Sport für Ältere aus aller Welt: Das Projekt „ZuG“ beginnt

12.02.2014

Das Projektvorhaben „Zugewandert und geblieben“ (ZuG) zielt darauf ab, ältere Menschen mit Migrationshintergrund ab 60 Jahren für bewegungs- und gesundheitsorientierte Sportangebote zu gewinnen.

ZuG will ältere Menschen mit Migrationshintergrund für den Sport gewinnen. Foto: LSB NRW

Am 30. Januar fand im Haus des Deutschen Sports in Frankfurt die Auftaktveranstaltung zu diesem DOSB-Projekt statt. Daran beteiligt sind drei Landessportbünde: der LSV Schleswig-Holstein, der LSB NRW, die Sportjugend im LSB Brandenburg, ein Spitzenverband: der Deutsche Tischtennis-Bund sowie ein Verband mit besonderer Aufgabenstellung: der DJK-Sportverband. An der Veranstaltung nahmen darüber hinaus Vertreterinnen des Bundesministeriums für Gesundheit (Zuwendungsgeber), des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (Projektmanagement im BMG) und Vertreterinnen der Universität Erlangen-Nürnberg (wissenschaftliche Begleitung) teil.

Karin Fehres, Direktorin Sportentwicklung im DOSB, dankte Ute Winkler, der Vertreterin des Bundesgesundheitsministeriums, für die Förderung des Projektvorhabens und verdeutlichte, wie wichtig die Ansprache und nachhaltige Gewinnung dieser Zielgruppe für den organisierten Sport seien. „Ich freue mich sehr, dass sich uns mit dem vom Bundesministerium für Gesundheit gefördertem Projekt die Chance eröffnet, sich gezielt der Gruppe der älteren Migrantinnen und Migranten zuzuwenden, neue Zugangswege zu erproben und die Ergebnisse anschließend in unser Bundesprogramm ‚Integration durch Sport‘ zu überführen“, sagte sie.

Ute Winkler unterstrich vor dem Hintergrund des demographischen Wandels, wie wichtig es sei, Bewegung und präventive Maßnahmen für ältere Menschen mit Migrationshintergrund anzubieten. Die Zielgruppe der älteren Migrantinnen und Migranten für Sport und Bewegung zu begeistern und gemeinsam mit ihnen die Angebote zu entwickeln, halte sie für einen wichtigen Ansatz, um die Zielgruppe nachhaltig für einen gesunden, bewegungsorientierten Lebensstil zu gewinnen, sagte sie.

Der DOSB greift in diesem Projekt auf Erfahrungen und Erkenntnisse aus den drei Fachbereichen „Integration durch Sport“, „Sport der Älteren“ und  „Präventionspolitik und Gesundheitsmanagement“ zurück. Auch die beteiligten Verbände bringen wichtige Vorerfahrungen in das Projekt ein. Neben den Integrationsexperten aus den Landessportbünden kann der Tischtennis-Bund auf das Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT verweisen und der DJK-Sportverband auf eine werteorientierte Sportvermittlung sowie Zugänge zur internationalen Seelsorge.

Die Teilnehmenden der Veranstaltung zogen ein positives Fazit: Alle wichtigen Fragen seien geklärt worden, hieße, so dass die Verbände nun ihre Arbeit in dem ambitionierten Projekt aufnehmen könnten. In den nächsten Wochen wollen sie Kontakte zu den Vereinen  aufnehmen und gemeinsam die ersten Schritte zur Ansprache der Zielgruppe planen.

Das Projekt, das aus einem Forschungstitel finanziert wird, wird von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg wissenschaftlich begleitet.

Das Projekt wurde zum 1. Juni 2013 bis zum 31. Juli 2016 bewilligt.

(Quelle: DOSB)

 
 

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