Zielgruppen im Sport der Älteren

Die Generation 50plus ist eine sehr heterogene Bevölkerungsgruppe mit verschiedenen Bedürfnissen und Erwartungen. Die Zielgruppe umfasst mehrere Generationen mit unterschiedlichen Lebenseinstellungen und -situationen. Die einen sind schon Oma und Opa, die anderen haben gerade die Kinder aus dem Haus. Die Lebensentwürfe sind vielfältig und gewinnen durch die höhere Lebenserwartung an neuen Perspektiven. Statistisch hat man mit 60 Jahren heutzutage noch ein Viertel seines Lebens vor sich.

Um die Altersgruppen dennoch zu differenzieren, werden sie in drei zentrale Lebensphasen eingeteilt, die nicht genau mit Altersangaben einzugrenzen sind:

Die „jungen Alten“:
Die „jungen Alten“ sind etwa 50-65 Jahre. Meist berufstätig, befinden sie sich im Zenit ihrer Karriere. Sie bilanzieren das Erlebte und überlegen, welche Träume noch wahr werden können. Die Kinder sind vorwiegend aus dem Haus. Oftmals leben die eigenen Eltern noch und benötigen Zuwendung und eventuell Pflege. Die „jungen Alten“ wollen aktiv, gesund und sportlich sein, müssen aber wegen Beruf, Familie und anderen Aufgaben oft Kompromisse eingehen. Zeit für Sport und Bewegung muss in den Alltag passen und daher ist hohe Flexibilität gefragt.

Die „Älteren“:
Mit dem Beginn des Ruhestandes genießen sie ihre gewonnenen Jahre. Sie sind aktiv, gesundheitsbewusst und selbstbestimmt und gehen verstärkt ihren Interessen nach. Sie unterstützen die Familie, pflegen die eigenen Eltern oder betreuen die Enkelkinder. Ihre im Lebenslauf erworbenen Kompetenzen bringen sie oft im Ehrenamt und bürgerschaftlichen Engagement ein. Anders als die jungen Alten sind sie zeitlich flexibler, um Sport- und Bewegungsangebote zu nutzen.


„Hochaltrige“:
In dieser Lebensphase reichen die körperlichen und geistigen Ressourcen oft nicht mehr aus, um den Alltag selbstständig zu bewältigen. Menschen im vierten Lebensalter sind häufig mit einer Multimorbidität konfrontiert, d.h. einem gleichzeitigen Auftreten mehrerer behandlungsbedürftiger Krankheiten. Das zunehmende Angewiesensein auf Pflege und Unterstützung verursacht ein Gefühl der Hilflosigkeit, verlorener Selbständigkeit und Kompetenz. Zudem stellen sich häufig körperliche Einschränkungen ein, die wiederum Bewegungsmangel zur Folge haben.

 
 

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