Bewegung und Gesundheit – mehr Migrantinnen in den Sport

(c) LSB NRW | Foto: Erik Hinz

Mit dem DOSB–Netzwerkprojekt werden Erfahrungen aus den Arbeitsfeldern Integration, Gesundheit und Gleichstellung gebündelt und genutzt, um mehr Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund zu sportlichen Aktivitäten zu motivieren. Dabei werden die Sportangebote mit Qualifizierungsangeboten wie beispielsweise Sprachkursen, Ernährungsberatung oder Hausaufgabenhilfe verbunden.

Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Gesundheit.

 

Ilse Ridder-Melchers möchte mehr Frauen mit Migrationshintergund für den Sport begeistern

DOSB-Vizepräsidentin Ilse Ridder-Melchers hat das Netzwerkprojekt „Bewegung und Gesundheit – mehr Migrantinnen in den Sport“ ins Leben gerufen. 2006 initiierte sie eine Expertise (C. Kleindienst-Cachay: Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund im organisierten Sport). Das Projekt baut auf diesen Ergebnissen auf und wurde vom Bundesgesundheitsministerium in die Förderung aufgenommen.

Dazu die DOSB-Vizepräsidentin:

„Für Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund sind die Zugänge in die Sportvereine erheblich schwerer als vergleichsweise für die Jungen und Männer, die den Weg zum Sport und in unsere Vereine leichter finden.

Wir wissen aber: viele dieser Mädchen und Frauen, die wir bislang nicht erreichen, WOLLEN Sport treiben. Mit dem Netzwerkprojekt nehmen wir diesen Wunsch auf und versuchen, Hindernisse und Hemmnisse abzubauen, Vertrauen aufzubauen und damit den Weg für die Migrantinnen in den Sport und den Sportverein zu ebnen.

Hierfür haben wir eine Projektstruktur entwickelt, die es den Sportvereinen erleichtern soll, einerseits den Zugang zu den Frauen zu finden und andererseits für diese Frauen zusätzliche Informations-, Beratungs- und Qualifizierungsangebote bedürfnisgerecht zu erstellen.

Heute, anderthalb Jahre Projektlaufzeit später, können wir feststellen, das diese Arbeit sehr erfolgreich war. Ohne das großartige Engagement aller Beteiligten in den Vereinen, Verbänden und bei den Kooperationspartnern wäre dies undenkbar. Aufgrund einer vielschichtigen Vernetzungsarbeit in den Kommunen mit vielen lokalen Partner/-innen, wurden einerseits den Sportvereinen Wege zu den Frauen erschlossen und andererseits für die Frauen die Türen der Vereine geöffnet. Das ist eine großartige Leistung. Auf den folgenden Seiten können Sie lesen, wie uns das gelungen ist.“