DJK-Ethik-Preis des Sports 2015 an Thomas Hitzlsperger verliehen

04.05.2015

In einem bewegenden Festakt ist am 2. Mai 2015 in München der DJK-Ethik-Preis des Sports an den ehemaligen deutschen Fußball-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger verliehen worden.

Bürgermeisterin und Schirmherrin der Veranstaltung Christine Strobl, Moderator der Veranstaltung Robert Freis, Laudator Domprobst i.R. Paul Jakobi, Thomas Hitzlsperger und DJK-Präsident Volker Monnerjahn (v.l.) bei der Preisverleihung. Foto: DJK

DJK-Präsident Volker Monnerjahn wies auf die Bedeutung der Ehrung des bisher jüngsten DJK-Ethik-Preisträgers hin: „Auch mit der diesjährigen
Verleihung möchten das Kuratorium und der DJK-Sportverband eine Botschaft in den deutschen Sport, die Gesellschaft und auch in die Kirche hineintragen, die nicht nur Impuls sein soll, sondern nachhaltige Veränderungen herbeiführen will.“

Der diesjährige Preisträger Thomas Hitzlsperger wurde ausgezeichnet für sein Engagement im Kampf gegen Homophobie im Fußball, für sein soziales Engagement für verschiedene soziale Projekte mit antirassistischem Schwerpunkt sowie für die Unterstützung des Projekts UBUNTU Africa, das sich um HIV-positive Kinder in Südafrika kümmert. „Der Umstand, dass mich die Jury des DJK dieses Jahr mit dem Ethik-Preis des Sports bedacht hat, zeigt, wie dialogbereit die katholische Kirche geworden ist und erfüllt mich zudem mit Stolz und stellt eine Herausforderung und eine Verpflichtung dar, der ich bereit bin mich zu stellen“, sagte Thomas Hitzlsperger bei der Preisverleihung in der  Ratstrinkstube, einem Festsaal im Neuen Rathaus von München.

Die Bürgermeisterin und Schirmherrin der Veranstaltung Christine Strobl lobte den Preisträger als eine „herausragende Persönlichkeit, die heute  ausgezeichnet wird“. Strobl weiter: „Ich bin der Meinung wir brauchen mehr echte Kerle wie Thomas Hitzlsperger, der sich ja nicht nur geoutet hat“, sondern der sich in vielfältiger Weise in der Gesellschaft engagiere. Gäbe es mehr solcher echten Kerle wie Thomas Hitzlsperger, würde sich auch die Gesellschaft verändern, „nämlich noch toleranter, solidarischer und gerechter“ sein.

Unter den 86 geladenen Gästen waren Domkapitular Monsignore Thomas Schlichting in Vertretung von Erzbischof der Erzdiözese München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, Weihbischof Jörg Michael Peters, Mitglied der Kommission der Deutschen Bischofskonferenz und Weihbischof von Trier, die Vizepräsidentin des Deutschen Olympischen Sportbundes, Professor Dr. Gudrun Doll-Tepper und der Leiter des Fachbereichs Tourismus und Sport des Erzbistums München und Freising, Robert Hintereder.

Paul Jakobi, Domprobst im Ruhestand und Laudator des Ethik-Preis-Preisträgers würdigte in seiner Laudatio Thomas Hitzlspergers Bescheidenheit im Umgang mit der Öffentlichkeit zum Zeitpunkt seines Outings. „Ein Volk braucht Menschen, die bereit und in der Lage sind, nicht einfach der allgemeinen Meinung nachzulaufen, sondern ihr eigenes Ich zu leben und ihrem Gewissen zu folgen, um lebensfähig zu bleiben“, sagte Paul Jakobi. Er rief dazu auf, dass Kirche und Gesellschaft dazu beitragen müssen, „ein Klima zu bilden, in dem auch naturgegebenes Anderssein Annahme und Anerkennung findet.“ Thomas Hitzlsperger habe einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, jedem Menschen mit Respekt und Erfurcht zu begegnen.

Der katholische DJK-Sportverband verleiht den DJK-Ethik-Preis des Sports seit 1992 an Personen, die sich durch besonderes Vorbild, durch besondere Förderung sportlich fairen Verhaltens oder durch Aussagen und Arbeiten in der christlich orientierten Sportethik auszeichnen.

(Quelle: DJK)

 
 

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