„Durch den Sport kann ich was zurückgeben“

Folge 3 der Podcast-Serie „Halbe Katoffl Sport“, eine Kooperation zwischen dem Bundesprogramm „Integration durch Sport“ und dem Podcaster Frank Joung, stellt Alexandra Wester vor.

Alexandra Wester ist in Gambia geboren. Ihre Mutter ist ghanaisch, ihr Vater Deutscher. Foto: Frank Joung
Alexandra Wester ist in Gambia geboren. Ihre Mutter ist ghanaisch, ihr Vater Deutscher. Foto: Frank Joung

Alexandra Wester ist in Gambia geboren. Ihre Mutter kommt aus Ghana, der Vater ist Deutscher. Die Weitspringerin erzählt im „Halbe Katoffl Sport“-Podcast, wie sie die extremen Höhen und Tiefen ihrer Karriere verkraftet, für welche Werte sie sich einsetzt – und warum sie das Sportgeschäft auch kritisch sieht.

„Glück ist mentale Arbeit“, sagt Alexandra Wester. Die 26-Jährige hat in den vergangenen Jahren hart an sich gearbeitet, sowohl körperlich als auch geistig. Mit 15 Jahren war sie schon Weltjahresbeste in ihrer Disziplin. Es folgten aber viele Auf und Abs: Mit 17 die erste lange Verletzung, dann Jahre später der Höhenflug beim Istaf in Berlin, wo sie sensationell 6,95 Meter sprang. Bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro im selben Jahr scheidet sie wiederum früh aus. Ihr habe die Gelassenheit gefehlt, sagt sie rückblickend.

Die scheint sie in den vergangenen Jahren mehr und mehr gefunden zu haben. Gerade auch durch den stärkeren Kontakt zu ihren afrikanischen Wurzeln findet sie mehr zu sich und zu dem, was sie stärkt und wofür sie stehen will. Selbstbestimmtheit, Frauen-Empowerment und Anti-Rassismusarbeit seien ihr wichtig – ein offenes Herz, eine eigene Identität. Sie könne sowohl zu ihrer deutschen als auch zu ihrer gambisch-ghanaischen Herkunft stehen. „Leute drängen dich zu einer Entscheidung. Du musst dich aber nicht für eine Seite entscheiden. Da ist keine Wand, sondern eine Brücke. Das ist was sehr Besonderes!“

Sport ist immer noch der Mittelpunkt ihres Lebens, aber zugleich auch Mittel zum Zweck. So unterstützt sie derzeit einen Athleten aus Gambia. Sie kenne selbst noch die Zeiten, in denen sie nur zehn Euro auf dem Konto hatte und sich nicht mal ein Wettkampf-Outfit leisten konnte. Sie will etwas zurückgeben und weiß aber von sich: Wenn der Sport gut läuft, laufen auch die anderen Dinge.

Zur neuen Podcast-Folge >>>

Halbe Katoffln im Sport

Im vergangenen Jahr begann die Kooperation des Podcasts „Halbe Katoffl“ mit „Integration durch Sport“, es entstand die Serie „Halbe Katoffl Sport“. Der Anlass: das 30-jährige Jubiläum des vom BMI und BAMF geförderten Bundesprogramms. Es waren acht interessante, bewegende, immer auch humorvolle Gespräche mit Menschen mit nichtdeutschen Wurzeln über Themen wie Integration und Identität und die Frage, welche Rolle der Sport dabei spielte. Wegen der sehr positiven Resonanz auf den Podcast, wird die Kooperation in diesem Jahr fortgeführt. „Halbe Katoffl Sport“ erscheint immer Mitte des Monats. Die neuen Folgen kann man hier hören.

(Text: Marcus Meyer)


  • Alexandra Wester ist in Gambia geboren. Ihre Mutter ist ghanaisch, ihr Vater Deutscher. Foto: Frank Joung
    Alexandra Wester ist in Gambia geboren. Ihre Mutter ist ghanaisch, ihr Vater Deutscher. Foto: Frank Joung

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