Namen zum Merken

Ist das Konzept der Eliteschulen tragfähig? Die drei am Montag ausgezeichneten Eliteschülerinnen des Sports haben durch ihre Erfolge klare Antworten gegeben: Es trägt.

Sieger-Selfie mit Isabel Gose, Alessa-Catriona Pröpster, Andrea Herzog, Kai Ostermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leasing und DOSB-Vizepräsidentin Uschi Schmitz. Foto: DOSB/Jan Haas
Sieger-Selfie mit Isabel Gose, Alessa-Catriona Pröpster, Andrea Herzog, Kai Ostermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leasing und DOSB-Vizepräsidentin Uschi Schmitz. Foto: DOSB/Jan Haas

Es ist eine schöne Tradition, dass die besten drei Eliteschüler*innen aller 43 Eliteschulen des Sports stets beim Neujahrsempfang des Deutschen Olympischen Sportbundes ausgezeichnet werden. In festlicher Atmosphäre wurden im Kaisersaal des Frankfurter Römers am Montag drei junge Frauen für ihre sportlichen und schulischen Leistungen geehrt. Viele Vorgänger*innen hatten seit 2009 genauso wie Slalomkanutin Andrea Herzog, Bahnradfahrerin Alessa-Catriona Pröpster und Schwimmerin Isabel Gose in diesem Jahr die stimmungsvolle Atmosphäre und ihre Würdigung genießen können.

Glanzvolle Namen stehen in der „Ahnengalerie“ dieser Auszeichnung: 3000-Meter-Hindernis-Europameisterin Gesa Krause, Skisprung-Olympiasieger Andreas Wellinger, Kombinations-Weltmeister und -Olympiasieger Johannes Rydzek, um nur einige zu nennen, die seit 2009 im Frankfurter Römer als „Eliteschüler*in des Jahres“ gefeiert wurden und inzwischen Karriere gemacht haben. Sie alle haben gemeinsam, dass sie zum Zeitpunkt der Ehrung als Eliteschüler*in des Jahres bereits sportliche Höhen erklommen haben und gleichzeitig in der Schule mit guten Leistungen glänzten.

Beiden Anforderungen gerecht zu werden, also Sport und Schule ohne Abstriche unter einen Hut zu bringen, ist der Sinn hinter dem Eliteschul-Konzept. Es ermöglicht jungen Menschen, ihre sportlichen Träume zu leben, ohne die Vorbereitung auf ein Leben neben oder nach dem Sport zu vernachlässigen. Leistungssport auf hohem Niveau kostet viel Zeit und Energie. In den Eliteschulen des Sports werden nicht nur Unterrichtszeiten und Training optimal aufeinander abgestimmt, das Verbundsystem Schule, Wohnen und Sport hilft auch, Zeit zu sparen, zum Beispiel durch das Vermeiden von langen Fahrten zum Training.

Dennoch wird mitunter darüber diskutiert, ob das Konzept der Eliteschulen tragfähig ist. Die drei am Montag ausgezeichneten Eliteschülerinnen des Sports haben durch ihre Erfolge in beiden Bereichen klare Antworten gegeben: Es trägt. Alle drei haben bereits das Abitur in der Tasche oder stehen unmittelbar davor. Nicht weniger beeindruckend sind ihre sportlichen Erfolge, vor allem die der Siegerin Andrea Herzog, die bereits einen WM-Titel bei den Frauen gewonnen und darüber hinaus ihr Abitur mit einem Schnitt von 1,1 abgelegt hat. Aber auch die Namen Alessa-Catriona Pröpster (Platz zwei) und Isabel Gose (Platz drei) sollte man sich merken – man wird sicher noch von ihnen hören (von allen dreien); von Andrea Herzog und Isabel Gose hoffentlich schon bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio und von Alessa-Catriona dann vielleicht in Paris.

(Autorin: Ulrike Spitz)

In jeder Ausgabe der DOSB-Presse, die wöchentlich erscheint, gibt es einen Kommentar zu aktuellen Themen des Sports, den wir hier veröffentlichen. Diese mit Namen gezeichneten Beiträge geben nicht unbedingt die offizielle DOSB-Meinung wieder.


  • Sieger-Selfie mit Isabel Gose, Alessa-Catriona Pröpster, Andrea Herzog, Kai Ostermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leasing und DOSB-Vizepräsidentin Uschi Schmitz. Foto: DOSB/Jan Haas
    Sieger-Selfie mit Isabel Gose, Alessa-Catriona Pröpster, Andrea Herzog, Kai Ostermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leasing und DOSB-Vizepräsidentin Uschi Schmitz. Foto: DOSB/Jan Haas

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