Sportentwicklungsbericht - Hintergrund

Der Sportentwicklungsbericht (SEB) – wurde im Jahr 2004 erstmal unter der Überschrift „Sozialberichterstattung des deutschen Sports“ vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) zur Durchführung ausgeschrieben. Die Studie ist eine Weiterentwicklung der Finanz- und Strukturanalysen des deutschen Sports (FISAS) mit dem Ziel, die Entscheidungsträger im organisierten Sport sowie in der öffentlichen Sportpolitik und -verwaltung zeitnah mit politikfeld- und managementrelevanten Informationen zu versorgen (Argumentations- und Handlungswissen). Mit Hilfe dieser Unterstützung soll die Wettbewerbsfähigkeit des Sports in Zeiten eines dynamischen sozialen Wandels gestärkt werden sowie die Rahmenbedingungen für die Vereine verbessert werden.

Der SEB basiert auf einer Online-Vereinsbefragung. In den bislang durchgeführten sechs Befragungswellen wurden überwiegend identische Themenkomplexe abgefragt und diese dann durch aktuelle Fragestellungen erweitert. Die Bundes- und Länderberichte wurden daher durch entsprechende Themenberichte (z. B. Ehrenamt, Integration, ökonomische Bedeutung, Bürokratiebelastungen etc.) ergänzt. Zusätzlich wurden mit spitzenverbandsspezifischen Befragungen, die ergänzend zu den SEB-Befragungen durchgeführt wurden, erfolgreiche Pilotprojekte realisiert. Das Vorhaben wird finanziert von den 16 Landessportbünden, dem DOSB sowie dem BISp. Mit der wissenschaftlichen Projektdurchführung wurde Univ.-Prof. Dr. Christoph Breuer und Svenja Feiler von der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) beauftragt. 

Sportentwicklungsbericht 2017/2018 (SEB 3.0)

Der Sportentwicklungsbericht 3.0 (SEB 3.0) umfasst die Durchführung der siebten bis neunten Befragungswelle. Weiterhin liegt der methodische Kerngedanke im Aufbau eines Paneldesigns. Deshalb werden ab der siebten Welle die gleichen Sportvereine alle drei, anstatt bisher alle zwei Jahre, zu ihrer Situation online befragt. Die SEB-Daten wurden in drei Online-Befragungen im Herbst 2017 (Organisationen) bzw. Frühjahr 2018 (Personen) erhoben. Als Grundlage für die Stichprobe dienten die von den Landessportbünden zur Verfügung gestellten Emailadressen der Vereine. Von den rund 89.594 Sportvereinen in Deutschland (DOSB, 2017) wurden insgesamt 80.400 Emailadressen  übermittelt. Insgesamt haben sich letztlich rund 20.000 Sportvereine an der Vereinsbefragung beteiligt. Die Rücklaufquote lag bei rund 26 %.

Als neues Element ergänzen Stakeholderbefragungen, d. h. Befragungen von relevanten Personengruppen im Verein die Organisationsbefragung. In diesem Zusammenhang wurden für den Bericht 2017/2018 neben den Vereinen auch Trainer*innen und Übungsleiter*innen sowie Vorstandsmitglieder befragt. Sportorganisationen und Sportpolitik erhalten so Wissen über notwendige Unterstützungsleistungen relevanter Personengruppen. Die vollständigen Ergebnisse der Stakeholderbefragung werden in zwei Sonderberichten aufbereitet und zu einem späteren Zeitpunkt in Druckform veröffentlicht. In einem nächsten Schritt werden die Länderberichte des Sportentwicklungsberichts 2017/2018 den Landessportbünden zur Verfügung gestellt. Die Ergebnisse sind die Grundlage der Politik- und Verbandsberatung und bieten wichtige Anhaltspunkte für Entscheidungs- und Entwicklungsprozesse im gemeinwohlorientierten Sport.

Alle Materialien zum Sportentwicklungsbericht 2017/2018 werden hier zum Download bereitgestellt:

Download: Sportentwicklungsbericht 2017/2018 (Teil 1)                                         

Link: Pressemitteilung

Download Sportentwicklungsbericht 2017/2018

Ehrenamtliche Funktionsträger*innen, Übungsleiter*innen und Trainer*innen sowie Kampf- bzw. Schiedsrichter*innen zu gewinnen und zu binden, ist eine der größten Herausforderungen der Zukunft für die rund 90.000 Sportvereine in Sportdeutschland. So lautet eine zentrale Erkenntnis des Sportentwicklungsberichtes 2017/2018 (SEB), dessen erster Teil für die gesamtdeutsche Ebene, der Bundesbericht, nun vorliegt. 

Der Bericht von Univ.-Prof. Dr. Christoph Breuer und Svenja Feiler von der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) enthält bereits Teile zweier Befragungen der Zielgruppen Trainer*innen und Übungsleiter*innen sowie Vorstandsmitglieder (gewählte Ehrenämter). Zum ersten Mal wurde im Rahmen des SEB nicht nur eine reine Organisations-, sondern auch zwei ergänzende Personenbefragungen durchgeführt.


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