EU unterstützt Umsetzung von Good Governance

08.12.2014

"Mit großer Freude" hat das EOC EU-Büro in Brüssel die Entscheidung der EU-Kommission zur Kenntnis genommen, das Projekt zur Umsetzung von Good Goovernance im Sport zu fördern.

Sylvia Schenk, Leiterin der Arbeitsgruppe Sport bei Transparency International Deutschland, bei ihrem Vortrag zum Thema Good Governance auf der Mitgliederversammlung des DOSB in Dresden. Foto: picture-alliance/Ronald Bonss

Das Büro, das auch den deutschen Sport bei der EU vertritt, hat das Projekt "SIGGS" (Supporting the Implementation of Good Governance in Sport) im Rahmen von Erasmus+, dem EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport beantragt. "SIGGS" hat zum Ziel, in acht Nationalen Olympischen Komitees (NOK) konkrete Verbesserungen im Bereich des Good  Governance umzusetzen. Das Projekt wird mit rund 250.000 Euro gefördert. Neben dem DOSB ist auch die Führungsakademie des deutschen Sports  als Projektpartner eingebunden.

Folker Hellmund, Leiter des EOC EU- Büros sagte: "Die EU Kommission hat sowohl unser hervorragendes Netzwerk als auch  auf praktische Umsetzung beruhende  Konzept hoch bewertet. Wir freuen uns auf den Start im Januar 2015". Das auf zwei Jahre ausgerichtete Projekt wird auch vom IOC unterstützt.

"Werte des Sports verwirklichen sich nicht von alleine, sondern wir müssen jeden Tag darum kämpfen", daran erinnerte Sylvia Schenk, Leiterin der Arbeitsgruppe Sport bei Transparency International Deutschland, am Samstag bei ihrem Vortrag zum Thema Good Governance auf der Mitgliederversammlung des DOSB in Dresden. Es gehe dabei nicht nur um FairPlay auf dem Platz, sondern um Fair Play in den Führungspostionen, sagte sie.

Zuvor hatte die Mitgliederversammlung in Dresden den Bericht des Corporate-Governvance-Beauftragten Jürgen R. Thumann zustimmend zur Kenntnis genommen. Der bescheinigt dem DOSB, das Berichtsjahr genutzt zu haben, "um die entsprechenden Regelwerke weiterzuentwickeln". Erfreulicherweise sei zu beobachten, dass das Thema "Gute Verbandsführung" auch im organisierten Sport an Bedeutung gewinne. Nachdem die Mitgliederversammlung im vorigen Jahr den "Ethik-Code" verabschiedet habe, erarbeite derzeit eine Arbeitsgruppe weitere Richtlinien und Materialien.

Im Zusammenhang mit einer deutschen Olympiabewerbung ergänzte Sylvia Schenk, ebenfalls Mitglied dieser Arbeitsgruppe, dass Good Governance eine große Chance für Olympia sei - aber Olympia könne auch eine Chance für Good Governance sein.

"Packen Sie es an", rief sie den Delegierten zu und lobte auch den Reformprozess, den Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), mit seiner Olympischen Agenda 2020 eingeleitet habe. "Ich hätte mir vor einem Jahr nicht vorstellen können, dass Thomas Bach jetzt so ein Papier des IOC vorstellt", sagte sie.

(Quelle: DOSB/EOC EU-Büro)

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