Hamburg 2024: Startschuss für ein einmaliges Konzept

06.07.2015

Der DOSB, das BMI und die Hansestadt Hamburg haben am Montag (6. Juli) die heiße Phase der Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 in Hamburg eingeläutet.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière, Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz und DOSB-Präsident Alfons Hörmann (v.l.) traten nach der Gesellschafterversammlung vor die Presse. Foto: picture-alliance

Mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière, Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz und DOSB-Präsident Alfons Hörmann kamen die Gesellschafter der Olympia-Bewerbungsgesellschaft zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen und gaben damit offiziell den Startschuss im Rennen um die Sommerspiele 2024.

"Wir wollen, dass es diesmal klappt", sagte de Maizière: "Die Bewerbung ist transparent, nachhaltig und ein Abschied vom Gigantismus." Der Bund beteiligt sich erstmals an einer Olympia-Bewerbungsgesellschaft. "Das ist ein starkes Zeichen", sagte der CDU-Politiker, der aber auch warnte: "Ein guter Start ist noch kein guter Zieleinlauf."

DOSB-Chef Hörmann, der am Montag einstimmig zum Vorsitzenden der Gesellschaft gewählt wurde, bezeichnete die Olympia-Bewerbung als "wichtigstes Projekt des deutschen Sports seit der Wiedervereinigung. Wir sind davon überzeugt, dass dieses Konzept gute Siegchancen hat, und werden ab dem heutigen Tag mit noch mehr Rückenwind daran arbeiten".

Hamburgs Bürgermeister Scholz bewertete die Zusammenkunft unweit des möglichen Olympia-Geländes am Kleinen Grasbrook als positiv. "Wir haben ein Konzept, das die Welt begeistern kann. Wir sind voller Optimismus zusammengekommen und werden daran arbeiten, dass die Bewerbung erfolgreich wird", sagte der SPD-Politiker. Es sei etwas "Besonderes, dass hier mitten in der Stadt Olympische Spiele durchgeführt werden können. Ich glaube, das wird man an keiner anderen Stelle der Welt so ähnlich finden".

Neben der Hansestadt (26 Prozent) sind an der Bewerbungsgesellschaft der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB/51 Prozent), die Bundesrepublik Deutschland (18 Prozent), das Land Schleswig-Holstein sowie die Stadt Kiel (jeweils 2 Prozent) und die Handelskammer Hamburg (1 Prozent) beteiligt. Erste Hürde der Hamburger Bewerbung ist am 29. November das Referendum, bei dem die Bürger der Stadt über eine offizielle Kandidatur abstimmen.

Neben Hamburg haben Boston, Paris, Budapest und Rom eine Kandidatur angekündigt. Die offiziellen Bewerbungsunterlagen und Garantieerklärungen müssen bis zum 8. Januar 2016 beim IOC eingereicht werden, die Entscheidung fällt im September 2017 in Lima (Peru).

(Quelle: Sport-Informations-Dienst)


 
 

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