Demographie und Sport im Ost-West-Vergleich
Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes bestätigen nachdrücklich, dass der demographische Wandel Ost und West der Bundesrepublik bis 2050 erheblich beeinflussen wird. Zwar galten Nachwuchsmangel und Alterung in der jüngeren Vergangenheit als primär ostdeutsches Problem, in der Zukunft aber werden auch die westdeutschen Bundesländer nach Stand der Dinge sicht- und spürbar "nachziehen". Im Kinder- und Jugendbereich zum Beispiel werden die Bevölkerungsverluste in den kommenden Jahrzehnten prozentual in Ost und West sehr ähnlich sein (0- bis 19-Jährige). Die Alterung im Segment der über 60-Jährigen wird im Westen prozentual sogar noch deutlicher ausfallen als im Osten.

Was den Sport betrifft, bleiben den ostdeutschen Landessportbünden bedingt durch die insgesamt deutlich niedrigeren Organisationsgrade erheblich mehr statistische Ressourcen als im Westen, um die demographischen Verluste im Nachwuchsbereich und den mittleren Altersklassen zu egalisieren. Insgesamt sind in den fünf "neuen" Bundesländern bislang rund 13,5% der Bevölkerung in den Landessportbünden registriert (ca. 1,83 Mio. Mitglieder). Im Westen der Bundesrepublik liegt die zusammengefasste Beteiligung bei rund 32%. Dies entspricht einer Mitgliederzahl von etwa 21,85 Millionen.
Damit entfallen rund 92% der knapp 23,7 Millionen im gesamtdeutschen Sport organisierten LSB-Mitglieder auf den Westen der Bundesrepublik. Zum Vergleich: Die Bevölkerungszahl betreffend liegt das Verhältnis bei 83% West und 17% Ost. Die Zahlen belegen, dass der organisierte Sport im Osten der Bundesrepublik im Vergleich zum Westen erhebliches statistisches Steigerungspotenzial aufzuweisen hat.









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