Demografische Entwicklung

Die Botschaft steht seit Jahren im öffentlichen Raum. In ihrer Kurzformel heißt sie „demografischer Wandel“ und ihr doppelter Kern besagt: Die Bevölkerung der Bundesrepublik altert und wird kleiner. Beide Prozesse laufen schon einige Zeit, beide werden sich in den kommenden Jahrzehnten verstärken. Und beide wirken sich nicht nur weitreichend auf den Arbeitsmarkt (Pflegekräftemangel!) oder die sozialen Sicherungssysteme (Rentenversicherung!) aus, sondern auf alle gesellschaftlichen Bereiche, den Sport eingeschlossen. Deshalb lohnt ein Blick auf die entscheidenden Aspekte.

Die Überraschung:

Die demografische Entwicklung ist eher grob als genau vorgezeichnet. Nicht umsonst entwirft die 12. „koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung“ von 2009 – die 13. soll Ende 2014 veröffentlicht werden – insgesamt zwölf Varianten der Zukunft bis 2060 >>>

Der X-Faktor:

Der Wanderungssaldo ist für die Bevölkerungsforscher der Faktor X, der die Entwicklung nicht im Großen und Ganzen, aber erheblich beeinflusst. Die Geburtenquote etwa liegt seit Ende der 90er Jahre bei knapp 1,4 Kindern pro Frau und wird sich aller Voraussicht nach wenig verändern >>>

Das Unverrückbare:

Was nichts an der Tatsache ändert, an der sich auch der organisierte Sport seit Jahren orientiert: Der Schwerpunkt der Alterspyramide verschiebt sich nach oben. Dies umso weiter, je mehr sich die geburtenstarken Jahrgänge – grob die von 1955 bis 1970 – dem Alter nähern >>>

Das Unwägbare

Außer Seniorinnen und Senioren wächst der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund (deren Mehrheit einen deutschen Pass hat). Wie genau sich ihre Zahl, wie sich also Faktor X entwickelt, ist für das Deutschland von Morgen entscheidend >>> 

Mit dem demografischen Wandel werden Zahl und Anteil junger Menschen deutlich sinken: von 2008 knapp 16 Millionen auf etwa 10 Millionen im Jahr 2060 (19 respektive 14 bis 16 Prozent der jeweiligen Gesamtbevölkerung). Ebenso nimmt das Gewicht der Personen im erwerbstätigen Alter zwischen 20 und 65 Jahren von etwa 2020 an erheblich ab, nämlich von 48 Millionen (2008 waren es 50) auf 33 bis 36 Millionen im Jahr 2060. Dementgegen werden die Menschen über 65 Jahre mehr, in einer Kurve, die vor allem zwischen 2020 und 2035 steil verläuft. Von 16,7 Millionen im Jahr 2008 wächst ihre Zahl bis 2050 auf annähernd 23 Millionen, Hochaltrige wachsen zu einer großen Altersgruppe. Im Jahr 2060 wird jeder siebte Mensch über 80 sein, 2008 war es jeder Zwanzigste.

 
 

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