Sportstätten und Sporträume - Grundlage des Sports

Der Sport ist auf bedarfsgerechte, wohnortnahe und attraktive Sportstätten angewiesen, die jedoch nicht immer in den Kommunen in ausreichender Zahl und in guter Qualität vorhanden sind. Aufgrund der Krise der öffentlichen Haushalte können notwendige Investitionen nicht mehr in ausreichendem Maße getätigt werden, 70 Prozent aller Anlagen in den neuen und 40 Prozent  in den alten Bundesländern gelten als sanierungsbedürftig. Der gesamte Sanierungsbedarf aller öffentlichen und im Vereinsbesitz befindlichen Sportstätten wurde 2005 auf 42 Milliarden Euro geschätzt.

Zudem kommt es aufgrund von Wanderungsbewegungen innerhalb Deutschlands, Migrationseffekten und auch wegen des Geburtenrückgangs zu Schließung von bisher vom Vereinssport genutzten schuleigenen Sportstätten. Ein weiterer Engpass entsteht zunehmend durch die Ganztagsschule, da Schule und Verein nachmittags bei der Nutzung der Sportstätten miteinander konkurrieren.

Bereits jetzt werden Vereine immer mehr an der Unterhaltung der Sportstätten beteiligt. Mehr als 50 Prozent der Vereine erbringen bereits Gegenleistungen für die Nutzung kommunaler Anlagen (z.B. Nutzungsgebühren, Pflegeverantwortung). Der Anteil der Vereine, die Sportstätten-Nutzungsgebühren zahlen müssen, reicht von fünf Prozent in Berlin bis über 60 Prozent in Sachsen, Bremen und im Saarland. So genannte „Schlüsselverträge“ als „Gegenleistungen“ des Vereinssports für die Nutzung der Sportstätten sind zunehmend verbreitet. Im Rahmen eines einfachen Schlüsselvertrages übernehmen Sportvereine die Schließ- und Lichtdienste oder die Reinigung „ihrer“ Sportstätten.

Auch Sporträume in der freien Natur sind eine wichtige Ressource des Sports, z.B. für Sportarten wie Wandern, Joggen, Nordic Walking, Wassersport, Mountain Biking, Reiten etc.  Wohnortnahe Bewegungsflächen wie Schulhöfe, öffentliche Flächen und Spielplätze sollten darüber hinaus so attraktiv gestaltet werden, dass sich Kinder dort auch nachmittags gerne zum gemeinsamen Sport treffen können.

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