Sportstätten und Umwelt

    Sport braucht eine intakte Umwelt

    Unsere Gesellschaft beansprucht heute die Lebensgrundlagen Natur und Umwelt übermäßig. Auch Sportaktivitäten und die Sportinfrastruktur tragen dazu bei. Die Belastungen von Luft, Wasser und Landschaft beeinträchtigen jedoch auch den gesundheitlichen Wert und die Attraktivität des Sports. Schon daher hat der Sport ein ureigenes Interesse, zur allgemeinen Umweltvorsorge beizutragen.

    Sport übernimmt Verantwortung

    Der Deutsche Olympische Sportbund und seine Mitgliedsorganisationen wollen den Sport in Verantwortung für die Zukunft entwickeln. Das Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung bedeutet, einerseits den ethischen Verpflichtungen für die Zukunft unserer Ökosysteme und die Lebensqualität kommender Generationen nachzukommen und andererseits nicht auf kurzfristigen Vorteil hin, sondern langfristig vernünftig zu handeln. Diese Grundsätze sind in der Satzung und den Umweltpolitischen Grundsätzen des DOSB festgeschrieben. Der glaubwürdige Umgang der Sportorganisationen ist die Voraussetzung dafür, dass die Vertreter des Sports als verantwortungsbewusst abwägende und kooperationsbereite Partner auf der Suche nach tragfähigen Lösungen wahrgenommen werden.

    Es gibt viele Möglichkeiten, etwas zu tun

    Der Deutsche Olympische Sportbund setzt sich für die Umweltverträglichkeit von Standort, Bau, Betrieb und Unterhaltung von Sportanlagen ein. Besondere Bedeutung hat dabei die rationelle Verwendung von Energie, Fläche, Trinkwasser und anderen Ressourcen. Der Ausbau bestehender Anlagen und die Umwidmung nicht mehr genutzter Gebäude und Flächen sollen Vorrang vor Neubau haben. Art und Ausmaß sportlicher Aktivitäten in Natur und Landschaft sollen sich an der Tragfähigkeit der Naturräume orientieren. Der Deutsche Olympische Sportbund tritt für einen Sport der kurzen Wege ein und bevorzugt siedlungsnahe, leicht und gefahrlos zugängliche Standorte. Vereine mit eigenen Sportanlagen haben eine besondere Verantwortung. Sie können eine Vorbildfunktion erfüllen und mit beispielhaften Lösungen ihre Mitglieder ermutigen, entsprechende Maßnahmen auch in ihrem privaten Bereich zu realisieren. Umweltgerechtes Handeln ist häufig auch ökonomisch vorteilhaft; dies erleichtert die Umsetzung entsprechender Projekte.

    Umweltbildung gehört dazu

    Umweltbildung ist unverzichtbare Voraussetzung für viele sportliche Aktivitäten, insbesondere in Natur und Landschaft. Viele Sportorganisationen haben daher Umweltthemen in ihre Ausbildungsprogramme integriert. Der Deutsche Olympische Sportbund empfiehlt allen Sportverbänden aber auch Sportvereinen, die Position von Umweltbeauftragten einzurichten, um die notwendigen Maßnahmen kompetent umzusetzen und als Ansprechpartner, z. B. für Politik, Behörden oder Umweltschutzverbände zur Verfügung zu stehen.

    Ansprechpartner:

    Andreas Klages
    Tel: 069/67 00-351
    Fax: 069/67 00-1-351
    klages(at)dosb.de

    Inge Egli
    Tel.: 069/67 00-278
    Fax: 069/67 00-1-278
    egli(at)dosb.de

    Bianca Quardokus
    Projekt "Klimaschutz im Sport"
    Tel: 069/67 00-283
    Fax: 069/67 00-1-283
    quardokus(at)dosb.de