Bund unterstützt auch weiterhin die Vergabe von Sportgroßveranstaltungen
Das Einwerben von Sportgroßveranstaltungen nach Deutschland ist weiterhin ein wichtiges Ziel der Bundesregierung, so das Bundesinnenministerium auf eine Große Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion.

Auch in Zukunft sollen Sportgroßveranstaltungen wie die Turn-WM in Stuttgart von der Bundesregeriung unterstützt werden. Copyright: picture-alliance
Das BMI erklärt im Auftrage der Bundesregierung programmatisch: „Auch in der Zukunft wird die Bundesregierung Länder und Kommunen bei der Bewerbung um und Ausrichtung von sportlichen Großereignissen unterstützen.“
Weiter schreibt das BMI, nach der aktuellen Sportstättenstatistik der Länder, die aus dem Jahr 2002 datiert, gebe es bundesweit etwa 127.000 Sportanlagen. „Davon werden ca. 50.700 Anlagen (knapp 40 Prozent) als sanierungsbedürftig eingestuft.“ Über den Finanzierungsbedarf gebe es „keine belastbaren Unterlagen“. Allerdings werde das Sonderförderprogramm „Goldener Plan Ost“ für den Sportstättenbau in den neuen Ländern fortgeführt, wobei seit 2006 der Bundesanteil auf jährlich zwei Millionen Euro heruntergefahren wurde. Die Fortführung des „GPO“ sehe der Koalitionsvertrag vom 11. November 2005 vor. Und weiter schreibt das BMI in der Antwort: „Andere Maßnahmen zur Instandsetzung von Sportstätten des Breitensports mit Beteiligung des Bundes sind auch unter verfassungsrechtlichen Aspekten nicht vorgesehen.“ Der vom organisierten Sport geforderte „Goldene Plan 3“ (Sanierungshilfeprogramm bundesweit, etwa mit dem Aktionsprogramm Soziale Stadt) ist damit aus der Sicht des Ressorts nicht umsetzbar.
An anderer Stelle heißt es: „Die Folgen des demografischen Wandels werden sich auch auf den Bedarf an Sportstätten stärker als bisher auswirken. Dies gilt für neu zu errichtende Sportstätten sowie für Modernisierungen und Sanierungen. Durch qualitative Verbesserungen, räumliche Umgestaltungen, Orientierung an Zielgruppen und stärkere multifunktionale Nutzungsmöglichkeiten sind Bedarf und Bestand an Sportstätten in Einklang zu bringen.“ Betroffen seien vornehmlich Anlagen des Schul- und Breitensports. Hingegen seien im Bereich des Spitzensports „in absehbarer Zeit keine Maßnahmen geboten sind“ - so die regierungsamtliche Einschätzung.
„In den Regionen, in denen die Vereine und Verbände mit rückläufigen Zahlen arbeiten müssen, wird sich die Finanzierung des Sports erschweren. Die Zahl der ehrenamtlich Tätigen wird sich in den nächsten Jahren nicht automatisch erhöhen. Es gilt insbesondere, die 25- bis 50-Jährigen für ehrenamtliche Tätigkeiten zu rekrutieren. Darüber hinaus liegen bei den über 60- und 65-Jährigen Potenziale, ehrenamtliche Mitglieder verstärkt zu generieren.“









