Reformen im Internationalen Baseball Verband IBAF

Ein außerordentlicher Kongress des Internationalen Baseball Verbandes (IBAF) am 18. August 2007 in Frankfurt hat entscheidende Schritte zur Weiterentwicklung des Verbandes beschlossen.

DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach und IBAF-Vizepräsident Martin Miller.
DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach und IBAF-Vizepräsident Martin Miller.

Eine umfangreiche Strukturanalyse des Verbandes wurde ebenso einstimmig angenommen wie ein zukunftsorientiertes Strategiepapier („A New Dynamic Direction“). Darüber hinaus wurde eine Corporate Design Konzeption vorgestellt und die Nachwahlen zum Executive Committee abgeschlossen. Hierbei wurde Martin Miller, Präsident des Europäischen Baseball Kontinentalverbandes (CEB) und Ehrenpräsident des Deutschen Baseball und Softball Verbandes (DBV) mit großer Mehrheit zum IBAF-Vizepräsidenten gewählt.

Hintergrund dieser Reformentwicklung ist eine kritische IBAF-Situationsanalyse im Zusammenhang mit der IOC Entscheidung, wonach Baseball in London 2012 nicht Bestandteil des olympischen Sommerprogramms ist. Dies hat zu einem Wechsel an der Spitze des Verbandes geführt – IBAF-Präsident ist seit Jahresende 2006 Dr. Harvey Schiller, ehemaliger Generalsekretär des United States Olympic Committee. Der Prozess des personellen und inhaltlichen Neubeginns, an dem der Deutsche Baseball und Softball Verband federführend beteiligt war, wurde mit den Beschlüssen und Wahlen des Frankfurter Kongress vorerst abgeschlossen.

Der DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach würdigte die neue inhaltliche Ausrichtung positiv und forderte das neue IBAF-Präsidium in seinem Hauptvortrag auf, den Neubeginn aktiv zu gestalten und sich hierbei auf die wesentlichen Bestimmungsfaktoren einer zeitgemäßen Verbandsentwicklung zu konzentrieren: weltweite Verbreitung der Sportart Baseball, aktive Jugendarbeit, umfassender Anti-Doping-Kampf, Beteiligung der weltbesten Spieler an Olympia und den IBAF-Weltmeisterschaften. Von Bedeutung sei ferner, so Bach, auch die Werbung für Baseball durch ein erfolgreiches und attraktives olympisches Turnier in Peking und insgesamt ein einheitliches Vorgehen und Auftreten des internationalen Baseballsports.

Der Präsident des Deutschen Baseball und Softball Verbandes, der Mainzer Bundestagsabgeordnete Hartmann, würdigte in seinem Grußwort die gestiegene und reformorientierte Rolle Deutschlands im internationalen Baseballsport sowie den „Rückenwind für Neubeginn und Reform“, der u.a. durch die nun erkennbare Unterstützung durch die Profi-Ligen in den USA sowie in Japan und Korea zum Ausdruck kommt.


  • DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach und IBAF-Vizepräsident Martin Miller.
    DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach und IBAF-Vizepräsident Martin Miller.

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