekämpfen“, erklärte Prokop. Er forderte erneut, mit staatlichen Maßnahmen müsste ein „Strukturwandel“ eingeleitet werden.

Sportler tragen ein weißes Armband als Bekenntnis zum manipulationsfreien Sport

Die Einführung von Blutprofilen wird 2007 beginnen. Zunächst soll das neue Instrumentarium mit Kaderathleten der Lauf- und Gehdisziplinen beginnen. „Wir werden das in Kooperation mit der NADA durchführen“, sagte Prokop. „Die Kosten von möglicherweise mehreren zehntausend Euro werden von unserem Verband getragen.“ DLV-Athletensprecherin Andrea Ziercke unterstrich, dass sich die Aktiven sehr engagiert mit dem Anti-Doping-Kampf beschäftigen. „Die Athleten wollen einen sauberen Sport“, erklärte sie. „Sie fordern eine Anerkennung ihrer Leistung, ohne dass ständig das Resultat öffentlich hinterfragt wird. Darum muss der Kampf gegen Doping mit aller Entschiedenheit geführt werden.“ Sie bewertete die DLV-Kampagne „true athletes“, bei der Sportlerinnen und Sportler ein weißes Armband tragen und sich damit zu einen manipulationsfreien Sport bekennen, als erfolgreich.

 Kategorie: Sport und mehr

 
 

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