"Bäderallianz Deutschland“ fordert nachhaltige Bäderlandschaft

20.01.2017

In einem Memorandum hat die "Bäderalllianz" an Entscheider der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik appelliert, die dringend erforderliche, nachhaltige Weiterentwicklung der deutschen Bäderlandschaft zu gewährleisten.

Fritz Schramma erläutert den Medien die Situation der Bäderlandschaft in Deutschland. Foto: Deutsche Gesellschaft für das Badewesen, Essen

Die neu gegründete „Bäderallianz Deutschland“ ist ein Zusammenschluss führender Verbände und Institutionen des Badewesens und Schwimmens in Deutschland, der mit der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft auch ein Mitgliedsverband des DOSB angehört. 

Am 19. Januar 2017 wurden im Sport- und Olympiamuseum Köln vor Vertretern der Medien und Repräsentanten der Politik die Inhalte des Memorandums vorgestellt:

Impulsreferate gab es von Dr. h. c. Fritz Schramma, Sprecher der „Bäderallianz Deutschland“ und Präsident der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e. V., Essen, zum Thema „Nachhaltigkeit, Gemeinwohl und Effizienz – Ziele und Handlungsvorschläge des Memorandums der „Bäderallianz Deutschland““, und von Oliver Wulf von der Bergischen Universität Wuppertal zum Thema „Bäderbestand, Sanierungsbedarf und Schließungspläne – Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter den Bäderbetrieben des neuen „Bäderatlas Deutschland““.

Das Memorandum appelliert zudem an die Medien, sich mit der prekären Situation der öffentlichen Bäder und den notwendigen Lösungsschritten intensiver als bisher zu befassen sowie darüber zu berichten. Angesichts eines im Rahmen einer aktuellen Studie der Deutschen Gesellschaft das Badewesen e. V. und der Bergischen Universität Wuppertal festgestellten Sanierungsbedarfes bei mehr als 50 Prozent der deutschen Bäder mit einem Volumen von über 4,5 Milliarden Euro sagte der ehemalige Köner Oberbürgermeister Fritz Schramma, es könne und dürfe keine Frage der finanziellen Mittel einer bestimmten Stadt oder einer bestimmten Gemeinde sein, ob dort Bäder für das Schulschwimmen zur Verfügung stünden und die Kinder schwimmen lernen könnten. "Es kann nicht sein, dass reiche Städte in Spaß- und Wellness-Bäder investieren und arme Städte dringend notwendige Funktionsbäder schließen. Es muss sichergestellt werden, dass nicht nur die Mittel bereitgestellt werden, um die Bäder zu bauen oder zu sanieren; es muss die Finanzierung über den gesamten Lebenszyklus gesichert werden. Bäder, die für die Daseinsvorsorge gebaut werden, müssen auch über ihre gesamte Lebensdauer bei den Betriebskosten bezuschusst werden und bezuschusst werden können, sonst können sie ihre Aufgaben nicht erfüllen“, so Schramma.

Ziel ist ein bundesweiter Masterplan für Deutschlands Bäder

Ziel der „Bäderallianz Deutschland“ ist, darauf hinzuwirken, dass ein bundesweiter „Masterplan Bäder Deutschland“ zur nachhaltigen Verbesserung der deutschen Bäderlandschaft entwickelt und umgesetzt wird. Im Einzelnen geht es darum, den Beitrag der öffentlichen Bäder als wertvolle und notwendige Leistung der Daseinsvorsorge im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu verankern, Politik und Gesellschaft für die Probleme und den dringenden Handlungsbedarf zu sensibilisieren sowie die Grundlagen für entsprechende Entscheidungen und Maßnahmen zur Verbesserung der Situation zu schaffen.

Der „Bäderallianz Deutschland“ gehören folgende Verbände und Institutionen an:

  • Bundesverband Deutscher Schwimmmeister e. V., Wesseling,
  • Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V., Bad Nenndorf,
  • Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft e. V., Hamburg,
  • Internationale Akademie für Bäder-, Sport- und Freizeitbauten e. V. in Deutschland, Hamm,
  • IAKS Deutschland e. V., Köln,
  • VDB-Physiotherapieverband e. V., Bonn,
  • Verband Deutscher Sporttaucher e. V., Offenbach,
  • Deutsche Gesellschaft für das Badewesen e. V., Essen.

Opens external link in new windowDer komplette Text des Memorandums und weitere Materialien >>> .

(Quelle: Bäderallianz Deutschland)


 
 

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