Wilde Ecken auf Sportanlagen dringend gesucht

29.03.2016

Mehr Vielfalt in Garten, Dorf und Stadt – unter diesem Slogan ruft die Kampagne „Wildes Hessen“ zum Schutz und zur Förderung der biologischen Vielfalt im Land auf.

Auch rund um die Otto-Fleck-Schneise 4 in Frankfurt gibt es „wilde Ecken“. Vor dem Parkhaus des Landessportbundes Hessen findet sich diese „Hecke“, die Igeln eine Heimstatt bietet. Foto: Markus Wimmer

Der Gedanke dahinter: Nur durch breites Engagement auf allen Ebenen der Gesellschaft kann eine lebenswerte Natur geschützt und erhalten werden.

Landessportbund unterstützt Nachhaltigkeit

Der Landessportbund Hessen (lsb h) unterstützt die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Hessen und ruft seine Mitgliedsvereine zum Schutz und zur Förderung der biologischen Vielfalt in Hessen auf. Denn hessische Sportler und Sportlerinnen nutzen nicht nur Laufbahnen und genormte Spielfelder für ihren Sport, viele Sportarten finden in der Natur statt. Folgerichtig ist eine intakte Natur grundlegender Bestandteil des Sporterlebnisses. „Leider hat der Verlust der biologischen Vielfalt zu einer Anzahl von negativen Auswirkungen geführt. Daher ist es für uns ein Anliegen, in den Bereichen, die wir beeinflussen können, unsere Möglichkeiten auszuschöpfen und unseren sportlichen Beitrag zu leisten, um den bedrohlichen Rückgang der Artenvielfalt in Luft, Boden und Wasser aufzuhalten“, begründet Rolf Hocke, Vizepräsident Vereinsmanagement, das Engagement des lsb h.

Homepage als Dreh- und Angelpunkt

Dreh- und Angelpunkt der Kampagne ist die Homepage Opens external link in new windowwww.wildes-hessen.de. Dort finden Interessierte alle Informationen zum Thema. Das Besondere an der Internetseite: Sie ist interaktiv und die Besucher sind aufgefordert, ihre ganz persönlichen „wilden Ecken“ zu fotografieren und die Bilder auf die Seite zu stellen. Hessens „wilde Ecken“ sind dann dort über eine interaktive Karte abrufbar. Neben der Gesamtkampagne Gesamtkampagne finden Besucher der Webseite auch sogenannte „Einzelmissionen“.

Hierzu zählt der Wettbewerb „Auf die Plätze – fertig – los“ des Landessportbundes. Dort sind Sportvereine aufgefordert, ihre „wilden Ecken“ zu dokumentieren und vorzustellen. Das können bereits vorhandene Grünflächen sein, oder auch Flächen, die neu angelegt sind. „Wenn keine Grünflächen vorhanden sind, sollten die Vereine dies als Chance sehen, um ‚wilde Ecken‘ und somit Naturraum zu schaffen. Jeder noch so kleine Beitrag ist der erste Schritt hin zu einer intakteren Umwelt. Machen Sie mit und registrieren Sie die ‚Wilde Ecke‘ Ihrer Sportanlage“, appelliert Rolf Hocke an die Vereine.

Nachhaltige Preise für beispielhafte „wilde Ecken“

Die Aktion ist bis zum 30. Juni befristet und wird vom Landessportbund belohnt. Unter den teilnehmenden Vereinen verlost der lsb h drei dekorativ gestaltete Schilder aus nachhaltigem hessischen Holz. Gestaltet wurden diese durch den Künstler Eberhard Stroot. Die Bilder des Olympiateilnehmers von 1976 dürften allen bekannt sein, die schon einmal in der Sportschule des Landessportbundes waren. Die Preisverleihung ist für den 22. September, den 4. Hessischen Tag der Nachhaltigkeit geplant.

Dann verlost auch das Hessische Umweltministerium in allen Teilnehmerkategorien attraktive Preise. Hierfür ist der Einsendeschluss der 4. September, bis dahin müssen die „wilden Ecken“ der Teilnehmer auf der Homepage eingestellt sein. Für Rolf Hocke gilt bis dahin: „Machen Sie mit Ihrem Verein mit und erfüllen Sie das Motto ‚mit sportlicher Energie zum Schutz des biologischen Reichtums‘ mit Leben.“

(Quelle: LSB Hessen)

 
 

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