Tag 1 YOG: Olympische Premiere der Skibergsteiger

Skibergsteigen, Super-G der Alpinen, die Kür im Eiskunstlauf der Paare und das erste Match des Mixed-Curling-Teams bildeten den Auftakt des deutschen Teams in Lausanne.

Antonia Niedermaier beim Wettkampf im Ski Mountaineering Individual. Foto: Olympic Information Service
Antonia Niedermaier beim Wettkampf im Ski Mountaineering Individual. Foto: Olympic Information Service

Ski Mountaineering Individual: Mit Vollgas in die Youth Games Premiere 

„Egal was passiert, ihr schreibt heute Geschichte“, sagte Trainer Thomas Bösl seinen Athletinnen bei der Anfahrt zum Wettkampf und spielte damit darauf an, dass die Skibergsteiger heute den ersten Wettkampf ihrer Sportart in der Geschichte von Olympischen Jugend-Winterspielen bestritten haben.

Doch mit einfach nur ins Ziel kommen wollten es Antonia Niedermaier und Sophia Weßling bei den Mädchen, sowie Franz Eder und Finn Hösch im Individual Jungs nicht belassen. „Es gibt nur ein Gas, Vollgas“, kündigte Niedermeier an. Zunächst wurden die Mädchen jedoch beim ersten Anstieg durch sehr viel Verkehr ausgebremst. Als sich das Feld auseinanderzog, machten die Athletinnen des Jugend Team Deutschland dann jedoch Platz um Platz gut. Niedermaier, lieferte sich einen Zweikampf mit der Italienerin und kam als Fünfte ins Ziel, wurde dann jedoch mit einer Zeitstrafe belegt, weil bei der Materialkontrolle nach dem Rennen festgestellt wurde, dass sie die erforderliche Rettungsdecke nicht in ihrem Rucksack hatte. Trotzdem zeigte sie sich nach dem Rennen „sehr zufrieden“, gerade weil es das erste Individual Rennen ihrer Karriere war. Auch für Sophia Weßling lief es „super“, sie kam als Zehnte ins Ziel. „Ungefähr auf diese Position hatte ich auch gepokert vor dem Rennen, aber im Vergleich zur WM habe ich auf die Weltspitze ein paar Minuten gut gemacht. Da freut man sich natürlich besonders“, so Weßling.

Grund zur Freude hatten auch die männlichen Starter nach ihrem Rennen. Wurde vorher noch eine Zeit von cirka 1:10 Stunden prophezeit, kamen die ersten Athleten in diesem schnellen Rennen schon nach nur 47:49 Minuten ins Ziel. Trotz dieses Tempos konnte Finn Hösch gut mithalten und überholte am Schlussanstieg sogar noch drei Athleten: „Es freut mich, dass ich komplett durchziehen konnte. Aber bei einer Olympiateilnahme ist das Ergebnis sowieso nebensächlich“. Etwas Pech hatte Franz Eder, der in der letzten, leicht nebligen Abfahrt stürzte und letztlich 19. wurde.

Super-G in Les Diablerets: Auftaktrennen für die Alpinen

Für die deutschen Alpin-Skifahrerinnen ging es an der Wettkampfstätte in Les Diablerets mit der Startnummer eins und drei direkt auf die Piste. 

„Katharina Haas und Lara Klein sind sehr gut drauf und es ist eine tolle Erfahrung für sie hier starten zu können“, sagt Markus Eberle. Platzierungsforderungen stellt er keine, zählt er seine Athleten doch nicht zu den Topfavoriten. „Wir sind eher gespannt auf den Wettkampf. Eine Prognose ist schwierig, aber wenn die beiden einen guten Lauf haben, ist ein Top 10 Platz möglich.“ Am Ende belegen Haas und Klein die Plätze 21 und 22. Die erste Goldmedaille bei den Winter-Jugendspielen ging an die 17-jährige Amelie Klopfenstein aus der Schweiz.

Bei den Männern flog Marinus Sennhofer mit enormer Geschwindigkeit durch den steilen Abhang und brachte den schwierigen mittleren Abschnitt ohne Fehler hinter sich. In der Gesamtwertung reichte es am Ende zu einem tollen zwölften Platz. „Jeder der teilnimmt, hat das Ziel vorne mit dabei zu sein und im Endeffekt gibt jeder sein Bestes und man schaut was dabei rauskommt.“ Mit einer ähnlich pragmatischen Ambition ging auch Max Geissler-Hauber an den Start, der den schwierigen Kurs als Achtzehnter abschloss. Der Schwede Adam Hofstedt holte sich derweil den Sieg bei den Jungen.

Die anfängliche Aufregung hat sich gelegt. Alle vier Athleten wollen in den nächsten Tagen angreifen und sich in den Wertungen weiter vorne platzieren. Physiotherapie, gesundes Essen und frühe Schlafenszeit – so lautet das Vorbereitungsprogramm für den morgigen Wettkampf.

Eiskunstlauf

Das deutsche Eiskuntslauf-Paar Letizia Rosch und Luis Schuster zeigte trotz kleiner Wackler eine ordentliche Kür. Trainer Rico Rex war nachher zufrieden: "Im großen und ganzen bin ich sehr zufrieden. Leider hat ein Sprung nicht richtig geklappt, so dass eine bessere Platzierung nicht möglich war nach dem Short Program. Für Letizia und Luis ist es eine super Erfahrung in einer Ausverkauften Arena mit so einer tollen Stimmung zu laufen. Dies wird die Beiden Schritt für Schritt weiter voranbringen."

Die Beiden liegen nach dem Kurzprogramm mit 42.80 Punkten auf Rang acht.

Curling

Das deutsche Mixed-Curling-Team um Fahnenträger und Skip Benjamin Kapp gewann seine Auftaktpartie gegen Außenseiter Brasilien deutlich 15:1. 

(Quelle: DOSB)


  • Antonia Niedermaier beim Wettkampf im Ski Mountaineering Individual. Foto: Olympic Information Service
    Skibergsteigerin Antonia Niedermaier trägt ihre Ski auf dem Rücken den berg hoch. Foto: Olympic Information Service

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