01/01/70

Landessportverband Baden-Württemberg

In Stuttgart leben rund 228.000 Menschen mit Migrationshintergrund. Mädchen und Frauen sind in den Sportvereinen und in Sportangeboten deutlich unterrepräsentiert. Der Landessportverband Baden-Württemberg e.V. (LSV) startet in Kooperation mit dem Sportkreis Stuttgart und dem Programm „Gemeinschaftserlebnis Sport“ Einzelprojekte, die speziell Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund erreichen will: „Wir möchten verstärkt diese Zielgruppe für Bewegungs- und Sportangebote gewinnen“, so LSV-Präsident Dieter Schmidt-Volkmar.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des LSV: Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster>>>

Portrait

Beim Landessportverband Baden-Württemberg ist Carola Mertens für das Projekt zuständig. Sie ist Sportwissenschaftlerin und Erlebnispädagogin.

Ihre sportlichen Wurzeln finden sich im Trampolin. Heute ist sie C-Trainerin im Trampolinturnen. Zudem studiert sie seit 2008 berufsbegleitend "Management im Sozial- und Gesundheitswesen".   

"Es ist eine große Freude für mich zu sehen, wie ausgelassen und fröhlich die Frauen bei den Sportangeboten sind. Einige sind noch etwas zurückhaltend, aber für andere ist das Sportprogramm schon zum festen Wochenbestandteil geworden: man trifft sich, freut sich über neue Bekanntschaften und treibt gemeinsam Sport."  

Kontakt: Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-Mailcarola.mertens(at)sportkreis-stuttgart.de 
 

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 „Bewegung und Gesundheit – mehr Migrantinnen in den Sport“ in Stuttgart

Der Landessportverband Baden-Württemberg e.V. (LSV) startet in Kooperation mit dem Sportkreis Stuttgart und dem Programm „Gemeinschaftserlebnis Sport“ ab März 2009 ein Projekt, das speziell Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund erreichen will: „Wir möchten verstärkt diese Zielgruppe für Bewegungs- und Sportangebote gewinnen“, so LSV-Präsident Dieter Schmidt-Volkmar.

In der Landeshauptstadt leben rund 228.000 Menschen mit Migrationshintergrund. Mädchen und Frauen dieser Bevölkerungsgruppe sind in den Sportvereinen und bei anderen Sportangeboten deutlich unterrepräsentiert. Mit dem Projekt werden Rahmenbedingungen geschaffen, die eine Teilnahme von Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund an Sport- und Bewegungsangeboten ermöglichen, fördern und somit auch einen Zugang zum organisierten Sport im Verein schaffen. Die Teilnehmerinnen werden über offene, niederschwellige Angebote an die bestehenden Strukturen der Vereine und beteiligten Institutionen herangeführt und perspektivisch gebunden.

Im Rahmen des DOSB-Netzwerkprojekts „Bewegung und Gesundheit – mehr Migrantinnen in den Sport“, wird der Sport mit weiteren Projektbausteinen verknüpft. Über die Bewegungsangebote hinaus sind verschiedene Angebote aus dem Gesundheitsbereich zentraler Bestandteil. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verknüpfung von Sport und Sprachförderung, wobei die Sportangebote direkt an Sprachkurse gekoppelt werden. Auch inhaltlich wird es Verknüpfungen geben, so dass praktische Dinge aus dem Sportalltag in den Sprachkursen aufgegriffen und in den Sportkursen umgesetzt werden können.

Die Teilnehmerinnen werden von Anfang an aktiv in die Planung und Gestaltung des Projektes miteinbezogen. Es bieten sich verschiedene Möglichkeiten, wie sie sich sowohl aktiv an der Umsetzung als auch an der Planung und Weiterentwicklung des Projektes beteiligen können.

Diese Initiative setzt nicht nur bei den Mädchen und Frauen an. Zusätzlich soll eine interkulturelle Sensibilisierung der beteiligten Sportvereine forciert und dadurch die weitere Öffnung der Vereine und der Dialog zwischen den Kulturen vorangetrieben werden.

In der Projektumsetzung werden die bestehenden Kontakte des Sportkreises Stuttgart und des „Gemeinschaftserlebnis Sport“ sowie Erfahrungen aus der langjährigen Arbeit des Programms „Integration durch Sport“ beim Landessportverband Baden-Württemberg genutzt.