DBS erarbeitet „Index für Inklusion im und durch Sport“

21.11.2013

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) erstellt unter dem Namen „Indexes für Inklusion im und durch Sport" einen Handlungsleitfaden zur Förderung der Vielfalt im organisierten Sport in Deutschland.

Kinder toben auf dem integrativen Spielfest der Bundesgartenschau 2011 in Koblenz. Foto: DBS

Inklusion ist in aller Munde. Der Deutsche Behindertensportverband – als zuständiger Spitzenverband im Deutschen Olympischen Sportbund für Breiten-, Reha- und Leistungssport von Menschen mit Behinderung – hat in seiner über 60-jährigen Geschichte schon immer die selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung gefördert und sich den gesellschaftlichen Herausforderungen gestellt. Ein erklärtes Ziel des DBS ist es, allen Menschen mit oder mit drohender Behinderung sowie chronischer Erkrankung nach ihren individuellen Wünschen und Voraussetzungen die wohnortnahe Teilnahme am Sport zu ermöglichen.

Innerhalb und außerhalb des organisierten Behindertensports machen sich bereits viele Vereine und Verbände auf den Weg, den Inklusionsprozess mitzugestalten und voranzutreiben. Dabei steht immer wieder die Frage im Raum, was Inklusion im und durch Sport überhaupt bedeutet und welche konkreten Maßnahmen eine inklusive Sportlandschaft überhaupt braucht.

Um den ganzheitlichen Inklusionsprozess im Sport voranzutreiben, wird der DBS einen „Index für Inklusion im und durch Sport“ erarbeiten, um so die Vielfalt im organisierten Sport zu fördern. Dieser wird als Handlungsleitfaden die gleichberechtigte Partizipation aller im Verband oder Verein agierenden Personen anstreben, wobei die ganzheitlichen Aspekte der sozialen Vielfalt (u.a. kulturelle und soziale Herkunft, Weltanschauung oder sexuelle Identität) berücksichtigt werden. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert und ist für die Dauer von einem Jahr vorgesehen.

„Der ‚Index für Inklusion im und durch Sport‘ wird umfassende Aufklärung und Sensibilisierung vor dem Hintergrund einer Bewusstseinsbildung ermöglichen sowie konkrete Orientierungspunkte in Theorie und Praxis für Vereine, Verbände und Einrichtungen geben“, so Thomas Härtel, zuständiger Vizepräsident Präventions-, Breiten- und Rehabilitationssport im DBS. Der Index wird sich am ersten deutschsprachigen „Index für Inklusion – Lernen und Teilhabe in der Schule der Vielfalt entwickeln“ orientieren. Dieser wurde von Ines Boban und Prof. Dr. Andreas Hinz von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, auf Basis des englischen Index von Tony Booth und Mel Ainscow, herausgegeben und dem DBS freundlicherweise als Vorlage zur Verfügung gestellt.

Die inhaltliche Umsetzung wird unter Beratung der Arbeitsgruppe „UN-Behindertenrechtskonvention“ des DBS sowie gemeinsam mit Fachleuten innerhalb und außerhalb des organisierten Behindertensports erarbeitet, um so die vielfältigen sportpraktischen Dimensionen umfassend berücksichtigen zu können.

(Quelle: DBS)


 
 

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