Projektideen für „Attraktives Ehrenamt im Sport“ ausgewählt

23.10.2013

Acht Tandems aus Sportvereinen und Kreis-/Stadtsportbünden sowie Seniorenbüros und Freiwilligenagenturen nehmen im Themenbereich „Ehrenamt im Sport“ ihre Projektarbeit auf.

Acht Tandems starten mit der Projektarbeit zum Thema "Ehrenamt im Sport". Foto: LSB NRW

Wie gewinnt man mehr Menschen für Vorstandsämter in Sportvereinen? Mit diesem Thema werden sich für die nächsten zwei Jahre Tandemprojekte, bestehend aus Sportvereinen/Sportbünden und Freiwilligenagenturen/Seniorenbüros, beschäftigen. Zur Förderung des Ehrenamtes erhalten acht Projekte aus sechs Bundesländern von DOSB, BMFSFJ, Robert Bosch Stiftung, Generali Zukunftsfonds und LSB NRW in den nächsten 27 Monaten jeweils 18.500 Euro. Mit diesen Mitteln sollen innovative Ideen zur Gestaltung ehrenamtlicher Arbeit auf Vorstands- und Leitungsebene entwickelt werden. Die Auswahl der Projekte traf eine Jury, der Vertreter/innen von Deutschem Olympischen Sportbund (DOSB), dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), der Robert Bosch Stiftung, dem Generali-Zukunftsfonds sowie der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenbüros (BaS), der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligen-Agenturen (bagfa) und dem LSB Nordrhein-Westfalen angehörten. Insgesamt waren 24 Bewerbungen eingegangen.

Die acht geförderten Projekte kommen aus Mülheim an der Ruhr (NRW), Chemnitz (Sachsen), dem Nürnberger Land (Bayern), aus Nassau, Taunusstein und Gießen (jeweils Hessen), aus Bentheim (Niedersachsen) sowie aus Bremen. Es sind:

  • Das Centrum für Bürgerschaftliches Engagement und der Stadtsportbund Mülheim an der Ruhr unter dem Titel „Zukunft gestalten – Ehrenamt im Sport stärken“
  • Das Freiwilligenzentrum Chemnitz und der Stadtsportbund Chemnitz mit „Staffelstab – Training für den Vorstandsnachwuchs“
  • Das WinWin Freiwilligenzentrum Nürnberger Land und ein Zusammenschluss der beiden Vereine TSV Röthenbach und DAV Hersbruck mit dem Projekt „Train-The-Vorstand“
  • Das Freiwilligenzentrum Mittelhessen und der TuSpo Nassau Beilstein unter dem Motto „Wir machen mit!“
  • Die Freiwilligenagentur Grafschaft Bentheim mit dem Kreissportbund Grafschaft Bentheim im Projekt „Ehrenamtscoach im Landkreis Grafschaft Bentheim“
  • Die Freiwilligenagentur Bremen und der Landessportbund Bremen mit dem Projekt „Attraktives Ehrenamt im Bremer Sport“
  • Die Leitstelle Älterwerden der Stadt Taunusstein und der TSV Taunusstein-Bleidenstadt unter dem Projekttitel „TSV – Mein Verein! Menschen engagieren sich für Menschen“
  • Das Freiwilligenzentrum Gießen mit dem Turngau Mittelhessen im Projekt „KURT“

Der Landessportbund Nordrhein-Westfalen fördert im Rahmen eines „Satellitenprojekts“ zusätzlich folgende drei Projekte in NRW, die über das Handlungsprogramm Ehrenamt im Sport komplett vom LSB NRW mit Unterstützung des zuständigen Sportministeriums finanziert werden:

  • Das Seniorenbüro Ahlen gemeinsam mit dem Kreissportbund Warendorf im Projekt „In der Mitte des Lebens vor Ort: Netzwerke im Sport stärken“
  • Die Ehrenamtsagentur Gelsenkirchen und der Stadtsportbund Gelsenkirchen (Gelsensport) mit dem Projekt „Ehrenamt verbindet – Sportvereine und Unternehmen“
  • Die Freiwilligenbörse Rhein-Berg und der Kreissportbund Rheinisch-Bergischer Kreis unter dem Motto „Fordern-Fördern-Stärken-Organisieren im Vereinssport“

Seit dem 1. Juli 2013 waren Sportvereine und Kreis-/Stadtsportbünde sowie Seniorenbüros und Freiwilligenagenturen aufgerufen, sich gemeinsam als so genannte Tandems beim DOSB um ein Förderprojekt im Themenbereich „Ehrenamt im Sport“ zu bewerben. Besonderer Fokus der Projekte sollte die Arbeit auf Vorstandsebene und die Ansprache der Zielgruppe „45+“ sein. So wird in den Projekten durch den Einsatz innovativer Methoden und Instrumente versucht, Ehrenämter attraktiver zu gestalteten und Freiwillige für die Übernahme von Vorstands- und Leitungsfunktionen zu gewinnen. In den Projekten sollen Werkzeuge eingesetzt werden, die auch anderen Sportvereinen bei der Gewinnung von Ehrenamtlichen aus der Altersgruppe „45+“ helfen können.

Die Auswahl der Projekte verfolgt das Ziel, eine möglichst breite regionale Verteilung und eine vielfältige Abdeckung der Sportstrukturen zu erreichen. So ergibt sich ein guter Mix aus größeren und kleineren, städtischen und ländlichen Regionen sowie eine bundesweite Verteilung der Projektstandorte. Dass nur ein Projekt aus den neuen Bundesländern ausgewählt wurde, ist der deutlichen Überzahl an Bewerbungen aus den alten Bundesländern geschuldet und z.T. der Tatsache, dass sich in den östlichen Bundesländern keine weiteren „Tandems“ zusammenfanden. Insgesamt gibt es jedoch mit der Einbindung von fünf Bundesländern eine gute Nord-Süd-Verteilung.

Vielfältige Projektideen überzeugen

Die verschiedenen Projektkonzepte bilden ein breites Spektrum an Ideen ab und wollen unterschiedliche Maßnahmen und Instrumente einsetzen und weiterentwickeln. Neben Qualifizierungs- und Beratungsansätzen auf Personal- und Organisationsebene kommen immer wieder innovative Ansätze zum Tragen. Beispielhaft genannt seien hier der Einsatz von Zukunftswerkstätten, Patenschafts- und Mentoringmodellen, Qualitätszirkeln oder Wissensmanagementsystemen.

Eine detaillierte Beschreibung aller elf Tandemprojekte wird Anfang November auf der Projektseite von www.ehrenamt-im-sport.de veröffentlicht. Es ist vorgesehen, die Projekte fortlaufend zu dokumentieren und Ergebnisse zu präsentieren.

Gewinnung weiterer Projektpartner im Fokus

Das Thema Vernetzung und Kooperation ist im Gesamtprojekt genauso essentiell wie in den Tandems selbst. Eine strategische und langfristige Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure ist Grundpfeiler des Projektdesigns und wird daher konsequent umgesetzt. Ziel des DOSB ist es, neben dem LSB NRW weitere Mitgliedsorganisationen als Partner zu gewinnen, die die Tandems begleiten und in die Weiterentwicklung des Gesamtprojektes eingebunden werden.

Hintergrund

Mit dem Projekt „Attraktives Ehrenamt im Sport“ sollen nachhaltige Strukturen zur Gewinnung von Freiwilligen für Leitungs- und Vorstandsfunktionen in Sportvereinen aufgebaut werden. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Robert Bosch Stiftung und dem Generali Zukunftsfonds.

(Quelle: DOSB)

 
 

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