Ausschreibung um den DOSB-Wissenschaftspreis 2011/2012

Der Deutsche Sportbund hat seit 1953 alle zwei Jahre die Carl-Diem-Plakette für eine herausragende sportwissenschaftliche Arbeit in deutscher Sprache vergeben.

Nach der Fusion von Deutschem Sportbund und Nationalem Olympischen Komitee zum Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) 2006 führt der DOSB diesen Wettbewerb als "DOSB-Wissenschaftspreis" fort. Nunmehr werden auch englischsprachige Arbeiten, die an einer deutschen Universität angefertigt wurden, für den Wettbewerb zugelassen.

Entscheidende Kriterien für die Beurteilung der eingereichten Arbeiten sind ihre wissenschaftliche Qualität, ihr innovativer Erkenntnisgewinn, ihre Originalität und Aktualität sowie ihre Bedeutung für die Sportentwicklung.

Die Verleihung des Preises, der mit einer Geldsumme verbunden ist, nimmt der DOSB-Präsident im Rahmen einer Festakademie vor. Die Verleihung kann in den Sektionen Naturwissenschaften/Medizin und Geistes-/Sozialwissenschaften erfolgen.

Ausschreibung um den Wettbewerb 2011/2012

 

Dokumentation der Festakademie des DOSB-Wissenschaftspreises 2009/2010 erschienen

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) zeichnete im Februar 2011 die Preisträgerin und die Preisträger des DOSB-Wissenschaftspreises 2009/2010 aus.

Eine Dokumentation dieser Festakademie vom 4. Februar 2011 ist nun veröffentlicht worden. Diese Dokumentation enthält u.a. die Festrede des DOSB-Präsidenten, Dr. Thomas Bach, die Bekanntgabe und Würdigung der Preisträger durch Professor Dr. Dietrich Kurz sowie die Erwiderung der Ersten Preisträgerin, PD Dr. Claudia Pawlenka und des Ersten Preisträgers, PD Dr. Jürgen Scharhag. Auch die Rede von Prof. Dr. Dr. h.c. Ommo Grupe zum Abschluss der Festakademie ist in dieser Broschüre enthalten.

Erhältlich ist diese Dokumentation über das Ressort „Breitensport, Sporträume“ im DOSB (e-Mail latzel(at)dosb.de) und steht auch als Download zur Verfügung.

Dokumentation Festakademie

 

 

DOSB-Wissenschaftspreis 2009/2010 an Pawlenka und Scharhag

Dietrich Kurz, Ommo Grupe, Gudrun Doll-Tepper, Jürgen Scharhag, Claudia Pawlenka, Urs Granacher, Daniel Memmert, Thomas Bach (v.l.) bei der Preisverleihung in Tübingen. Foto:DOSB/Marquardt

Der DOSB hat am 4. Februar in Tübingen den Wissenschaftspreis 2009/2010 an die Frankfurter Forscherin PD Dr. Claudia Pawlenka und den Potsdamer Forscher PD Dr. Jürgen Scharhag verliehen.

Der erste Preis wurde im Rahmen einer Festakademie im Tübinger Rathaussaal in Anwesenheit von Oberbürgermeister Boris Palmer durch Thomas Bach, den Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Vizepräsidentin Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper und den Vorsitzenden des Kuratoriums für die Verleihung des DOSB-Wissenschaftspreises, Prof. Dr. Dietrich Kurz, überreicht. Der Preis, der erstmals auch an eine Frau ging, ist jeweils mit 4000 Euro dotiert.

Pawlenka, die heute in Frankfurt an der Goethe-Universität das DFG-Projekt “Human Enhancement. Eine Debatte im Schnittpunkt von Sportethik und Bioethik” leitet, erhielt den Preis für ihre Arbeit zum Thema „Ethik, Natur und Doping im Sport“, die sie an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf geschrieben hatte.

Scharhag, der seit 2008 leitender Oberarzt und stellvertretender Ärztlicher Direktor der Hochschulambulanz im Zentrum für Sportmedizin der Universität Potsdam ist, wurde für seine Habilitation mit dem Titel „Akute und chronische Effekte von Ausdauerbelastungen auf das Herz bei Sportlern, gesunden Normalpersonen und Patienten“ ausgezeichnet.

Bach hob in seiner Rede die Bedeutung der Sportwissenschaft für den modernen Sport hervor: „Als kultureller Sinngeber ist der Sport heute in all seinen Erscheinungsformen, Strukturen, Zielen, Mustern, Formen und Inhalten ein lohnenswerter Forschungsgegenstand. Der Bedeutungszuwachs des Sports in der modernen Gesellschaft rückt die sportwissenschaftliche Forschung, Lehre und Ausbildung immer mehr ins Rampenlicht.“ Sportwissenschaft sei nicht nur für den Sport notwendiger denn je, sondern für die gesamte Gesellschaft, fuhr Bach fort: „Deshalb sollte sie in Zukunft ihr Hauptaugenmerk auf die Wechselwirkung zwischen Sport und gesamtgesellschaftlicher Entwicklung legen. Die Themenpalette reicht hier von Sprache über Gesundheit bis hin zur Integration.“

Kurz erklärte als Vorsitzender des Kuratoriums: „Die eingereichten Arbeiten zum DOSB-Wissenschaftspreis 2009/2010 waren auch diesmal wieder eine beeindruckende Leistungsschau der Sportwissenschaft. Noch mehr als beim letzten Wettbewerb trifft dies zu: Was die Sportwissenschaft aktuell leistet, spiegelt sich in keinem Wettbewerb besser als in diesem.“ Die 13 eingereichten Arbeiten aus unterschiedlichen Gebieten und Disziplinen der Sportwissenschaft seien thematisch, theoretisch und methodisch höchst vielfältig gewesen. Darunter waren acht Habilitationsschriften und fünf Dissertationen.

Neben zwei ersten Plätzen wurden auch zwei mit jeweils 2000 Euro dotierte dritte Plätze vergeben. Einer dieser Preise ging an PD Dr. Urs Granacher von der Friedrich-Schiller-Universität Jena, an der er seit Januar eine Professur für Trainingswissenschaft und Spezielle Didaktik der Sportarten inne hat. Seine nun ausgezeichnete Habilitationsschrift verfasste Granacher an der Universität Freiburg zum Thema „Balance And Strength Performance In Children, Adolescents And Seniores”. Ebenfalls mit einem dritten Preis geehrt wurde Prof. Dr. Daniel Memmert vom Institut für Kognitions- und Sportspielforschung an der Deutschen Sporthochschule Köln. Er habilitierte zum Thema „Kreativität im Sportspiel“ an der Universität Heidelberg.

An der Verleihung des DOSB-Wissenschaftspreises nahm auch der langjährige Vorsitzende des Kuratoriums, Prof. Dr. Ommo Grupe, teil. Thomas Bach würdigte in seiner Rede die Verdienste Grupes: „Als Vordenker und Wegbegleiter hat Ommo Grupe die Sportentwicklung in mannigfachen Ämtern und Funktionen des deutschen Sports gestaltet und insbesondere für die gesellschaftliche Anerkennung des Sports gewirkt. Er hat sich dabei unschätzbare Verdienste erworben, die allen die ihm nachfolgten und nachfolgen Aufgabe und Verpflichtung sind. Ihnen verehrter Herr Grupe herzlichen Dank für all das, was sie dem deutschen Sport mit auf den Weg gegeben haben.“

Downloads:

DOSB Wissenschaftspreis 2008/2009

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) zeichnete im Februar 2009 in der Aula Friedrich-Schiller-Universität in Jena die Preisträger des DOSB-Wissenschaftspreises 2008/2009 aus.
Eine schriftliche Dokumentation und einen Filmmitschnitt dieser Festakademie in Form einer DVD vom 6. Februar 2009 sind nun veröffentlicht worden.
Diese Dokumentationen enthalten u.a. die Festrede des DOSB-Präsidenten, Dr. Thomas Bach, die Bekanntgabe und Würdigung der Preisträger durch Professor Dietrich Kurz sowie die Erwiderung des Ersten Preisträgers, Dr. Kai Reinhart.

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