Bundesinnenminister: Fairplay fördern heißt Demokratie stärken

23.10.2012

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (m.) übernahm heute (23.10.) im Rahmen der Fairplay Soccer Tour 2012 eine Fairplay-Charta, die von Kindern und Jugendlichen zu diesem Anlass gestaltet wurde.

Bundesinnenminister Friedrich (m.) bekam am 23. Oktober in seinem Berliner Büro von den Landeskoordinatoren des Programms "Integration durch Sport" eine „Fairplay-Charta“ überreicht. Foto: Brandenburgische Sportjugend

„Wir brauchen Fairness im Sport, ebenso wie in allen anderen gesell-schaftlichen Bereichen, denn Fairness steht für die Grundwerte unserer Demokratie, die Voraussetzung für ein menschenwürdiges Zusammenleben sind“, erklärte Hans-Peter Friedrich bei der Übergabe durch die Landeskoordinatoren des Programms "Integration durch Sport".

Der Bundesinnenminister ist Schirmherr der in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal durchgeführten Tour. In dem bundesweit angelegten Integrations- und Präventionsprojekt werden die bewusste Reflektion von individuellen Einstellungen und Verhaltensweisen der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen sowie die Handlungskompetenz im Umgang mit Diskriminierung gefördert. Die Auseinandersetzung mit „fremden“ Werten, Meinungen oder Wünschen stellt einen bedeutenden Aspekt zum Abbau von Vorurteilen besonders bei Jugendlichen dar.

„Es ist erfreulich und beeindruckend, wie viele junge Menschen damit erreicht und für das Thema Fairplay und eine Konfliktbewältigung ohne Gewalt und Diskriminierung begeistert werden können“, so der Minister weiter. Er dankte der Präsidentin der Deutschen Soccer Liga, Christine Bernuth, ihrem Team und den Landessportbünden der neuen Länder für ihre vorbildliche Arbeit.

Das Bundesinnenministerium unterstützt faires, gewalt- und diskriminierungsfreies Verhalten und fördert die demokratischen Grundwerte auf mehreren Ebenen:

  • Mit dem 2010 gestarteten Programm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ (www.zusammenhalt-durch-teilhabe.de) wurden auch alle ostdeutschen Landessportbünde gestärkt und unterstützt. Angesichts des erfreulich positiven Verlaufs wird dieses Programm fortgeführt und mit bestimmten Schwerpunkten auf alle Bundesländer ausgeweitet.

  • Die Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung und die Förderung von Respekt und Anerkennung sind Schwerpunkt der im vergangenen Jahr von Sport und Politik gemeinsam gestarteten und vom Bundesinnenminis-terium maßgeblich mitgetragenen Kampagne: „Sport und Politik verein(t) gegen Rechtsextremismus“ (www.vereint-gegen-rechtsextremismus.de). Sie ist Ausdruck der gemeinsamen Verantwortung von Politik und Sport als ein bedeutsamer gesellschaftlicher Faktor für ein friedliches, von gegenseitiger Achtung geprägtes Zusammenleben.

  • Ein weiteres Beispiel für die gemeinsame Förderung fairen Verhaltens ist der Fairplay-Preis des Deutschen Sports (www.fairplaypreis.de), den das Bundesinnenministerium jährlich zusammen mit dem DOSB vergibt. Erst vor zwei Wochen wurden mit dem Ruder-Duo Charlotte Arand und Barba-ra Karches, dem Tischtennis-Paralympics-Sieger Jochen Wollmert sowie dem Verein ‚fairplayer‘ die diesjährigen Preisträger ausgezeichnet.

(Quelle: BMI)
 

 
 

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