

Seit Anfang der 60er Jahre fördern die deutschen Sportorganisationen die Entwicklung des Sports in Ländern der Dritten Welt. Dabei wurden bislang weltweit über 1300 Langzeit- und Kurzzeitmaßnahmen in über 100 Ländern durchgeführt.
Ermöglicht wird diese Arbeit durch die umfangreiche Unterstützung der Bundesregierung, insbesondere des Auswärtigen Amtes, sowie durch die fachliche Assistenz der Mitgliedsverbände des Deutschen Olympischen Sportbundes und hier besonders durch die Fachverbände. Im Mittelpunkt der Förderung stehen die nachhaltige Entwicklung durch Ausbildung von einheimischen Fachkräften und der Aufbau von überdauernden Sportstrukturen. Darüber hinaus soll im Einvernehmen mit den jeweiligen Partnerländern und unter Berücksichtigung der dortigen ökonomischen und sozialen Bedingungen anhand zuvor gemeinsam erarbeiteter und speziell auf jedes Land zugeschnittener strukturbildender Maßnahmen der Auf- und Ausbau moderner selbständiger Sportsysteme gefördert werden.
Angesichts der großen Erfolge, der ungebrochenen Nachfrage und des gestiegenen Stellenwerts internationaler Entwicklungsförderung hat der deutsche Sport die Bundesregierung zuletzt mehrfach aufgefordert, den seit Ende der 90er Jahre eingetretenen Mittelkürzungen Einhalt zu gebieten und die Sportförderung voranzutreiben.
Im Jahr 2009 wurden 52 Kurzzeitprojekte in 34 Ländern und 16 verschiedenen Disziplinen durchgeführt. Parallel dazu wurden die Langzeitprojekte in Burkina Faso, Laos, Namibia, Madagaskar, Mali, Südafrika, Tansania (Leichtathletik) und Ruanda mit einer Gesamtdauer von zwei bis vier Jahren weitergeführt. Neue Langzeitmaßnahmen wurden in Namibia (Basketball), Vietnam (Leichtathletik), Paraguay (Leichtathletik) und Mosambik (Fußball) begonnen.
Alle Projektangaben seit 1961 können jahresweise in unserer Datenbank recherchiert werden.