Vorbereitung auf die Skisaison

10.12.2014

Ohne Hals- und Beinbruch durch den Skiwinter? Dann jetzt schon in die Vorbereitung!

Schneelandschaft

Nach einem oft herbstlichen Sommer und einem sommerlichen Herbst, der uns mit viel Wärme und Sonne verwöhnt hat, können wir jetzt einem potentiellen „Winterblues“ mit der Vorfreude auf die Skisaison begegnen!

Regen- und Nebelwetter sind nämlich keine Einladung, in die Winterruhe zu gehen, sondern – sportlich gesprochen - nehmen wir das Tempo aus der warmen Jahreszeit mit um geradewegs einen Einkehrschwung in die Skivorbereitung zu machen! Denn eine gute und rechtzeitige Vorbereitung ist der beste Schutz vor „Hals- und Beinbruch“ wenn der Schnee endlich da ist.

Laut ASU-Statistik (Auswertungsstelle von Skiunfällen)– herausgegeben von der ARAG Versicherung in Kooperation mit der Stiftung Sicherheit im Skisport - verletzten sich im letzten Erhebungszeitraum zwar geringfügig mehr Skifahrer als im vorherigen, allerdings zeigt die Statistik seit Beginn der statistischen Auswertung von Skiunfällen im Jahr 1979/80  einen Rückgang der Unfallzahlen um mehr als 58 Prozent und das, obwohl noch nie so viel Skifahrer auf den Pisten unterwegs waren wie derzeit. Dafür, dass dieser positive Trend sich fortsetzt, können die Skifahrer selber viel tun:

Für die Überlegung, wie Skiunfälle verhindert werden können, ist es hilfreich, sich die Lokalisation der Verletzungen anzusehen. Hierbei ist zunächst interessant, dass die Verletzungen von Frauen und Männern sich deutlich unterscheiden. Dies liegt vermutlich einerseits an den unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen, zum anderen am unterschiedlichen Risikoverhalten. Besonders im Bereich der Knie- und Schulterverletzungen ist der Unterschied gravierend: Im alpinen Skilauf betrifft bei Frauen jede zweite Verletzung das Knie, bei Männern sind es lediglich knapp 30% der Verletzungen. Dafür sind bei Männern deutlich häufiger die Schultern betroffen, was ihrer rasanteren Fahrweise und ihrem größeren Risikoverhalten geschuldet ist.

Knieverletzungen, für die man bei Frauen hormonelle Einflüsse, die phasenweise zur Schwächung des Bandapparates führen, sowie eine schlechtere Fitness verantwortlich macht, lassen sich vor allem durch eine gute Vorbereitung verhindern, die die Muskulatur der hochbelasteten unteren Extremitäten entsprechend auftrainiert.

Bei den Snowboardern, bei denen beide Beine fest auf dem Snowboard verankert sind, vermindern sich die Dreh- und Scherkräfte auf die Kniegelenke, so dass Verletzungen dort eher selten sind. Dafür können Snowboarder Stürze schlechter abfangen, fallen oft nach hinten und versuchen dabei, sich abzustützen. Bei ihnen sind deshalb besonders oft die Handgelenke und der Unterarm von Brüchen betroffen. Deshalb ist unbedingt das Tragen von Handgelenks- und Rückenprotektoren zu empfehlen. Gerade für Snowboard-Anfänger wird – ähnlich wie beim Inline-Skating – ein Sturztraining empfohlen, das in vielen Skigebieten angeboten wird.

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