Medaillen für Rodlerinnen und Minister de Maizière

13.02.2018

Auch den vierten Wettkampftag der Olympischen Winterspiele in PyeongChang hat Team Deutschland mit Medaillengewinnen beendet: Die Rodlerinnen Natalie Geisenberger und Dajana Eitberger sicherten sich Gold und Silber.

Medaille für den Minister: Der Deutsche Botschafter Stephan Auer und seine Frau Vera Auer applaudieren Bundesinnenminister Thomas de Maizière, den DOSB-Präsident Alfons Hörmann auszeichnet (Foto: Picture Alliance)

Rodlerin Natalie Geisenberger hat bei einem erneuten deutschen Doppelsieg in dieser Disziplin ihr zweites Olympia-Gold in Folge gewonnen. Die 30-Jährige verwies im Olympic Sliding Center Teamkollegin Dajana Eitberger und die Kanadierin Alex Gough auf die Plätze zwei und drei. Tatjana Hüfner, Olympiasiegerin 2010 und Zweite hinter Geisenberger 2014, fiel bei ihren letzten Winterspielen auf Rang vier zurück.

Im 500-m-Wettbewerb der Shorttrackerinnen schied Anna Seidel im Viertelfinale aus. Sie belegte in ihrem Lauf nur den vierten und letzten Platz. Ihre Vereinskollegin Bianca Walter war bereits im Vorlauf gescheitert.

Der Österreicher Marcel Hirscher hat die alpine Kombination in Pyeongchang gewonnen und die erste olympische Goldmedaille seiner Karriere geholt. Der sechsmalige Weltmeister lag nach Abfahrt und Slalom vor den beiden Franzosen Alexis Pinturault und Victor Muffat-Jeandet. Thomas Dreßen aus Mittenwald, der die wegen starken Windes um etwa 20 Fahrsekunden verkürzte Abfahrt gewonnen hatte, wurde am Ende Neunter.

Skilangläuferin Sandra Ringwald hat im Sprint im klassischen Stil den Einzug ins Halbfinale als Viertelfinal-Dritte verpasst. Sie wurde 15. Im Viertelfinale war auch für Katharina Hennig (27.) und Elisabeth Schicho (28.) Endstation. Hanna Kolb (36.) scheiterte bereits in der Qualifikation.

Im Sprint der Herren schieden die beiden deutschen Starter, der Skiathlon-Elfte Thomas Bing und Sebastian Eisenlauer ebenfalls im Viertelfinale aus. Bing verpasste dabei erst durch eine Entscheidung im Fotofinish den Einzug in das Halbfinale der besten zwölf Läufer. "Mit Schuhgröße 45 hätte es vielleicht gereicht", sagte der Sportliche Leiter Andreas Schlütter.

Snowboarder Johannes Höpfl hat das Halfpipe-Finale trotzt seines bislang besten Laufs verpasst. Der 22-Jährige belegte in der Endabrechnung den 23. Platz. Höpfl zeigte trotz böiger Winde zwei saubere Runs - und legte zum Abschluss seines zweiten Laufs zudem erstmals einen Frontside 1260 hin - einen Sprung mit dreieinhalbfacher Drehung. "Es war mega", sagte Höpfl, "ich bin happy, dass ich den Zwölfer gestanden habe. Insgesamt hatte ich wohl noch nie zwei so gute Runs." Es habe "viel mehr Spaß gemacht als in Sotschi, weil ich viel entspannter war". 

Die Olympia-Zweite Katharina Althaus hat mehr Wettbewerbe für Skispringerinnen bei Winterspielen gefordert. Die Großschanze gehöre einfach mit ins Programm, sagte sie auf der Pressekonferenz im Deutschen Haus. Sie hoffe, dass es nächstes Mal mehr Wettkämpfe gebe, sagte die 21-Jährige einen Tag nach ihrem Gewinn der Silbermedaille. Auch ein Mixed-Wettbewerb wie bei der WM oder ein Teamwettkampf seien denkbar. Die Skispringerinnen haben bei Olympia derzeit nur eine Medaillenchance, die Männer dagegen drei.

Bundesinnenminister de Maizière erhält Team-D-Medaille

Nach Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist auch der geschäftsführende Bundesinnenminister Thomas de Maiziere ins Olympia Team Deutschland aufgenommen worden. Der 64-Jährige erhielt während seines Besuches im Deutschen Haus am Dienstag eine "Team D"-Medaille. Die offizielle Teamjacke hatte er bereits am Montag bei seiner Ankunft bekommen. 

"Sie haben in den vergangenen Jahren auf vielschichtigste Art und Weise dazu beigetragen, dass wir als Team D da stehen, wo wir jetzt sind", sagte Alfons Hörmann, Präsident DOSB auf dem Empfang, zu dem der Deutsche Botschafter in Südkorea, Stephan Auer, ins Deutsche Haus geladen hatte. Der Botschafter und seine Frau Vera Auer erhielten die offizielle Team-D-Jacke. 

De Maiziere hatte bereits am Montag die deutschen Erfolge im Biathlon (Gold für Laura Dahlmeier, Bronze für Benedikt Doll) und Skispringen (Silber für Katharina Althaus) miterlebt. "Das war nach meiner Ankunft schon toll", sagte de Maiziere. Am Dienstag habe er "eher Indoor-Gespräche geführt", unter anderem mit IOC-Präsident Thomas Bach, WADA-Chef Craig Reedie und Hörmann. 

In Deutschland berichtete der Innenminister, sei der "Funke" der Spiele längst übergesprungen, auch weil die Wettbewerbe eben nicht in der deutschen Nacht, sondern meist am Vormittag übertragen werden: "Das strahlende Lachen von Laura Dahlmeier hat das noch bestärkt." 

(Quelle: SID)

 Kategorie: Olympische Spiele, PyeongChang 2018, Top News

 
 

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