Sturzprävention bleibt wichtiges Thema für Sportverbände

03.12.2015

Ende November fand im Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart die 2. Sturzpräventionstagung der Bundesinitiative Sturzprävention (BIS) statt, an der auch der DOSB teilnahm.

Prof. Dr. Clemens Becker und Ute Blessing-Kapelke führten durch die Veranstaltung. Foto: DOSB

Die Initiative, der alle führenden Wissenschaftler/innen, die wichtigsten Anbieter, darunter der DOSB,  verschiedene Landessportbünde und der Deutsche Turner-Bund, sowie  Kostenträger für die Sturzprävention angehören, hatte zahlreiche hochkarätige Referenten aus Wissenschaft und Praxis geladen, die über die aktuellen Erkenntnisse und Schwerpunkte berichteten. Ziel  der Tagung  war es, den über 200 Teilnehmenden einen Überblick über die neuesten Entwicklungen im Themenfeld zu geben und Auswirkungen auf die Praxis zu diskutieren. Durch die Veranstaltung führten Prof. Dr. Clemens Becker als Gastgeber und Vorsitzender der BIS zusammen mit Ute Blessing-Kapelke vom DOSB.

Am ersten Konferenztag wurden aktuelle Studienergebnisse zu Risikofaktoren, Risikogruppen sowie Konsequenzen von Stürzen und Frakturen sowie deren Prävention vorgestellt. Demnach stürzen 30 Prozent der über 65-jährigen Bürgerinnen und Bürger mindestens einmal im Jahr. Dieses Ereignis hat meist weitreichende Folgen für die Älteren und beinhaltet oftmals auch eine Einschränkung der Lebensqualität, z.B. durch große Angst, erneut zu stürzen.

Der zweite Kongresstag beschäftigte sich dann mit Programmen und Projekten aus der Praxis. Dabei wurden unter anderem Fragen zur Neuausrichtung durch das Präventionsgesetz und den neuen Leitfaden Prävention der gesetzlichen Krankenkassen beantwortet, Tipps zur Teilnehmergewinnung gegeben und  das Thema Sturzprävention im Arbeitsalltag angesprochen. In zwei Workshop-Phasen konnten sich die Teilnehmenden über aktuelle Trainingsprogramme wie Otago, die Ronnie Gardinier Methode oder das LIFE Programm informieren und austauschen. Diese Trainingsprogramme stellen Möglichkeiten dar, neue Methoden und Übungen in den Arbeitsalltag einzubauen.

Die große Resonanz sowie die durchweg positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden sprechen dafür, dass das Thema Sturzprävention auch weiterhin eine wichtige Rolle in der Forschung sowie bei Ärzten, Therapeuten und Verbänden spielen wird.

(Quelle: DOSB)


 
 

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