Familienerlebnis Ehrenamt im Reitverein

12.12.2011

Mit dem Projekt "Familienerlebnis Ehrenamt im Reitverein" will die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) die Mitgliederentwicklung in ihren Vereinen positiv beeinflussen.

Reiten ist ein Spaß für die ganze Familie. Foto: picture-alliance

Ein Viertel der Reitvereine fürchten laut "Sportentwicklungsbericht Pferdesport 2009" um ihre Existenz aufgrund mangelnder Ressourcen im Ehrenamt. Zuviel ehrenamtliche Arbeit verteile sich auf zu wenig ehrenamtliche Schultern, schreibt die FN auf ihren internetseiten: "Das macht die Übernahme eines Amtes nicht gerade attraktiv. Menschen geben Ehrenämter auf und gleichzeitig finden sich nicht genug Nachfolger und Mitmacher", so die FN. Das schwäche die Vereine, ihre Angebote und damit auch ihre Attraktivität für bestehende und neue Mitglieder.

Das Modellprojekt der FN soll hier Abhilfe schaffen und Lösungen für Vereine entwickeln. Dazu sollen neue Strategien zur Gewinnung von Familien als ehrenamtliche Helfer im Reitverein erprobt, die Vereinbarkeit von Familie und Ehrenamt gefördert und eine Anerkennungskultur entwickelt werden.

Als eines von fünf Projekten ist der Vorschlag der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) für das Projekt „Sport bewegt Familien – Familien bewegen den Sport“ vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) ausgewählt worden.

Die teilnehmenden Reitvereine
Zehn Testvereine aus dem gesamten Bundesgebiet nehmen an dem Projekt teil: RuFV „Gustav Rau“ Westbevern (Westfalen), PSV Löningen Ehren (Weser-Ems), RVV Badenstedt (Hannover), RuFV Allermöhe-Moorfleet-Reitbrook (Hamburg),  PSV Salbitz (Sachsen), RV Brieselang (Berlin-Brandenburg), RV Sprockhövel (Westfalen), RuFV Lobberich 1926 (Rheinland), RV Kurtscheid (Rheinland-Pfalz) sowie der RV St. Hubertus Rendsburg (Schleswig-Holstein).

Ein Bericht des Reit- und Fahrvereins Lobberich 1926 e. V., Rheinland

Der Projektablauf

In einem ersten Schritt werden mit den Testvereinen Maßnahmen zur Förderung des Engagements in drei Kategorien entwickelt: Ansprache von Familien, Gewinnung von engagierten Familienmitgliedern und Entwicklung einer sportspezifischen Anerkennungskultur. Die Umsetzung der Maßnahmen in den Testvereinen wird wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Der Test läuft bis Ende August 2012. Danach werden die Projektergebnisse und die Strategien zur Zielerreichung veröffentlicht.

Weitere Informationen zum Projekt gibt gerne Jörg Stegemann per E-Mail: jstegemann(at)fn-dokr.de

Der Hintergrund
Das Projekt „Sport bewegt Familien – Familien bewegen den Sport“ des DOSB wird vom Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) gefördert und hat die Zielsetzung, Sportverbände und Sportvereine für das Thema „Familie und Sport“ zu sensibilisieren und zu aktivieren. Die ausgewählten Modellprojekte erhalten bei einer Laufzeit von einem Jahr eine Förderung bis zu 30.000 Euro, um neue Konzepte für mehr Familienfreundlichkeit im Sport zu entwickeln. Weitere Maßnahmen des DOSB im Gesamtprojekt sind die Erstellung einer Internetseite und einer Broschüre zu Kriterien von Familienfreundlichkeit im Sportverein sowie Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Ehrenamt.

Das Auswahlgremium bestand aus Mitgliedern des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), des DOSB sowie der wissenschaftlichen Begleitung durch das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS) und der Führungsakademie des DOSB.

Als Kriterien für eine Förderung standen vor allem die Qualität und der Innovationsgehalt der Projektidee, die Partizipation der Zielgruppe, die Chancen der praktischen Umsetzung des Projekts, die Nachhaltigkeit und die Vernetzung mit Partnern aus dem Politikfeld im Vordergrund.

(Quelle: Reiterliche Vereinigung/DOSB)


 
 

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