Olympiaseminar: Neue Ideen an historischer Stätte

19.09.2017

Zum zehnten Mal traf beim Sportwissenschaftlichen Olympiaseminar der Deutschen Olympischen Akademie (DOA) die Antike auf aktuelle Themen der Olympischen Bewegung.

Die feierliche Eröffnung des Olympiaseminars an der Internationalen Olympischen Akademie. Foto: DOA

Eingebettet in eine Rundreise durch antike Sport- und Kultstätten Griechenlands fand vom 2. bis 10. September die Jubiläumsausgabe der Veranstaltungsreihe an der Internationalen Olympischen Akademie (IOA) in Olympia statt. Über 80 Studierende und Dozenten von zehn deutschen Hochschulen setzten sich dabei am Ursprungsort der Olympischen Bewegung mit deren Geschichte und aktueller Entwicklung auseinander.

Bereits zu Beginn der Reise durften die Teilnehmenden in Athen olympische Atmosphäre schnuppern, als die Gruppe neben der Akropolis das Panathinäische Stadion besuchte. In diesem wurden 1896 die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit durchgeführt. Auf dem Weg nach Olympia standen außerdem die antiken Stätten von Korinth, Epidauros, Mykene, Nemea und Delphi auf dem Programm. Mit Prof. Dr. Manfred Lämmer (stellvertretender Vorsitzender der DOA) und Dr. Emanuel Hübner (Universität Münster) waren gleich zwei Experten der griechischen und olympischen Geschichte vor Ort, die kompetent und fesselnd durch die Ausgrabungsstätten führten.

Von München 1972 bis zur Legacy zukünftiger Spiele: Das Seminar- und Vorlesungsprogramm

Den Höhepunkt der neuntägigen Veranstaltung bildete jedoch der Seminaraufenthalt an der IOA. In unmittelbarer Nachbarschaft der vor über 2.000 Jahren errichteten Kultstätte fanden Vorlesungen und Seminare statt, die unterschiedlichste Aspekte der olympischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft thematisierten. Im Vorfeld hatte jede Hochschule ein Seminar für die übrigen Teilnehmer vorbereitet. Von der praktischen Umsetzung Olympischer Erziehung in der Schule über Dopingprävention bis zu Möglichkeiten der nachhaltigen Gestaltung Olympischer Spiele bot sich hier eine große thematische Bandbreite, die auch viel Raum für konstruktive Diskussionen ließ.

In einer Ringvorlesung stellten zudem fünf der mitgereisten Dozenten aktuelle Fragen und Entwicklungen vor. Hier standen neben dem Bereich der Olympischen Erziehung die Entwicklung von Wettkampfprogramm und Legacy der Olympischen Spiele im Fokus. Besonderes Interesse zeigten die Teilnehmenden auch an einem Vortrag von Prof. Dr. Manfred Lämmer, der den Anschlag auf die israelische Olympiamannschaft 1972 reflektierte, der sich während des Olympiaseminars zum 45. Mal jährte.

Einzigartiges Forum zum akademischen Austausch

Die Jubiläumsauflage des Olympiaseminars zeichnete sich durch die große Motivation, das Engagement und die Diskussionsfreude der Teilnehmenden aus. „Wir stellen seit Jahren fest, dass das Sportwissenschaftliche Olympiaseminar ein einzigartiges Forum bietet, um den Austausch zwischen Universitäten, Fachrichtungen, Studierenden und Dozenten zu fördern“, resümierte DOA-Direktor Tobias Knoch. Im Laufe der neuntägigen Veranstaltung trafen unterschiedlichste Erfahrungen und Interessen aufeinander und sorgten so für spannende Erkenntnisse und neue Perspektiven am Entstehungsort der Olympischen Spiele. Gerade diese Impulse für das weitere Studium und die berufliche Orientierung der Teilnehmenden hat für die DOA einen hohen Stellenwert: „Die Olympische Bewegung lebt durch den Nachwuchs, der an Universitäten und später im Beruf – ob als Lehrer, im Sportmanagement oder anderswo – die Begeisterung für die Olympische Idee weiterträgt“, so Tobias Knoch.

Insgesamt nahmen Studierende sowie Dozentinnen und Dozenten folgender Einrichtungen am 10. Sportwissenschaftlichen Olympiaseminar teil: Universität Augsburg, Universität Frankfurt, Deutsche Sporthochschule Köln, PH Heidelberg (dsj Juniorbotschafter Dopingprävention), SRH Heidelberg, Universität Leipzig, Universität Mainz, Universität Münster, Universität Regensburg, PH Schwäbisch Gmünd. Begleitet wurden sie vom Organisationsteam der Deutschen Olympischen Akademie um Direktor Tobias Knoch, den stellvertretenden Vorsitzenden Prof. Dr. Manfred Lämmer, die Referenten Isabel Flory und Matthias Thaler sowie als Projektmitarbeiterin Pagona Sonndag.

(Quelle: DOA)

 
 

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