Erste Ergebnisse des 3. Freiwilligensurveys veröffentlicht
Zum dritten Mal nach 1999 und 2004 wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) der sogenannte „Freiwilligensurvey“ durchgeführt. Diese Studie ist ein öffentliches Berichtssystem, das umfassende und detaillierte bundesweite Informationen zum freiwilligen, bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen Engagement der deutschen Bevölkerung im Alter ab 14 Jahren zur Verfügung stellt. Grundlage dieser repräsentativen Längsschnittuntersuchung ist eine telefonische Befragung von mehr als 20.000 Personen. Somit können mit der vorliegenden Untersuchung erstmals einzelne Trends und Entwicklungen, über einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren erfasst werden.
Ziel der Bevölkerungsbefragung ist es u.a., das empirische Wissen über die vielfältigen Formen des bürgerschaftlichen Engagements zu verbreitern, Veränderungen im Bereich des Engagements zu erkennen und zu bewerten. Die Untersuchungsergebnisse dienen nicht zuletzt dazu, der Politik aber auch Vereinen, Verbänden und Stiftungen Grundlagen für die Gestaltung engagementfördernder Rahmenbedingungen zur Verfügung zu stellen.
Eine Kurzfassung dieser Untersuchung wurde nun vom BMFSFJ veröffentlicht. Hier finden finden Sie die wichtigsten Ergebnisse und Trends der letzten 10 Jahre sowie aktuelle Daten für einzelne Engagementgruppen und –bereiche.
Ausschreibung - Wettbewerb um den DOSB-Wissenschaftspreis 2009/2010
Mit dem DOSB-Wissenschaftspreis zeichnet der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) alle zwei Jahre herausragende sportwissenschaftliche Qualifikationsarbeiten aus. Damit setzt der DOSB die Tradition des Carl-Diem-Wettbewerbs fort, den der Deutsche Sportbund seit 1953 durchgeführt hat.
Ausschreibung DOSB-Wissenschaftspreis 2009/2010
Aktuelle Ausgabe von "Sportwissenschaft" erschienen
08.07.09 | Breitensport & Sportentwicklung
Die Themen der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Sportwissenschaft" reichen von sportmotorischen Tests über die Vereinsleichtathletik und den Betriebssport bis zum Gesundheitssport und „Digitalen Spielen“.
Dokumentationen der Festakademie 2009
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) zeichnete im Februar 2009 in der Aula Friedrich-Schiller-Universität in Jena die Preisträger des DOSB-Wissenschaftspreises 2008/2009 aus.
Eine schriftliche Dokumentation und einen Filmmitschnitt dieser Festakademie in Form einer DVD vom 6. Februar 2009 sind nun veröffentlicht worden.
Diese Dokumentationen enthalten u.a. die Festrede des DOSB-Präsidenten, Dr. Thomas Bach, die Bekanntgabe und Würdigung der Preisträger durch Professor Dietrich Kurz sowie die Erwiderung des Ersten Preisträgers, Dr. Kai Reinhart.
Die Broschüre steht Ihnen hier als Download zur Verfügung
Band 35 der Wissenschaftlichen Schriftenreihe des Deutschen Sportbundes erschienen
Der Band 35 der Wissenschaftlichen Schriftenreihe des Deutschen Olympischen Sportbundes ist nun erschienen. Die herausragende Arbeit des Sportwissenschaftlers Neuber trägt den Titel: „Entwicklungsförderung im Jugendalter - Theoretische Grundlagen und empirische Befunde aus
sportpädagogischer Perspektive“. Prof. Dr. Nils Neuber hat mit dieser Arbeit den Wissenschaftspreis des DOSB, die Carl-Diem-Plakette, gewonnen.
2007. Format 16,5 x 23,5 cm
ISBN 978-3-7780-8335-2
EUR 28.00
Sportbezogene Auswertung der Freiwilligensurveys von 1999 und 2004
Der 2. Freiwilligensurvey des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) wurde vor kurzem veröffentlicht. Der Freiwilligensurvey wurde erstmals 1999 und dann 2004 zum zweiten Mal durchgeführt. Bei dieser Untersuchung handelt es sich um eine für die Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland (ab 14 Jahre) repräsentativen Befragung von 15.000 Personen zu Ehrenamt und bürgerschaftlichem Engagement. Aus der Erhebung geht unter anderem hervor, dass der Sport weiterhin den mit Abstand größten Bereich der freiwilligen Tätigkeit in Deutschland darstellt.
Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) haben gemeinsam eine sportbezogene Auswertung der Freiwilligensurveys veranlasst und finanziert, die von der Deutschen Sporthochschule Köln (Prof. Dr. Rittner et al.) durchgeführt wurde. Durch den Vergleich der Daten von 1999 und 2004 zu Ausmaß, Art, Bedingungen und Förderungsmöglichkeiten der Freiwilligentätigkeit im Sport liegt eine umfassende Beschreibung und Analyse der Entwicklung in diesem Feld vor.
Freiwillige beziehungsweise ehrenamtliche Tätigkeit ist eine der tragenden Säulen des deutschen Sportsystems. Mehr als jeder zehnte Bundesbürger über 14 Jahren übt im Bereich Sport und Bewegung eine freiwillige Tätigkeit aus. Über 90 Prozent dieser freiwillig Tätigen sind in einem Sportverein engagiert. Kein anderer gesellschaftlicher Bereich kann auf eine solch große Zahl freiwillig tätiger Menschen zurückgreifen. Doch die freiwillige Tätigkeit im Sport ist auch mit Problemen verbunden. Nach einer aktuellen deutschlandweiten Befragung von Sportvereinen im Rahmen des Projekts „Sportentwicklungsbericht - Analysen zur Situation des Sports in Deutschland" an der Deutschen Sporthochschule Köln sehen 42,7 Prozent der Sportvereine die Gewinnung und Einbindung von ehrenamtlichen Mitarbeitern als größeres oder sehr großes Problemfeld für die Zukunft ihres Vereins an, weitere 26,1 Prozent sehen dies als mittleres Problem.
Bei der sportbezogenen Auswertung wird der Schwerpunkt darauf gelegt, das Profil der freiwillig Tätigen im Sport zu umreißen und typische Muster ihrer Tätigkeit differenziert zu beschreiben. Um dies zu ermöglichen, werden neben den Binnenvergleichen nach Alter und Geschlecht, Motivation und Tätigkeitsbereich insbesondere auch Vergleiche mit den freiwillig Tätigen in zwölf anderen Tätigkeitsbereichen angestellt (etwa in den Bereichen „Schule und Kindergarten", „Kirche und Religion" oder „Kultur und Musik"). Tatsächlich zeigen sich neben vielen, teilweise bemerkenswerten Gemeinsamkeiten auch eine Reihe spezifischer Unterschiede, die die Annahme stützen, dass es zumindest in einem Teilbereich ein eigenes Profil der ehrenamtlichen Tätigkeit im Sport gibt. Eine genaue Kenntnis der Motivationen, Wünsche, Erwartungen sowie der charakteristischen Eigenschaften von freiwillig Tätigen kann den Mitgliedsorganisationen dabei helfen, diese Probleme zu lösen. Sie ermöglicht es ihnen, die Werbung und Bindung von freiwillig Tätigen zu optimieren, ihre Tätigkeitsfelder besser auszugestalten und die bestmögliche Aus- und Fortbildung sicher zu stellen. Die Bewältigung dieser Aufgaben ist um so wichtiger geworden, da die Anforderungen an die freiwillig Tätigen durch die gestiegenen Erwartungen und Ansprüche der Sportvereinsmitglieder und die Konkurrenz durch kommerzielle Sportanbieter gewachsen sind.
Für detaillierte geschlechts- und altersspezifische Ergebnisse, Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern und tiefergehende Vergleiche mit anderen Bereichen des freiwilligen Engagements wird auf folgende Downloadmöglichkeit verwiesen:
2. Freiwilligensurvey veröffentlicht
Nach den vorliegenden Ergebnissen des Zweiten Freiwilligensurveys 2004 engagieren sich 36 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger ab 14 Jahren freiwillig - das sind mehr als 23,4 Millionen Menschen. Die Zahl der freiwillig Engagierten ist im Vergleich zum ersten Freiwilligensurvey 1999 um zwei Prozent angestiegen.
Mit 11% der bundesweit freiwillig engagierten Menschen ist der Bereich Sport und Bewegung wiederum der größte gesellschaftliche Engagementbereich in Deutschland.
Der im Auftrag des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführte Zweite Freiwilligensurvey betrachtet als repräsentative Längsschnittuntersuchung das freiwillige Engagement 1999-2004 im Zeitvergleich und beleuchtet die Entwicklung des bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland; er gibt Einblicke in Fakten und Trends zu Ehrenamt, freiwilligem und bürgerschaftlichem Engagement.
Download
2. Freiwilligensurvey - Kurzfassung
2. Freiwilligensurvey - Langfassung
Erste Trends des 2. Freiwilligensurveys präsentiert
Die ersten Trends des 2. Freiwilligensurveys, der ersten repräsentativen Längsschnittuntersuchung zum freiwilligen Engagement in Deutschland, wurden im Rahmen einer Bundespressekonferenz am 1. Oktober 2004 von der Parlamentarischen Staatssekretärin Christel Riemann-Hanewinckel in Berlin präsentiert.
Fünf Jahre nach dem 1. Freiwilligensurvey startete in diesem Jahr der 2. Freiwilligensurvey mit einer telefonischen Befragung von 15.000 Personen. Der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Auftrag gegebene Freiwilligensurvey soll das empirische Wissen über die vielfältigen Formen des bürgerschaftlichen Engagements verbreitern und zugleich Voraussetzung sein, um Veränderungen im Bereich des Engagements zu erkennen und zu bewerten.
Die Untersuchungsergebnisse dienen nicht zuletzt dazu, der Politik ebenso wie Vereinen, Verbänden und Stiftungen Anhaltspunkte für die Gestaltung verbesserter Rahmenbedingungen für das Engagement bereitzustellen.
Hier die vorgestellten Trends im Einzelnen:
36 Prozent der Bevölkerung in Deutschland engagieren sich ehrenamtlich oder haben freiwillig bestimmte Aufgaben und Arbeiten übernommen. => Das sind zwei Prozent mehr als noch vor fünf Jahren
Erstmals wurde auch das freiwillige Engagement von Türkinnen und Türken in Deutschland untersucht: Dabei zeigte sich, dass sich fast zwei Drittel (64 Prozent) der türkischstämmigen Migranten und Migrantinnen in Deutschland aktiv in Vereinen, Verbänden, Gruppen oder Initiativen beteiligen. Dies entspricht in etwa der Größenordnung bei der deutschen Bevölkerung. Allerdings gaben nur zehn Prozent der Befragten an, über die öffentliche Beteiligung hinaus längerfristig Aufgaben und Arbeiten übernehmen zu wollen - auch wenn bei 50 Prozent der Befragten Interesse an einem weitergehenden Engagement vorhanden ist
Zurzeit beteiligen sich 70 Prozent der über 14-Jährigen aktiv über ihre beruflichen und privaten Verpflichtungen und Aktivitäten hinaus in Gruppen, Vereinen, Organisationen und öffentlichen Einrichtungen. => Das sind vier Prozent mehr als 1999
36 Prozent der Befragten haben zudem ehrenamtlich oder freiwillig bestimmte Aufgaben und Arbeiten übernommen
Deutlich verändert hat sich das Engagement älterer Menschen ab 55 Jahren: Sie stellen mit sechs Prozent die größte Wachstumsgruppe bei der Ausübung von freiwilligem Engagement
Die größten Bereiche des Engagements sind Sport, Kindergarten/Schule, Kultur und Religion
Die wichtigsten Gründe für das vielfältige Engagement sind das Bedürfnis, die Gesellschaft wenigstens im Kleinen mitzugestalten und die Suche nach Gemeinschaft mit anderen
Wissenschaftspreis des Deutschen Sportbundes, Carl-Diem-Plakette für Prof. Dr. Oliver Höner
Prof. Dr. Oliver Höner wurde am 11. November 2004 in der Alten Aula der Universität Heidelberg vom Präsidenten des Deutschen Sportbundes Manfred von Richthofen der DSB-Wissenschaftspreis, die Carl-Diem-Plakette, verliehen.
Von Richthofen würdigte die konstruktive Partnerschaft von Sport und Wissenschaft: „Der Sport und seine Vereine und Verbände bedürfen der Beratung, Unterstützung und Begleitung durch die Wissenschaften und insbesondere durch die Sportwissenschaft“, so von Richthofen, der die vielfältigen wissenschaftlichen Aktivitäten des DSB hervorhob, darunter die Schulsportuntersuchung, einen Sportentwicklungsbericht sowie ein sporthistorisches Forschungsprojekt zu Leben und Werk Carl Diems.
In seiner Festansprache ging der Rektor der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Dr. Peter Hommelhoff, auf aktuelle hochschulpolitische Themen ein. Er unterstrich dabei die Anstrengungen, die Ruprecht-Karls-Universität in der internationalen Spitze der Hochschulen zu positionieren und den Elitegedanken in Forschung, Nachwuchsförderung und Studium entsprechend auszurichten. In diesem Zusammenhang sind die auch Beiträge der Sportwissenschaft von Bedeutung, z.B. bei der Grundlegung des Leistungsgedankens, aber auch in der Wertevermittelung. Die Sportwissenschaft ist zudem in hohem Maße mit anderen Wissenschaftsdisziplinen vernetzt und ist Ausgangspunkt für neue wissenschaftspolitische Akzente wie z.B. in der Altersforschung
Prof. Dr. Ommo Grupe, Vorsitzender des Preiskuratoriums, würdigte in seiner Laudatio die hohe wissenschaftliche Qualität des Wettbewerbs. Die herausragende Arbeit des Ersten Preisträgers Prof. Dr. Oliver Höner, Sportwissenschaftler aus Mainz, trägt den Titel „Entscheidungshandeln im Sportspiel Fußball – eine Analyse im Lichte der Rubikon-Theorie.“. Neben diesem Ersten Preis wurden fünf weite Preise vergeben an Dr. Ingrid Bähr (Frankfurt/M.), Dr. Andrea Horn (Bochum), Dr. Andrea Stachelhaus (Münster), PD Dr. Dr. Thomas Hilberg (Jena) und Dr. Thomas Schack (Köln).
Die Preissumme des gesamten Wettbewerbs beträgt 18.000 EUR. Die Veröffentlichung des Wettbewerbsbeitrags von Prof. Dr. Oliver Höner erfolgt als Band 34 der wissenschaftlichen Schriftenreihe des DSB im Frühjahr 2005.
Kurzbericht (Quelle: Rhein-Neckar Fernsehen GmbH / Mannheim)
(0:39 min / mpeg)
Download:
Dokumentation der Festakademie am 11. November 2004 in Heidelberg
Führungskräfte in gemeinnützigen Organisationen
Die Universitäten Münster und Dortmund haben eine wissenschaftliche Untersuchung über Rahmenbedingungen bürgerschaftlichen Engagements durchgeführt. Gefördert wurde dieses Forschungsprojekt vom Bundesministerium für Familie, Se-nioren, Frauen und Jugend.
Mit dieser Untersuchung wurden individuelle, strukturelle und institutionelle Rahmenbedingungen der haupt- und ehrenamtlichen Tätigkeit von Führungskräften in Vereinen und Verbänden erforscht. Hieran haben sich einige Mitgliedsorganisationen aktiv beteiligt.
Durch die Befragung unterschiedlicher verbandlicher Führungskräfte wurde ein differenziertes Bild der Leitungsstrukturen in Verbänden und Vereinen aufgearbeitet. Es ging hier vornehmlich um Personen, die maßgeblich an der Konzeption von Struktur und Strategien in Organisationen mitwirken und die damit die organisatorischen Rahmenbedingungen von bürgerschaftlichem Engagement mitgestalten (Präsidium und Geschäftsleitung).
Band 34 der Wissenschaftlichen Schriftenreihe des Deutschen Sportbundes erschienen
Der Band 34 der Wissenschaftlichen Schriftenreihe des Deutschen Sportbundes ist im September 2005 erschienen. Die herausragende Arbeit des Sportwissenschaftlers Höner trägt den Titel: „Entscheidungshandeln im Sportspiel Fußball – Eine Analyse im Lichte der Rubikontheorie“. Prof. Dr. Oliver Höner (Universität Mainz) hat mit dieser Arbeit den Wissenschaftspreis des DSB, die Carl-Diem-Plakette, gewonnen.
Alltagsweisheit trifft auf zahlreiche Entscheidungshandlungen im Fußball zu. Sie gründet auf einer misslungenen Lösung des in der Kognitionspsychologie diskutierten Abschirmungs-Unterbrechungs-Dilemma der Handlungsteuerung: Einerseits müssen sich Spieler frühzeitig für Handlungsabsichten wie dem Alleingang mit Torabschluss entscheiden und dann ihre Aufmerksamkeit auf die Realisierung dieser Absicht konzentrieren (und nicht "gelähmt denken"). Andererseits müssen Spieler aufgrund der zeitlichen Dynamik des Fußballspiels offen für Veränderungen der Situation sein (und nicht "gewissenlos handeln"). Damit sind neben technischen Fertigkeiten und konditionellen Fähigkeiten im Fußball immer auch kognitive Fähigkeiten im Rahmen taktischer Entscheidungssituationen spielentscheidend.
Zentrales Anliegen der Arbeit ist es, den Realitätsbereich "Taktische Entscheidungshandlungen im Fußball" als ein Sachproblem theoretisch angemessen zu beschreiben und zu erklären. Aus der Perspektive der strukturalistischen Wissenschaftstheorie werden auf Basis der kognitiv-handlungstheoretischen Rubikontheorie die Prozesse der (visuellen) Informationsaufnahme während des Entscheidungshandelns im Fußball analysiert.
2005. Format 16,4 x 23,4 cm, 380 Seiten
Hofmann Verlag – Schorndorf
ISBN 3-7780-8334-1
EUR 29.90
Datenreport 2004
Zahlen, Fakten und Analysen über die Bundesrepublik Deutschland
Die 10. Auflage des „Datenreports“, vom Statistischen Bundesamt in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen, Mannheim (ZUMA), dem Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) und der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) herausgegeben, ist kürzlich als Datenreport 2004“ erschienen.
Der Report enthält eine umfassende Zusammenstellung aktueller Daten der amtlichen Statistik und neuen Ergebnissen der Umfrage- und Sozialforschung. Einzelne Gesellschaftsbereiche werden anschaulich erläutert und durch kompakte Tabellen, Zahlen, Schaubilder und Grafiken sowie Analysen und Bewertungen aufgearbeitet.
Teil I des „Datenreports 2004“ (Gesellschaft, Wirtschaft, Staat im Spiegel der Statistik) deckt das vielfältige Themenspektrum der amtlichen Statistik ab. Er umfasst zahlreiche Informationen zu wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Deutschland und in der Europäischen Union: Bevölkerung, Bildung, Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit, Einnahmen und Ausgaben der privaten Haushalte, Wohnen, Freizeit und Kultur, Gesellschaftliche Mitwirkung, Gesundheit, Soziale Sicherung, Justiz, Öffentliche Haushalte, Gesamtwirtschaft im Überblick, Land- und Forstwirtschaft, Produzierendes Gewerbe, Dienstleistungsbereich, Preise und Verdienste, Verkehr, Energie und Rohstoffe, Umwelt, Deutschland und die Europäische Union.
Im Teil II steht die subjektive Wahrnehmung und Bewertung der Lebensbedingungen durch die Bevölkerung im Mittelpunkt. Damit wird das Informationsangebot der amtlichen Statistik um Erkenntnisse über Werthaltungen, Erwartungen und Präferenzen der Menschen in Deutschland erweitert. Die Unterpunkte sind hier: Zufriedenheit in Lebensbereichen, Wertorientierung, Ansprüche und Erwartungen, Gesundheit, Bildung, Situation und Erwartungen auf dem Arbeitsmarkt, Wohnverhältnisse und Wohnkosten, Umwelt, Familie, Zeitverwendung, Lebenssituation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, Lebenssituation von Älteren, Zuwanderer und Ausländer in Deutschland, Einstellungen und Kontakte zu Ausländern, Sparen und Verschuldung privater Haushalte, Soziale Schichtung und soziale Leistungen, Soziale Mobilität, Einkommen – Verteilung, Armut und Dynamik, Politische Integration und politisches Engagement, Demokratie und Sozialstaat, Lebensbedingungen und Wohlbefinden in Deutschland.
Der „Datenreport 2004“ ist ein ebenso wichtiges wie aktuelles Handbuch und eine umfassende Quelle für die Bearbeitung gesellschaftspolitischer Themenfelder.
Den „Datenreport 2004“ kann man komplett oder kapitelweise kostenlos im Internet herunterladen: http://www.destatis.de/datenreport/d_datend.htm (pdf-Format).
Hinweis:
Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Datenreport 2004 – Zahlen und Fakten über die Bundesrepublik Deutschland, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2004, Schriftenreihe Band 440, 679 Seiten. 2,00 € + Porto
Leben und Werk Carl Diems: Biographisches Forschungsprojekt läuft an - Ein Beitrag zur Gesellschafts- und Kulturgeschichte Deutschlands
Der Deutsche Sportbund, die Deutsche Sporthochschule Köln, das Nationale Olympische Komitee für Deutschland und die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung haben ein biographisches Forschungsprojekt zu Leben und Werk Carl Diems in Auftrag gegeben, welches zum 1. Januar 2004 beginnt.
Unter Federführung des DSB haben die beteiligten Institutionen eine umfangreiche Projektskizze erarbeitet und einen Beirat berufen, der unter den zahlreichen Bewerbungen den Münsteraner Privatdozenten für Neuere Geschichte, Dr. Frank Becker, als Projektleiter auswählte. Aufgabe des Biographen ist es, ab dem 1. Januar 2004 eine umfassende, wissenschaftlich fundierte und auf Quellen gestützte sowie theoretisch begründete Biographie Diems zu schreiben. Das dreijährige Vorhaben ist forschungspraktisch an der Universität Münster angesiedelt.
Der Präsident des DSB, Manfred von Richthofen, würdigte dieses anspruchsvolle sporthistorische Projekt bei der Verleihung des DSB-Wissenschaftspreises, der Carl-Diem-Plakette, kürzlich in Heidelberg: „Ich persönlich glaube, dass wir uns nicht nur auf eine biographische Aufarbeitung des Diem’schen Lebenswerks und der Sportgeschichte freuen können, sondern wohl auch auf einen Beitrag des Sports zur Gesellschafts- und Kulturgeschichte Deutschlands - die Wissenschaftsgeschichte in der angemessenen Form eingeschlossen.“
Download:
Informationen zu Lebensdaten und Tätigkeiten Carl-Diems
(Quelle: Kurier - Informationen der Deutschen Sporthochschule Köln, April 2002)
Beitrag von Prof. Dr. Michael Krüger (Universität Münster)
Leben und Werk Carl Diems: Ein Forschungsprojekt des deutschen Sports
(Quelle: DSB-Jahresmagazin 2004/05)
Zur Entwicklung der Sportwissenschaft
Für alle Universitäten in den alten und den neuen Bundesländern ist Sport mittlerweile zu einem Teil der modernen Kultur geworden. In diesem Sinne ist Sport auch ein geheimer „Erzieher“ der Gesellschaft. Um eine anspruchsvolle Sportkultur muss man sich jedoch bemühen, um nicht auf das Niveau belangloser Freizeitbeschäftigung abzusinken.
Download:
Beitrag von Prof. Dr. Dr. h.c. em. Ommo Grupe
Sportwissenschaftliches Lexikon
Die neu bearbeitete 7. Auflage repräsentiert im Kern den Stand der terminologischen Entwicklung am Beginn des 21. Jahrhunderts. Veränderungs- und Fortschrittstendenzen in der sportwissenschaftlichen Diskussion machten eine Überarbeitung des dem Buche zu Grunde liegenden facettenstrukturierten Thesaurus notwendig. Um die jeweilig themenbezogenen Sach- und Fachkompetenzen zu gewährleisten, sind über 60 neue Mitarbeiter hinzugekommen. Gegenüber der vorherigen Auflage hat sich der Umfang um etwa 100 Seiten erhöht. Die hier vorliegende terminologische Grundlagenarbeit ist damit ein wichtiges Nachschlagewerk für alle, die sich für sportwissenschaftliche Fachfragen interessieren.
7., völlig neu bearbeitete Auflage 2003
Format DIN A 5, 664 Seiten
ISBN 3-7780-4497-4
Verlag Karl Hofmann, Schorndorf
EUR 42.80












Zum Inhalt





