Sportabzeichen-Tour: Tolle Leistungen in Olpe

20.05.2011

Der Behindertensport stand im Vordergrund auf der 3. Station der diesjährigen Deutschlandtour des Deutschen Sportabzeichens in der sauerländischen Kreisstadt Olpe.

Daniel bei seinem erfolgreichen Sprint über 50 Meter. Foto: LSBNRW

Walter Schneeloch gibt das Startzeichen für einen Sprint, in dem sich u.a. Frank Busemann (li.) und das DOSB-Maskottchen Trimmy messen wollten. Foto: LSBNRW

Daniel – 12 Jahre – strahlte übers ganze Gesicht. Stolz hielt er seine Urkunde hoch. Drei von fünf Disziplinen zur Erlangung des Deutschen Sportabzeichens hatte er erfolgreich absolviert. In seinem Rollstuhl hatte er 50 Meter in der verlangten Zeit gesprintet und mit der Keule das vorgegebene Ziel getroffen; im Keulenweitwurf war er sogar über die geforderte Mindestweite hinausgekommen.

"Das Deutsche Sportabzeichen ist gelebte Integration", sagt Walter Schneeloch, Vizepräsident Sportentwicklung im DOSB. „Seit 1952 wird das Deutsche Sportabzeichen auch für behinderte Sportlerinnen und Sportler ausgeschrieben. Sportabzeichen ist Sportabzeichen, ob für Behinderte oder Nicht-Behinderte – da gibt es in der Wertigkeit des Sportordens keinen Unterschied.“

Natürlich konnte der jugendliche Rollstuhlfahrer Daniel Übungen absolvieren, die seinem Behinderungsgrad gerecht wurden. Wolfgang Tenhagen, Beauftragter für das Deutsche Sportabzeichen im Deutschen Behinderten-Sportverband: „Für die Behindertensportler gibt es einen speziellen Sportabzeichen-Katalog mit Sportarten und Disziplinen, die der jeweiligen Behinderungsklasse angepasst sind.  Allerdings müssen alle Sportlerinnen oder Sportler den Schwimmnachweis erbringen. Wer sich im Detail informieren will, sollte seinen jeweiligen Landes-Behindertensportverband kontaktieren. Dort erfährt ein Interessent alles über die für ihn geeigneten Sportarten und Disziplinen sowie über die Prüfungsorte und –termine.“

In Olpe absolvierten knapp 60 behinderte Sportlerinnen und Sportler ihre Sportabzeichenprüfung. „Der Sportorden ist begehrt“, stellte Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behinderten-Sportverbandes fest. Während die Zahl der Sportabzeichen-Erwerber unter den Nicht-Behinderten im Jahre 2010 um rund zehn Prozent abnahm, können die Behinderten-Sportverbände – dazu gehören auch die Special Olympics – von Jahr zu Jahr deutliche Absolventenzuwächse nachweisen. 

Ein Riesensportfest zum 700. Geburtstag von Olpe

 
 

Sport für Alle Partner

Sport für Alle Partner