Positives Zwischenfazit in Bolivien

Das zunächst auf zwei Jahre ausgerichtete DOSB-Leichtathletik-Langzeitprojekt in Bolivien geht mit dem Jahreswechsel in die offizielle Halbzeit und Projektleiter Oliver Scheer ist mit der bisherigen Entwicklung und Zielerreichung sowie mit der Kooperation mit dem Bolivianischen Leichtathletikverbandes (FAB) zufrieden.

DOSB-Leichtathletikexperte Oliver Scheer (Mitte links, weißes Polohemd) mit den erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Referentenausbildung für Kampfrichter. Foto: Scheer/DOSB
DOSB-Leichtathletikexperte Oliver Scheer (Mitte links, weißes Polohemd) mit den erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Referentenausbildung für Kampfrichter. Foto: Scheer/DOSB

Die ersten Monate standen fast ausschließlich im Zeichen der Vorbereitung, Organisation und Durchführung der Südamerikanischen Spiele, welche in der Sportart Leichtathletik vom 4. – 8. Juni in Cochabamba (Bolivien) durchgeführt wurden. Dabei fungierte der Projektleiter nicht nur in der Beratung von logistischen, administrativen sowie technischen Bereichen des Organisationskomitees sondern trug ebenso mit dazu bei, dass drei Basisfortbildungen mit über 150 Teilnehmern sowie drei internationale Kurse (IAAF Level I) im Schiedsrichterwesen durchgeführt wurden. „Auch wenn diese Kurse hauptsächlich der unmittelbaren Vorbereitung der Südamerikanischen Spiele zur Gewährleistung der Fach- und Regelkompetenz diente und daher kurzfristig notwendig waren, werden die nun über 45 lizensierten IAAF-Kampfrichter zukünftig landesweit im Einsatz sein und mit Sicherheit mittel- und langfristig das Niveau des Kampfrichterwesens anheben,“ so Scheer.

Nachdem die Spätsommermonate für die strategische (Neu-)Ausrichtung des bolivianischen Leichtathletikverbandes sowie Planung des regionalen, nationalen und internationalen Wettkampfkalenders, Qualifikationsrichtlinien, Regelanpassungen, etc. standen, wurden die Monate November und Dezember für reine Fortbildungszwecke von bolivianischen Counterparts genutzt. Bei diesen Maßnahmen wurde stets darauf geachtet, möglichst viele der derzeit insgesamt acht Landesverbände des Leichtathletikverbands zu integrieren. Ausgewählte Kampfrichter wurden zu Referenten für Basiskurse ausgebildet (12 bestandene Prüfungen aus sechs verschiedenen Bundesstaaten), ein Zeitmessungsseminar (Fotofinish) mit acht Teilnehmern aus fünf Bundesstaaten, eine Fortbildung zum Thema Administration für 14 Teilnehmer aus sieben Bundesstaaten sowie ein IAAF-Level I Trainerkurs wurden durchgeführt. „Das Jahr 2019 wird ein `Übergangsjahr´ werden, das zur Dezentralisierung der Wettkampfaktivitäten und deren Administration gedacht ist. Dazu wurden nun die Grundlagen gelegt, dass lokale Counterparts alle relevanten Aufgabenbereiche unabhängig vom Nationalen Leichtathletikverband und selbstständig mit der notwendigen Qualität durchführen können. Im kommenden Jahr ist ein Begleitprogramm für die Landesverbände geplant, das bei Bedarf Mentoren zur Unterstützung und ‚Nachjustierung‘ in die Regionen schickt. Zudem werden die fortgebildeten Referenten und Kursteilnehmer (Fotofinish & Administration) in ihren Bundesstaaten als Multiplikatoren fungieren und sich gemeinsam mit ihrem Landesverband ein lokales Arbeitsteam aufbauen. Ab 2020 sollen alle nationalen und theoretisch auch internationalen Meisterschaften in den Landesverbänden realisiert werden können, ohne dass für die Mitarbeiter der FAB eine Reise- und Anwesenheitsnotwendigkeit besteht,“ so der DOSB-Projektleiter über die mittel- und langfristigen Absichten, die ebenso zu einer deutlichen Kostenreduktion und Steigerung der regionalen Wettkampfaktivitäten beitragen soll.


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    Kampfrichter-Referentenausbildung

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