DOSB-Ethikpreis 2014 geht an Transparency Deutschland

01.08.2014

Transparency International Deutschland e.V. ist diesjähriger Preisträger des DOSB-Ethikpreises. Das gab der DOSB am heutigen Freitag (1. August) in Frankfurt/Main bekannt.

Das Logo von Transparency International Deutschland e.V.

Transparency Deutschland ist die nationale Sektion der weltweit agierenden und regierungsunabhängigen Organisation Transparency International, die sich insbesondere im Bereich der Korruptionsbekämpfung engagiert. Die Grundprinzipien ihrer Arbeit lauten Integrität, Verantwortlichkeit, Transparenz und Partizipation der Zivilgesellschaft.

Die gemeinnützige Organisation messe dem Sport insbesondere aufgrund seiner hohen öffentlichen Aufmerksamkeit eine herausragende Rolle bei der Durchsetzung von demokratischen und transparenten Strukturen zu, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann anlässlich der Bekanntgabe: „Der Sport ist global verankert und hat eine hohe gesellschaftliche wie wirtschaftliche Bedeutung. Damit verbindet sich auch eine besondere Vorbildwirkung, die ein beispielhaftes Verhalten der Verantwortlichen für ethische Grundsätze verlangt, wie es z.B. in der Olympischen Charta niedergelegt ist.“ Seit langem kämpft Transparency Deutschland gegen Korruption im Sport und leistet einen aktiven Beitrag zur Prävention und Aufklärung.

So habe Transparency Deutschland den DOSB bei der Entwicklung eines beispielhaften Ethik-Codes für den deutschen Sport unterstützt, sagt Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper, DOSB-Vizepräsidentin für Bildung und Olympische Erziehung sowie Vorsitzende des Kuratoriums zur Verleihung des Ethikpreises: „Nur auf der Basis von Glaubwürdigkeit und Vertrauen lassen sich die Werte des Sports und damit auch seine erzieherische Funktion dauerhaft sichern.“

Der DOSB-Ethikpreis wird am Abend des 11. September 2014 im Rahmen der DOSB-Konferenz Sportentwicklung im Neuen Stadthaus zu Berlin an Transparency Deutschland überreicht. Laudator ist der renommierte Journalist und Wächter-Preisträger Hans Leyendecker. Eine Medieneinladung zur Preisverleihung erfolgt später.

Der Deutsche Olympische Sportbund zeichnet mit dem DOSB-Ethikpreis alle zwei Jahre eine Persönlichkeit oder eine Gruppe aus, die sich in besonderer Weise um die Förderung der ethischen Werte im Sport verdient gemacht hat. Der DOSB-Ethikpreis wird in Kontinuität zur Ludwig-Wolker-Plakette verliehen, die an einen der bedeutendsten Repräsentanten der kirchlichen Sportbewegung erinnerte. Mitglieder des Kuratoriums zur Verleihung des Ethikpreises sind neben Gudrun Doll-Tepper die mehrfache Paralympics-Siegerin Marianne Buggenhagen, die Frankfurter Privatdozentin Dr. Claudia Pawlenka, der Tübinger Theologe und Sozialethiker Prof. Dr. Dietmar Mieth, der Präsident des katholischen Sportverbandes DJK Volker Monnerjahn, und die frühere Vorsitzende der Deutschen Sportjugend Erika Dienstl.

Erstmals wurde 2010 der Ruder-Olympiasieger von 1960 und Philosoph Prof. Dr. Hans Lenk mit dem DOSB-Ethikpreis geehrt. Ihm folgte im Jahr 2012 der Hannoveraner Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Gunter A. Pilz.

(Quelle: DOSB)

 
 

Sport für Alle Partner

Sport für Alle Partner