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DOSB-Gründung mit Feierstunde in der Paulskirche besiegelt

20.05.2006

Mit einem feierlichen Gründungsakt in der Frankfurter Paulskirche wurde am 20. Mai 2006 der Deutsche Olympische Sportbund aus der Taufe gehoben.

Die Paulskirche in Frankfurt, Stätte der feierlichen Gründung des DOSB

Dr. Thomas Bach, erster DOSB-Präsident, unterzeichnet die Gründungsurkunde

Der Zusammenschluss des Deutschen Sportbundes und des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) für Deutschland zu einer neuen Dachorganisation wurde im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und IOC-Präsident Jacques Rogge auch förmlich besiegelt.

 

„Dieser Zusammenschluss ist nicht nur aus sportpolitischer Sicht historisch“, meinte die Kanzlerin in ihrer Ansprache vor den rund 400 Delegierten des Sports an dem Ort, an dem 1848 die Demokratie in Deutschland ihren Ursprung gefunden hatte. Angela Merkel legt ein klares Bekenntnis zum Wert des Sports in der deutschen Gesellschaft ab. „Alleine die Zahlen von Mitgliedern und Vereinen zeigen, welche Bedeutung der Sport in unserer Gesellschaft hat.“ Vor allem die Bedeutung des Breitensports könne gar nicht überschätzt werden.

 

Auch der Belgier Rogge sieht in der Fusion der beiden Verbände viele Chancen. „Die Vereinigung ist ein Ereignis mit viel Emotionen und Aussichten. Die Organisation wird viel größer und stärker“, sagte der oberster Mann der olympischen Bewegung. „Er kann nun mit einer Stimme gegenüber der Wirtschaft, der Politik und den Medien sprechen.“ Er wünschte seinem Mitstreiter im IOC, Dr. Thomas Bach, alles Gute bei der Führung des neuen DOSB.

 

Bach kündigte in seiner ersten programmatischen Rede viele Veränderungen an, aber es solle auch an Bewährtem fest gehalten werden. Zudem bekräftige der Jurist nochmals seine Absicht, dass das Hauptamt in Zukunft mehr Verantwortung tragen soll, während das Präsidium mehr für die übergreifenden Strategien zuständig sein wird.

 

Zudem benannte Bach schon erste Entwicklungen, woran sich sein Präsidium orientieren wolle. „Die wichtigsten sind die demographische Entwicklung einerseits und Chancengleichheit und Integration anderseits. Beide berühren den Sport unmittelbar.“ Gerade bei der Integration habe der Sport Kräfte und Erfolge, die andere gesellschaftlichen Bereiche übertreffen würden. Bei der Integration wolle der Sport schon bald neue Modelle vorstellen.

 

Auch für den Spitzensport will Dr. Bach mit seinen Mitstreitern schon bald innovative Konzepte vorstellen. Als erste Voraussetzung legte das IOC-Mitglied ein klares Bekenntnis für den Kampf gegen das Doping an. „Nur ein dopingfreier Sport ist ein überlebensfähiger Sport“, sagte Bach in seiner Ansprache. Hierbei gelte Null-Toleranz.

 

 

 
 

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