Tipp des Monats: Bewegung beste Medizin gegen Übergewicht

14.09.2012

In der Ausgabe September/Oktober 2012 von "Gesund + fit" gibt es nützliche Informationen zu "Bewegung ist die beste Medizin gegen Übergewicht".

Bewegung ist die beste Medizin, Foto: Bilddatenbank LSB NRW, Andrea Bowinkelmann

Übergewicht erhöht das Risiko, einen Schlaganfall und Herzinfarkt zu erleiden. Dennoch wird es nach wie vor oft verharmlost dargestellt, worin eine große Gefahr besteht. Was man unter Übergewicht versteht und wodurch sportliche Betätigungen zu einer Gewichtsreduktion führen können, wird im Folgenden dargestellt.

Während Bluthochdruck und Diabetes - die Themen der letzten Monate - bekannte Krankheitsbilder darstellen, deren gesundheitsgefährdende Bedeutung bekannt ist, gilt Übergewicht immer noch mehr oder weniger als ein "Kavaliersdelikt". Dabei haben Übergewicht oder gar Adipositas einen eindeutigen Bezug zum metabolischen Syndrom und gelten als Hochrisikofaktor, denn 80 Prozent der Patienten mit metabolischem Syndrom sind übergewichtig. Umgekehrt ist die positive Nachricht: Schaffen die Patienten es, ihr Übergewicht abzubauen, verschwinden bei fast allen die Stoffwechselstörungen und die Medikamente können reduziert oder sogar abgesetzt werden.

Wann ist man übergewichtig oder adipös?
Wenngleich mittlerweile verschiedene Messmethoden und Definitionen zur Verfügung stehen, ist der sogenannte Body-Mass-Index (BMI) immer noch zentral, da er als das beste indirekte Maß für die Körperfettmasse gilt: Er errechnet sich durch das Körpergewicht in Kilogramm dividiert durch das Quadrat der Körpergröße in Metern. (Sportler sollten allerdings beachten, dass Menschen mit sehr viel Muskelmasse nach dieser Formel als übergewichtig gelten können, da das Verfahren ja das Verhältnis von Fettmasse zu Muskelmassen nicht bestimmen kann.)

Gewicht in kg
___________           =  BMI
(Körperlänge in m)²

Ein BMI zwischen 18,5 und 24,9 gilt als Normalgewicht, bis 29,9 als Übergewicht und alles darüber hinaus als Adipositas.

Neben dem BMI gibt es weitere Verfahren, um das Gewicht beurteilen zu können. Beispielsweise ist das Taille-Hüft-Verhältnis eine aussagekräftige Größe: Der Wert sollte bei Männern kleiner als 1, bei Frauen kleiner als 0,85 sein. Ebenfalls einen guten Indikator stellt der Taillenumfang dar, der bei Männern unter 103, bei Frauen unter 88 cm liegen sollte. Dem Bauchumfang und damit der Fettverteilung wird in den vergangenen Jahren deshalb so viel Bedeutung zugemessen, weil man erkannt hat, das gerade aus den abdominalen/Bauch-Fettreserven Fettsäuren freigesetzt werden, die zur Erhöhung des LDL-(Transport-)Cholesterins und somit zu Ablagerungen in den Blutgefäßen führen. Deshalb gilt das bauchbetonte Fett als besonders kritisch in Hinblick auf das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Im Sinne dieser Definition ist Schätzungen zufolge mehr als die Hälfte der Bevölkerung übergewichtig, 20 Prozent gar adipös. Auch bei Schulkindern und Jugendlichen geht man von einer Übergewichtsquote von 20 Prozent aus - Tendenz steigend!

Für Übergewicht kann man eine genetische Veranlagung mitbringen, manchmal sind auch Medikamtente, die Menschen notwendigerweise einnehmen müssen, mit verantwortlich. Die Hauptursache liegt aber dennoch in einem ungünstigen Lebensstil, der durch zu wenig Bewegung und eine ungesunde, weil zu kalorienhaltige Ernährung gekennzeichnet ist. Deshalb ist für den Abbau von Übergewicht auch eine Lebensstiländerung unabdingbar.

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