Von nationalem Interesse

27.05.2015

Mit der Zusage des Bundes, die Spiele in Hamburg finanziell zu unterstützen, zeige sich, dass Olympia in Deutschand von nationalem Interesse ist, so Autor Jörg Stratmann.

Hamburgs erster Bürgermeister Olaf Scholz, DOSB-Präsident Alfons Hörmann und der Hamburger Innen- und Sportsenator Michael Neumann bei der außerdordentlichen Mitgliederversammlung in Frankfurt. Foto: DOSB/Jan Haas

Es ist eine über den Sport hinausweisende Idee, und sie findet bei uns nach wie vor Sympathie. Die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger befürwortet den Gedanken, dass Deutschland Gastgeber Olympischer und Paralympischer Spiele wird.

Das spiegelt auch die Stimmung in der Freien und Hansestadt Hamburg wieder, mit der sich der deutsche Sport um die Spiele 2024 bewirbt. Und da ist es das richtige Signal zur guten Zeit, dass der Bund großzügige finanzielle Hilfe für das Projekt zugesagt hat.

Das vermittelt eine völlig andere Stimmung als noch in der jüngeren Vergangenheit. Als es nämlich nicht gelang, diese große Idee auch jenen zu vermitteln, vor deren Haustür Spiele stattfinden sollten.

Das dürfe keine Hypothek für die Zukunft sein, hatte DOSB-Präsident Alfons Hörmann vor gut zwei Monaten in der Frankfurter Paulskirche gesagt. Damals forderte er dazu auf, sich davon freizumachen und „das Ganze als nationales Projekt“ anzugehen. Das ist es nun. Oder wie es der DOSB-Vorstandsvorsitzende Michael Vesper ausdrückte: Hamburg trägt die Fahne für Deutschland und kann mit der Unterstützung aus dem ganzen Land rechnen.

Der Sport hat sie verbandsübergreifend zugesagt und leistet sie bereits. Hamburgs Wirtschaft hat ebenfalls erhebliche Förderung angekündigt. Aber nun beweisen Bundesregierung und mit parteiübergreifenden Konsens auch die Bundestagsfraktionen von CDU/CSU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen ganz handfest, dass es sich hierbei um ein Projekt von nationalem Interesse handelt. „Das muss man dokumentieren und deutlich machen“, sagte der Hamburger Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs, der sich zugleich norddeutsch deutlich „ein bisschen mehr Optimismus und weniger kleingeistiges Genöle“ wünschte.

Der Sport ist sich der Verantwortung, die damit verbunden ist, bewusst. Aber nicht nur Sportdeutschland – wir alle müssen „Feuer und Flamme“ für diese Idee sein.

Der Weg ist bereitet. Wenn es noch eines Zeichens dafür bedurft hätte, so hat es der Bund jetzt gesetzt.

In jeder Ausgabe der DOSB-Presse, die wöchentlich erscheint, gibt es einen Kommentar zu aktuellen Themen des Sports, den wir hier als DOSB-Blog veröffentlichen. Diese mit Namen gezeichneten Beiträge geben nicht unbedingt die offizielle DOSB-Meinung wieder.


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