Langfristiger Strukturaufbau mit ausgewählten Partnern
Die Sportförderung in Entwicklungsländern stellt eine zentrale Aufgabe in der internationalen Arbeit des deutschen Sports dar. Seit 1961 konnten über 1400 Entwicklungsmaßnahmen in der Dritten Welt, in China und Osteuropa durchgeführt werden.
Neben 20 Kurzzeitprojekten, die im Jahr 2011 in 16 Ländern durchgeführt wurden, laufen derzeit 9 Langzeitprojekte in Honduras, Mali, Mosambik, Namibia (2 Projekte), Paraguay, Simbabwe, Südafrika und Uganda mit einer Dauer von zwei bis vier Jahren.
An dieser Stelle finden Sie aktuelle Informationen zu den gegenwärtigen Projekten.
Fußball-Langzeitexperte des DOSB in Honduras

Der Düsseldorfer Universitätsdozent und Fußballlehrer Christoph Rocholl ist im Mai 2010 in ein Langzeitprojekt nach Honduras gestartet. Herr Rocholl hat sich in dem zentralamerikanischen Land besonders die Trainerausbildung und Nachwuchsförderung vorgenommen, die durch das Projekt verbessert werden sollen. Trotz der erfreulichen Teilnahme von Honduras an der Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika (der ersten Teilnahme seit 1982) gibt es vielfältige Aufgaben, in denen der Partnerverband FENAFUTH auf Herrn Rocholls Unterstützung setzt – besonders in dem Vorhaben, die regionalen Strukturen des Verbandes zu verbessern und ein flächendeckendes, funktionierendes System zu etablieren. Mittelfristig sind Maßnahmen in der Sportlehrerfortbildung (in Zusammenarbeit mit den beiden großen Universitäten des Landes) und zur Bekämpfung von Drogenhandel und Kriminalität geplant, die ein gravierendes Problem in Honduras darstellen.
Fußball-Langzeitprojekt in Mali

Ein weiteres Fußballlangzeitprojekt läuft seit Anfang April 2009 in Mali. Dieses Projekt wird von Sportexperte Joachim Fickert geleitet, der bereits im Jahr 2007 für zehn Monate vor Ort war, um das Langzeitprojekt vorzubereiten.
Die Maßnahme findet in enger Zusammenarbeit mit dem NOK Mali sowie dem malischen Fußballverband statt. Ziel des Projektes ist es u.a. den Fußballsport auf regionaler und nationaler Ebene unter besonderer Betonung des Kinder- und Jugendfußballs auszubauen.
Mosambik: Strukturförderung im Fußball

Der Fußball-Lehrer und ehemalige Verbandstrainer des Bayerischen Fußballverbandes (BFV) Torsten Spittler ist seit November 2009 in Mosambik, um sich dort der Verbesserung der Strukturen in seiner Sportart zu widmen. Der Fokus dieses DOSB-Projekts, das in Zusammenarbeit mit dem DFB und dem BFV umgesetzt wird, ist die Strukturverbesserung in der Jugendarbeit mit Mädchen und Jungen. Insbesondere ist die bessere Talentsichtung und -förderung ein wichtiges Ziel. Des weiteren hat sich Spittler eine Analyse und Verbesserung der Trainerausbildung auf allen Ebenen, von Verbandstrainern bis hin zu Sportlehrern vorgenommen. Das Projekt ist auf drei bis vier Jahre angelegt und wird wie alle Langzeitprojekte des DOSB in Entwicklungsländern aus Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert.
Internationale Sportförderung in Namibia

Fußball-Projekt mit Klaus Stärk
Im August 2008 startete das Fußball-Langzeitprojekt in Namibia mit dem Sportexperten Klaus Stärk. Das Projekt, welches in enger Zusammenarbeit mit dem in Windhoek angesiedelten namibischen Fußballverband organisiert ist, wird zunächst zwei Jahre laufen. Die Finanzierung wird durch den Kulturetat des Auswärtigen Amtes gewährleistet.
Der Fußballexperte Klaus Stärk, der zuvor für mehrere Jahre Projekt in Afghanistan zusammen mit Ali Askar Lali leitete, wird den Fokus seiner Arbeit auf die inhaltliche und strukturelle Modernisierung des bestehenden Trainerausbildungssystems sowie der Beratung des namibischen Fußballverbandes in Organisationsfragen legen.
Basketball-Projekt mit Frank Albin
Im Oktober 2009 startete ein zweites Langzeitprojekt in Namibia. Zum ersten Mal konnte die Durchführung eines Basketballprojekts mit einer Laufzeit von voraussichtlich 4 Jahren realisiert werden. Der DOSB-/DBB-Experte Frank Albin arbeitet vor Ort eng mit dem Namibischen Basketballverband (NBF) zusammen, um die Arbeit der Sportorganisation professionell zu unterstützen sowie die Begeisterung für die Ballsportart vor allem bei den namibischen Kindern und Jugendlichen zu stärken. Mit dem "Basketball Artist Programm" - einer speziellen Art und Weise, Kindern das Basketballspielen mit Rhythmus und Musik näher zu bringen, wurden die ersten Grundlagen bereits in einem Kurzzeitprojekt im Jahr 2008 gelegt, welche weiter vertieft werden sollen. Weitere Aufgaben des Experten sind die Entwicklung des Mini-Basketballs als auch die Ausbildung von Trainern und Schiedsrichtern in Namibia.
Leichtathletik-Langzeitprojekt in Paraguay

Bei diesem Ende 2009 begonnenen Projekt steht die Strukturanalyse und Verbesserung der Leichtathletik in Paraguay im Vordergrund. Es wird geleitet von Herbert Swoboda, Leichtathletik-Experte und Dozent der Universität Mainz. In enger Abstimmung mit dem Leichtathletikverband Paraguays wird sich Herr Swoboda besonders Qualifizierungsmaßnahmen von Multiplikatoren (Trainern und Sportlehrern) widmen, sowie den Schulsport gemeinsam mit dem Sportministerium in den Blick nehmen. Gerade an den Schulen soll neue Begeisterung für die Leichtathletik geschaffen werden. Darüber hinaus möchte Herr Swoboda zum Ausbau der Verbandsstrukturen und Verbesserung der Wettkampfdurchführung in dem südamerikanischen Binnenstaat beitragen.
Simbabwe: Strukturförderung im Fußball

Klaus-Dieter Pagels, der aus Stade (Niedersachsen) stammt, hat im August 2010 ein Langzeitprojekt in Simbabwe begonnen. Partnerverband und Antragsteller des Projekts ist die Zimbabwe Football Association (ZIFA). Pagels, der bis zum Projektbeginn in Deutschland als Realschullehrer arbeitete, hat zur Unterstützung des Projekts vor Beginn umfangreiche Materialspenden in Stade und Umgebung gesammelt, die er in das Projekt in dem sehr armen afrikanischen mitbringen konnte. So fehlt es im Fußball in Simbabwe buchstäblich an allem – eine Schule mit 800 Kindern verfügt dort häufig nur über einen einzigen Ball, und von Schiedsrichterpfeifen bis zu Trainingsshirts und Schuhen wird alles benötigt, was zur Ausübung des Sports erforderlich ist. Herr Pagels hat sich besonders die Aus- und Fortbildung der Trainer Simbabwes bis in die Provinzen vorgenommen, und spannt bei Lehrgängen durchaus auch mal eine Schulklasse ein, an der die Trainer neu gelernte Techniken und Lehrmethoden demonstrieren können. Die Beratung des Partnerverbandes ist ebenso Kernaufgabe, wie die Förderung des Mädchenfußballs und die Verbesserung des Nachwuchsförderung.
Fußball-Langzeitexperte des DOSB in Südafrika

Seit Anfang September 2008 unterstützt der Fußballexperte Michael Nees in Johannesburg / Südafrika für die Dauer von zunächst zwei Jahren den südafrikanischen Fußballverband (SAFA) als „Technical Advisor“.
Die inhaltlichen Schwerpunkte des Projekts liegen auf der Modernisierung des bestehenden Trainerausbildungssystems und der strukturellen und administrativen Beratung des Verbandes. Im Kontext der FIFA Fußball-Weltmeisterschaften 2010 in Südafrika spielt auch die Talentförderung eine große Rolle.
Bereits im Februar 2008 leitete Michael Nees eine Kurzzeitmaßnahme vor Ort, um ein Langzeitprojekt vorzubereiten, welches nun in enger Zusammenarbeit mit dem DFB und der deutschen Botschaft in Pretoria realisiert wird.
Langzeitprojekt in der Leichtathletik in Uganda

Seit Anfang Juli 2009 befindet sich der Leichtathletikexperte Günter Lange in einem Langzeitprojekt in Uganda. Das Projekt soll neben der Verbesserung und Modernisierung des bestehenden Trainerausbildungssystems vor allem im grass-root Bereich viele Kinder und Jugendliche für den Sport begeistern.
Die wichtigsten Grundlagen sollen hier über den Schulsport gelegt werden. Günter Lange übernimmt als Projektleiter eine spannende Aufgabe, die ihn in alle Regionen Ugandas führen wird.












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