News zum Thema Bildung

75 Jahre Kriegsende

Die Deutsche Sportjugend besinnt sich 75 Jahre nach dem Kriegsende auf die geschaffenen Werte der Völkerverständigung

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Bildungsarbeit im DOSB

Der organisierte Sport gilt als einer der größten Anbieter für Bildung und Qualifizierung der Zivilgesellschaft in Deutschland.      

Wie viele Menschen qualifizieren sich für ihr Engagement im Vereinssport? Wie viele davon sind Frauen und wie viele Männer? Welcher Ausbildungsgang wird wie oft frequentiert? Auf welcher Lizenzstufe gibt es die meisten Abschlüsse? Welche Unterschiede gibt es im Leistungs- und Breitensport?

Die neue Veröffentlichung des DOSB „Das habe ich im Sport gelernt! – Bericht 2013“ beantwortet diese und weitere Fragen und gibt einen ausführlichen Einblick in die Leistungen des organisierten Sports im Bereich Bildung und Qualifizierung.

"Sport ist fair!?" - Grundlagenmaterial und Lehrbeispiele für den gemeinnützig organisierten Sport

Die gesellschaftspolitischen Themen nehmen im Rahmen der Aus- und Fortbildung von Trainer/innen, Übungsleiter/innen, Jugendleiter/innen und Vereinsmanager/innen an unterschiedlichen Stellen großen Stellenwert ein. Sind es doch die in den Sportvereinen Tätigen, die mit heterogenen Lebenssituationen, verschiedenartigen Interessenslagen und ungleichen sozialen und physischen Voraussetzungen konfrontiert sind. Hierfür bietet der DOSB Unterstützung mit seinem Grundlagenmaterial "Sport ist fair!?". Das Material beinhaltet neben Hintergrundwissen praktische Beispiele für die Lehrarbeit und weiterführende Literatur und kann vielfältig eingesetzt werden.

Das Material steht hier als Gesamtdokument und als einzelne Kapitel zum Download bereit und kann über Gudrun Cezanne (cezanne(at)dosb.de) bestellt werden.

Downloads: 

"Sport ist fair!?" - Grundlagenmaterial und Lehrbeispiele

Kapitel 1: Sportverbände und –vereine als Akteure der Zivilgesellschaft

Kapitel 2: Eine Frage der Haltung – Fairness und Chancengleichheit im Sport

Kapitel 3: Geschlechterverhältnisse im Sport – Das Entweder-Oder-Prinzip?!

Kapitel 4: Kopfstand statt Ruhestand – Sport der älteren Generation

Kapitel 5: Die Mischung macht´s – Über die Potenziale kultureller Vielfalt für Sportvereine und -verbände

Kapitel 6: Sport für alle – aber mit feinen Unterschieden: Zum Zusammenhang von sozialer Schichtung und Sportpartizipation

Kapitel 7: Inklusion – „Eine neue Idee?“ und ihre Bedeutung für Menschen mit Behinderung im Sport

Kapitel 8: „Wir sind – so oder so!“ – Homosexualität im Sport 

Präsentation Basiskapitel "Sportverbände und -vereine als Akteure der Zivilgesellschaft"

Präsentation Basiskapitel "Eine Frage der Haltung - Fairness und Chancengleichheit im Sport"

E-Learning für die Qualifizierung im organisierten Sport

Das Qualifizierungssystemsystem des DOSB zeichnet sich durch Aktualität, Flexibilität und Qualität aus. Gerade den Menschen, die sich ehrenamtlich in Sportvereinen engagieren, möchten die Sportverbände attraktive und leicht zugängliche Ausbildungswege ermöglichen.

Da bieten sich auch Qualifizierungsmaßnahmen an, die auf E-Learning-Angebote zurückgreifen.

Die aktuellen Rahmenrichtlinien ermöglichen den Ausbildungsträgern, diese neuen Formen des Lernens  in ihre Ausbildungskonzepte aufzunehmen. Einige Sportorganisationen haben davon schon Gebrauch gemacht, andere sind in diesem Bereich noch nicht aktiv.

Inwieweit E-Learning-Maßnahmen bereits etabliert sind und wie der organisierte Sport solche Angebote noch stärker und effizienter in sein Qualifizierungssystem integrieren können, zeigt die medienpädagogische E-Learning-Studie, die der DOSB 2010 in Auftrag gegeben hat. 

Download E-Learning Studie

Lernen ist die zentrale Zukunftsressource und die Sportvereine bieten vielfältige Gelegenheiten für lebenslanges Lernen.

Gerade in der momentanen Krise, in der unsere grundlegenden Verhaltensweisen und Gewohnheiten zu einem großen Teil außer Kraft gesetzt sind, wird für jede*n offensichtlich: Schnell zu lernen, sich neuen Anforderungen zu stellen, sich mit neuen technischen und digitalen Tools vertraut zu machen - dies sind nur einige Fähigkeiten, die die Menschen derzeit so dringend benötigen. Und dabei macht es keinen Unterschied, ob es sich um junge oder alte Menschen, um Menschen in Ausbildungssituationen, um Berufstätige oder um Menschen handelt, die schon lange nicht mehr gezielt gelernt haben. Für uns alle ist es eine zentrale Frage geworden, wie wir es schaffen, uns in einer völlig neuen und bisher unvorstellbaren Situation zurecht zu finden. Und wie wir es schaffen können, all die Kompetenzen sehr schnell zu entwickeln, die wir brauchen, um auch in dieser unübersichtlichen Zeit Anschluss halten zu können. Lernen ist die zentrale Zukunftsressource für Deutschland – was das konkret bedeutet, spüren wir alle derzeit.

Dass Sportvereine und -verbände vielfältige Gelegenheiten für lebenslanges Lernen bieten und damit einen großen Beitrag zu dieser wichtigen Zukunftsressource leisten können, versuchen wir bereits seit langer Zeit in Richtung der Bildungspolitik zu adressieren. Bewegungslernen ist genauso zentrales Ziel der Sportvereine, wie es die Entwicklung personaler Kompetenzen ist, wie etwa der Teamfähigkeit. Der Umgang mit Scheitern wird im Sport ebenso gelernt wie das Führen von Gruppen und wie die Rolle als Lernbegleiter für Trainer*innen und Übungsleiter*innen eine Selbstverständlichkeit ist. Auch digitale Skills werden im Sport entwickelt. Denn die Verbände setzen zum Teil bereits seit zehn Jahren Blended-Learning-Konzepte in der DOSB-Lizenzausbildung ein. Diese sind im besonderen Maße geeignet, Kompetenzen zu entwickeln, die für das Engagement im Sportverein benötigt werden. Viele der Schlagworte, die wir im Sport schon lange benutzen, hört man derzeit in der bildungspolitischen Debatte, wenn es um die sogenannten „Futur Skills“ geht.

Es bleibt daher unverständlich, warum Bildungspolitiker*innen die Sportvereine nicht schon längst als Partner auf Augenhöhe wahrnehmen. Es fehlt nach wie vor ein entsprechender Platz der zivilgesellschaftlichen Organisationen, so auch des Vereinssports, in der Nationalen Bildungsberichterstattung. Wir warten noch immer darauf, dass die Trainerausbildungen im Rahmen der DOSB-Lizenzausbildung in den Deutschen Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (DQR) aufgenommen wird.

Dabei liegt es doch auf der Hand: Die formalen Bildungsorte Schule, Hochschule und berufliche Bildung können es allein nicht schaffen, die sich schnell wandelnden Anforderungen an das lebenslange Lernen komplett abzubilden. Diese große Aufgabe kann nur in einer gemeinsamen Anstrengung staatlicher, beruflicher und eben auch zivilgesellschaftlicher Bildungsanbieter gelingen.

Im Stifterverband hat der DOSB einen Partner gewonnen, der dieses Anliegen des Sports unterstützt. Neue Studienergebnisse sind die Grundlage für ein Policy Paper „Sportvereine – Bildungsakteure der Zivilgesellschaft“. Dieses stellt Bildungspotenziale des Sports in kurzer Form dar und untermauert sie mit Beispielen aus der Vereinspraxis. Das Papier soll dazu beitragen, die Leistungen des Sports für die zentrale Zukunftsaufgabe des „lebenslangen Lernens“ deutlich zu adressieren und damit die Sportvereine zu stärken.

Das Policy Paper ist hier abrufbar.


(Autorin: Gudrun Schwind-Gick, Ressortleiterin im Bereich Bildung des DOSB)

„Das habe ich im Sport gelernt“ – Bericht 2013

Wie viele Menschen qualifizieren sich für ihr Engagement im Vereinssport? Wie viele davon sind Frauen und wie viele Männer? Welcher Ausbildungsgang wird wie oft frequentiert? Auf welcher Lizenzstufe gibt es die meisten Abschlüsse? Welche Unterschiede gibt es im Leistungs- und Breitensport?

Die neue Veröffentlichung des DOSB „Das habe ich im Sport gelernt! – Bericht 2013“ beantwortet diese und weitere Fragen und gibt einen ausführlichen Einblick in die Leistungen des organisierten Sports im Bereich Bildung und Qualifizierung. U.a. befasst sich ein Kapitel mit der aktuellen Diskussion um den Deutschen Qualifikationsrahmen. Der Bericht baut sowohl methodisch als auch inhaltlich auf den „Qualifizierungsbericht der Sportorganisationen 2010“ auf. Der DOSB führt damit seine Bildungsberichterstattung fort.

Der Bericht steht hier zum Download bereit und kann kostenfrei über Gudrun Cezanne cezanne(at)dosb.de bestellt werden.

Download: „Das habe ich im Sport gelernt! – Bericht 2013“

Mit dem Innovationsfonds hat der DOSB ein Förderinstrument geschaffen, das neue, zukunftsweisende Ansätze und Prozesse in der Sportentwicklung und im Breitensport anstoßen und fördern soll. Weitere Informationen finden Sie hier.

DOSB-Lizenzausbildung

Olympische Erziehung

Sport steht nicht nur für Rekorde und Medaillen, Gesundheit und Identifikation, sondern auch für den Olympischen Gedanken. Das ausgewogene Zusammenspiel von Fair Play, Leistungsstreben und gegenseitiger Achtung macht ihn aus.

Dieses olympische Werteverständnis ist Grundlage und Bildungsauftrag aller Qualifizierungsmaßnahmen im organisierten Sport.

Der DOSB arbeitet an dieser Stelle eng mit der Deutschen Olympischen Akademie Willi Daume e.V. (DOA) zusammen, die regelmäßig Lehrmaterialien zu diesem Thema erstellt.

Umfassende Qualifizierungsangebote

Ob im Verband, für den Beruf oder in Kooperation mit Schulen – der organisierte Sport bildet aus, weiter und fort. Mit seinem differenzierten Qualifizierungssystem ist er einer der größten Bildungsträger der Zivilgesellschaft.

Die vielen verschiedenen Sportverbände bieten in über 800 Ausbildungsgängen, Sportarten und Disziplinen Qualifizierungen mit DOSB-Lizenzen an. Daneben gibt es zahlreiche Veranstaltungen im Bereich der Bildung und Qualifizierung ohne DOSB-Lizenzen. Die Deutsche Sportjugend (dsj) sowie die drei Akademien des DOSB ermöglichen weitere Aus- und Fortbildungsmaßnahmen. 

Daneben war der DOSB maßgeblich an der Entwicklung zweier Berufsausbildungen beteiligt.

Bildungsarbeit im organisierten Sport setzt auch in der Schule an. Verschiedene  Kooperationen zwischen Sportverein und Schule sowie die Unterstützung von Lehrerin/innen zählen zu den vielfältigen Bildungsmaßnahmen des DOSB.

Qualifizierungen

Um eine DOSB-Lizenz zu erhalten, muss man auf den jeweiligen Lizenzstufen eine festgelegte Anzahl von Lerneinheiten (eine Lerneinheit beträgt 45 Minuten) absolvieren und entsprechende Abschlussprüfungen machen.

Die praktische Umsetzung der Qualifizierung nehmen die Sportverbände innerhalb des DOSB in eigener Trägerschaft vor. In diesem Sinne vergeben sie im Auftrag des DOSB auch die Lizenzen für den jeweiligen Ausbildungsgang.

Strukturschema Qualifizierungen (jpg)

Anspruchsvolle Ausbildung durch qualifizierte Lehrkräfte

Fachlich und methodisch geschulte und kompetente Lehrkräfte garantieren die hohe Qualität der jeweiligen Ausbildungen.

Transparenz und Vergleichbarkeit durch das Lizenzsystem

Dank des DOSB-Lizenzsystems lassen sich erworbene Qualifikationen transparent einschätzen und bundesweit miteinander vergleichen.

Entwicklungsmöglichkeiten

Das Qualifizierungssystem bietet allen Interessierten die Möglichkeiten, sich neben Beruf, Ausbildung, Studium oder Schule weiterzuentwickeln.

Kostengünstige und flächendeckende Qualifizierungsangebote

Die Sportverbände sind gemeinnützig und verfolgen innerhalb ihres Ausbildungssystems keine kommerziellen Interessen. So zeichnen sich die Teilnahmegebühren durch besondere Sozialverträglichkeit aus. Dezentrale Strukturen ermöglichen außerdem flächendeckende und wohnortnahe Qualifizierungsangebote.

Qualitätssicherung durch lebenslanges Lernen

Wer eine DOSB-Lizenz erwirbt, schließt damit seinen Lernprozess nicht ab. Regelmäßige Fortbildungen sind verpflichtend, um zu gewährleisten, dass immer nach neusten Erkenntnissen und Anforderungen im Verein gearbeitet wird.

DOSB-Lizenzen sind Qualitätsmerkmale

Viele staatliche und gesellschaftliche Institutionen erkennen DOSB-Lizenzen in ihren Systemen an. Vereine können so beispielsweise Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln erhalten, wenn sich Personen mit DOSB-Lizenzen bei ihnen engagieren.

Die Sportorganisationen legen gemeinsam mit dem DOSB die Kriterien für Ausbildungen in den Rahmenrichtlinien (RRL) fest. Die RRL stehen für die Qualität und Vergleichbarkeit im organisierten Sport.

Seit Mitte der 60er Jahre gibt es die Rahmenrichtlinien und sie werden kontinuierlich fortgeschrieben, zuletzt 2005. So können gesellschaftliche und politische Veränderungen aufgegriffen und in die Ausbildungen mit aufgenommen werden. Beispielweise stellen Themengebiete wie Sport und Gesundheit oder die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund einen zunehmend wichtigen Aspekt in der Sportsvereinsarbeit dar.

Mit den RRL können die Sportorganisationen auf solche Themen reagieren und die Inhalte ihrer Ausbildungskonzepte bedarfsgerecht zuschneiden.

Die Rahmenrichtlinien als Download (pdf)

Ergänzende Ausführungsbestimmungen zu den Rahmenrichtlinien für Qualifizierung im Bereich des DOSB

Vorstufenqualifikation

Wer eine DOSB-Lizenz erlangen möchte, muss mindestens 16 Jahre alt sein. Wer jünger ist, kann mit der Vorstufenqualifikation bereits eine kleinere, festgeschriebene Aufgabe im Verein übernehmen und wichtige Grundkenntnisse erwerben. Dazu zählen neben inhaltlichen Anregungen für sportliche Vereinsangebote unter anderem auch Schulungen zu Aufsicht und Betreuung von Kindern oder Konfliktlösungsstrategien.

Dieser Ausbildungsgang schließt ohne DOSB-Lizenz ab, kann aber im wörtlichen Sinne als Vorstufe für die nachfolgenden drei Lizenzstufen verstanden werden. Teilweise kann er auch für weitere Ausbildungsgängen angerechnet werden.

Strukturschema Vorstufenqualifikation (pdf)

 

Übungsleiter/innen sind Allroundtalente in den Sportvereinen. Sie arbeiten sportartübergreifend. Pädagogisch geschult planen und realisieren sie unterschiedlichste Sportangebote: Vom Kinderturnen bis zur Seniorensportgruppe, vom Sport mit Menschen mit Migrationshintergrund bis hin zur Qualifizierung für Kooperationen mit Ganztagsschulen – die Verbände bieten ein weites Spektrum für diesen Ausbildungsgang an.

Übungsleiter/in-C

Auf der Einstiegsstufe werden neben pädagogischen und sportfachlichen Grundkenntnissen aktuelle Trends im Freizeit- und Breitensport vermittelt. Daneben befasst sich die Ausbildung mit

  • Konfliktmanagement
  • kulturellen Unterschieden
  • Altersthematiken
  • Leistungs- und Genderfragen

Übungsleiter/in-B

Auf zweiter Ausbildungsstufe geht es darum, sich stärker zu spezialisieren. Diese Spezialisierungen orientieren sich an den Bedürfnissen der jeweiligen Verbände, die solche Ausbildungen anbieten. Beispiele dafür sind unter anderem:

  • Sport im Elementarbereich
  • Bewegungserziehung im Kleinkind- und Vorschulalter
  • Bewegung, Spiel und Sport für 6-12-jährige Kinder
  • Programme mit Älteren und Hochaltrigen
  • Selbstverteidigung für Mädchen
  • Integration von Menschen mit Migrationshintergrund
  • Sport in der Ganztagsschule
  • Familiensport

ÜL-B "Sport in der Prävention"

Auf zweiter Lizenzstufe (B) werden zwei besondere Bereiche der Übungsleiter/in-Ausbildung angeboten. Einer davon ist „Sport in der Prävention“. Er reagiert auf den großen Bedarf an gesundheitsorientierten Angeboten im Sportverein. Übungsleiter/innen-B mit dieser Qualifizierung setzen gesundheitsorientierte Sport- und Bewegungsangebote zielgruppengerecht um.

Obwohl Übungsleiter/innen sonst immer sportartübergreifend arbeiten, können sie sich in diesem Ausbildungsgang auch auf eine Sportart spezialisieren. Denn vielen Menschen fällt der Einstieg in den Gesundheitssport leichter, wenn sie ihn mit ihrer Lieblingssportart verknüpfen können.
Die Qualifizierung „Sport in der Prävention“ unterteilt sich in fünf Profile, drei mit spezieller und zwei mit allgemeiner Ausrichtung:

Speziell:

  • Gesundheitstraining Haltungs- und Bewegungssystem
  • Gesundheitstraining Herz-Kreislaufsystem
  • Gesundheitstraining Stressbewältigung und Entspannung

Allgemein:

  • Gesundheitstraining für Kinder/Jugendliche
  • Gesundheitstraining für Erwachsene/Ältere

ÜL-B "Sport in der Reha"

Der zweite Bereich in der Übungsleiter/innen-B-Ausbildung setzt ebenfalls im Gesundheitssport an. Dabei geht es um Sport- und Bewegungsangebote für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Indikationsspezifisch richten die Übungsleiter/innen zielgruppengerechte Reha-Sportangebote aus. In folgenden Profilen können sich Übungsleiter/innen darin ausbilden lassen:

  • Sport in Herzgruppen
  • Sport und Diabetes
  • Sport in der Krebsnachsorge
  • Sport bei Osteoporose
  • Sport bei Rheuma
  • Sport bei Wirbelsäulenerkrankungen

Strukturschema Übungsleiter/in (jpg)

Die Trainer/innen-Ausbildungen teilen sich in die Bereiche Leistungssport und Breitensport auf.

Im Breitensport sind es meist aktive oder ehemalige Sportler/innen oder Eltern von sportaktiven Kindern, die sich als Trainer/innen engagieren. Ob in der Kinder- und Jugendarbeit oder mit Erwachsenen, die Verantwortung als Trainer/in birgt zahlreiche Herausforderungen, weshalb sich viele für eine Ausbildung mit DOSB-Lizenz entscheiden.

Trainer/in-C

Trainer/innen im Breitensport planen und trainieren sportartspezifisch im Verein. Auf erster Lizenzstufe geht es deswegen um eine breite Grundlagenausbildung in der jeweiligen Sportart. Außerdem richten sich Trainer/innen mit ihren Breitensportangeboten an viele Vereinsmitglieder. Diese zu gewinnen, zu fördern und an den Verein zu binden, ist ebenfalls ein wichtiger Ausbildungsaspekt.

Trainer/in-B

In diesem Ausbildungsgang vertiefen Trainer/innen ihre Kenntnisse für breitensportliche Trainingsangebote wie Amateur- und Wettkampfsport und dem Schulsport außerhalb des Unterrichts. Außerdem werden soziale und gesundheitliche Aspekte des Sporttreibens vermittelt, um Menschen stärker zum Sporttreiben zu motivieren.

Trainer/in-A

Diese Ausbildung wurde 2006 eingeführt und ist eine Reaktion auf die demografische Entwicklung und die dadurch einhergehende verstärkte Nachfrage nach ganzheitlichen Breitensport, Fitness- und Gesundheitsprogrammen. Auf dieser Lizenzstufe werden Trainer/innen zu Experten für den Trainingsbetrieb im Breiten- und Gesundheitssport ausgebildet, die außerdem qualifiziert sind, breitensportliche Großveranstaltungen zu planen und durchzuführen.

Strukturschema Trainer/in Breitensport (jpg)

Während im Breitensport Trainer/innen viele Vereinsmitglieder ansprechen sollen, ist die Ausbildung im Leistungssport darauf ausgerichtet, Talente zu erkennen und zu fördern.

Trainer/in-C

In der Einstiegsstufe setzt die Ausbildung darauf, Grundlagentraining für Anfänger und Fortgeschrittene im Verein zu planen und durchzuführen. Daneben wird der Blick geschult, Talente im Verein zu entdecken und gezielt zu fördern.

Trainer/in-B

Trainer/innen werden in diesem Ausbildungsgang für das leistungssportliche Aufbau- und Anschlusstraining qualifiziert. Wer mit einer B-Lizenz abschließt, kann solche Trainingsformen kompetent planen, organisieren und durchführen.

Trainer/in-A

Wer sich für eine Ausbildung auf 3. Lizenzstufe anmelden möchte, benötigt nicht nur eine gültige Lizenz als B-Trainer/in, sondern braucht auch eine Befürwortung vom zuständigen Landesfachverband.

Trainer/innen auf dieser Lizenzstufe befassen sich mit dem systematischen, leistungsorientierten Anschluss- und Hochleistungstraining. Häufig werden sie auch im Auswahl- und Kadertraining der Verbände eingesetzt.

Diplom-Trainer/in

Nur für die Ausbildungsgänge Trainer/in Leistungssport gibt es noch eine 4. Lizenzstufe, die Diplomebene. Qualifizierte Trainer/innen mit einer A-Lizenz können an der Trainerakademie des DOSB ein Diplomstudium anschließen. Hier werden sie in der jeweiligen Sportart dazu ausgebildet, den besonderen Herausforderungen als Trainer/innen im Hochleistungssport gerecht zu werden.

Strukturschema Trainer/in Leistungssport (jpg)

Kinder- und Jugendarbeit ist die Basis eines jeden Sportvereins. Deswegen hat der DOSB gemeinsam mit seiner Jugendorganisation, der Deutschen Sportjugend (dsj), den Ausbildungsgang Jugendleiter/in konzipiert.

Die Ausbildung schließt mit einer C-Lizenz ab und wird von den jeweiligen Sportverbänden gemeinsam mit ihrer Jugendorganisation angeboten.

Vielseitig engagiert

Jugendleiter/innen planen und organisieren nicht nur sportartübergeifende Angebote für Kinder und Jugendliche. Sie betreuen sie auch bei außersportlichen Aktivitäten wie Vereinsfreizeiten und Jugendtreffs und sind ihr Sprachrohr innerhalb und außerhalb des Vereins.
Dementsprechend umfangreich ist die Ausbildung. Neben einer sportpraktischen Ausrichtung befasst sich die Ausbildung mit Themen wie:

  • Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen im Verein
  • Organisation und Gestaltung von Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche
  • Rechtliche Fragestellungen
  • Vermittlung pädagogischer Kompetenzen

Strukturschema Jugendleiter/in (jpg)

Sport braucht Management - und Sportvereine brauchen Vereinsmanager/innen. Sie gestalten das Vereinsleben zukunftsorientiert. Mit diesem Ausbildungsgang erwerben Interessierte fundiertes Know-How, das sie auch in anderen Bereichen gut nutzen können.

Strukturschema Vereinsmanager/in (jpg)

DOSB-Ausbildungsgänge stehen für anspruchsvolle Qualität. Sie ist auch den Referent/innen zu verdanken, die in den verschiedenen Ausbildungsgängen lehren. Seit 2006 können nun auch DOSB-Lehrkörper ein Ausbilderzertifikat erwerben.

Mittlerweile bieten viele Verbände ihren Referent/innen die Möglichkeit, an zwei modularen Fortbildungsveranstaltungen (Sozial- und Methodenkompetenz) teilzunehmen, um anschließend das DOSB-Ausbilderzertifikat zu erhalten, das für vier Jahre gültig ist.

Veranstaltungen zum Ausbilderzertifikat Termine 2020

 

Württembergischer Landessportbund

Modul: Sozialkompetenz

Datum: 05.10. - 06.10.2020

Ort: Landessportschule Ruit

 

Landessportbund Berlin

Modul: Selbstkompetenz - Individuelle Ressourcen als Dozent*in optimal nutzen

Datum: 21.03.2020

Referentin: Katja Cordts-Sanzenbacher

Gebühr: 70,00€ / 140,00€ (für Nicht-Vereinsmitglieder)

 

Landessportbund Niedersachsen

Modul: Baustein 3 für Nachwuchsreferent*innen Sportjugend

Datum: 17.01. - 18.01.2020

Referent: H. Grams

Ort: Hannover, Akademie des Sports

 

Modul: Sinnliche Rhetorik - Präsentieren mit Hirn und Herz (Baustein 4)

Datum: 13.03. - 15.03.2020

Referentin: J. Talley

Ort: Hannover, Akademie des Sports

 

Modul: Heute schon gelernt? - Über die (Un-)Möglichkeiten des Lehrens im Sport (Baustein 1)

Datum: 25.04.2020 + Online-Phase

Referententeam: H. Grams, I. Bartsch

Ort: Hannover, Akademie des Sports

 

Modul: Lernprozesse Kompaktwoche DOSB Ausbilderzertifikat (BU - Kompaktbaustein) 

Datum: 06.07. - 09.07.2020

Referententeam: H. Grams, I. Bartsch

Ort: Steyerberg (Kreis Nienburg)

 

Modul: Lernen mit Methode - Methoden und Sozialformen (Baustein 2)

Datum: 18.09. - 20.09.2020

Referentin: I. Bartsch

Ort: Hannover, Akademie des Sports

 

Modul: Erfolgreich kommunizieren - Kommunikationsmodelle (Baustein 5)

Datum: 27.11. - 29.11.2020

Referentin: D. Simon

Ort: Hannover, Akademie des Sports

 

 

Bayerischer Landes-Sportverband

Ausbildung

Modul: Sozialkompetenz

Datum: 20./21.11..2020

Ort: München, Haus des Sports

Gebühr: 220 € / 144 € (für BLSV-Mitglieder)

Kontakt: alice.coqui@remove-this.blsv.de / Tel. 089-15702-502 Mo-Do

 

Fortbildung

Erfolgsfaktor Kommunikation

Datum: 26.09.2020

Ort: München, Haus des Sports

 

Projektmanagement im Sportverein

Datum: 21.03.2020

Ort: Regenstauf

 

Sprachgewandt im Ehrenamt

Datum: 14.03.2020

Ort: Amberg

 

Effektives Zeitmanagement im Sportverein

Datum: 09.05.2020

Ort: Nürnberg

 

Gebühr: 120 € / 80 € (für BLSV-Mitglieder)

 

 

 

 

Nur für die Ausbildungsgänge Trainer/in Leistungssport gibt es noch eine 4. Lizenzstufe, die Diplomebene. Qualifizierte Trainer/innen mit einer A-Lizenz können an der Trainerakademie Köln des DOSB ein Diplomstudium anschließen. Hier werden sie in der jeweiligen Sportart dazu ausgebildet, den besonderen Herausforderungen als Trainer/innen im Hochleistungssport gerecht zu werden.

Strukturschema Diplom-Trainer/in (jpg)

Vorgebildete Sportphysiotherapeut/innen bekommen hier praxisbezogene Techniken und Fertigkeiten vermittelt, die den Erfordernissen der Athletenbetreuung im modernen Hochleistungssport entsprechen.

Ausschließlich Referent/innen, die selbst im Hochleistungssport tätig sind, bilden hier weiter. Die Lizenz ist für Physiotherapeut/innen eine notwendige Voraussetzung, um für Olympische Spiele bzw. für Einsätze beim DFB nominiert zu werden.

Strukturschema Sportphysiotherapie (jpg)

Mitarbeiter/innen der Bundeswehr und der Bundespolizei treiben regelmäßig Sport, um sich für ihre Einsätze fit zu halten. Um ihnen qualifizierte Trainings- und Sportstunden zu bieten, bilden Bundeswehr und Bundespolizei in eigener Zuständigkeit Fachsportleiter/innen, Übungsleiter/innen (Bundeswehr) und Sportleiter/innen (Bundespolizei) aus.

Da beide Institutionen enge Partner des DOSB sind, orientieren sich die Ausbildungen an den Vorgaben der DOSB-Rahmenrichtlinien. Von Seiten des DOSB wird empfohlen die Ausbildungen dieses Partners von den Mitgliedsorganisationen anerkennen zu lassen. So kann beispielsweise eine Übungsleiterin der Bundeswehr die DOSB-Lizenz Übungsleiter/in-C bei ihrem Landessportbund beantragen, wenn sie Mitglied in einem Verein ist. 

Sportverein & Schule

Als Dachorganisation des organisierten Sports versteht sich der DOSB als Interessensvertreter seiner Mitgliedorganisationen gegenüber den schulpolitischen Entscheidungsträgern, insbesondere der Kultusministerkonferenz (KMK) und der Sportministerkonferenz (SMK).

Die Hauptaufgabe dabei ist, die Ideen und Erfahrungen in der Umsetzung von Schulkonzepten aus der Praxis aufzunehmen, aktuelle Probleme mit den politischen Trägern zu diskutieren und neue Impulse für die Weiterentwicklung der Handlungsfelder im Themenbereich Sport und Schule zu leisten.

Derzeit prägen schulpolitische Veränderungen wie die Ganztagsschule oder die Verkürzung der gymnasialen Schulzeit auf 12 Jahre auch die Sportvereinsentwicklung. Denn längere Unterrichtszeiten der Schüler/innen kollidieren mit den Angeboten im Sportverein zeitlich und räumlich. Trainingszeiten müssen nach hinten verschoben oder können von den Jugendlichen kaum oder gar nicht mehr wahrgenommen werden. Dadurch nehmen immer weniger Kinder und Jugendliche an Vereinsaktivitäten teil oder treten sogar aus den Vereinen aus.

Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, werden Sportvereinsaktivitäten innerhalb des Schulalltages gefördert und eingebunden.

Die Zusammenarbeit von Sportvereinen und Schulen bieten deshalb die Chance, aus der Not eine Tugend zu machen: Durch das „Zusammenrücken“ von Schulen und Vereinen können neue Zielgruppen, die  insbesondere vor dem Hintergrund der Demographischen Entwicklung relevant sind, für die Sportvereine als Mitglieder gewonnen werden.

Viele Sportverbände und Sportvereine haben bereits Konzepte hierfür erarbeitet und umgesetzt. Diese reichen von der Qualifizierung der Sportlehrkräfte und Vereinsmitarbeiter /innen bis hin zu regionalen  Informationszentren für Sportvereine und Schulen. Die direkte Zusammenarbeit der Institutionen kennzeichnet das Kooperationsfeld zwischen Sportverein und Schule. 

Memorandum zum Schulsport

Als Dachorganisation des organisierten Sports versteht sich der DOSB als Interessensvertreter seiner Mitgliedorganisationen gegenüber den schulpolitischen Entscheidungsträgern, insbesondere der Kultusministerkonferenz (KMK) und der Sportministerkonferenz (SMK).

Die Hauptaufgabe dabei ist, die Ideen und Erfahrungen in der Umsetzung von Schulkonzepten aus der Praxis aufzunehmen, aktuelle Probleme mit den politischen Trägern zu diskutieren und neue Impulse für die Weiterentwicklung der Handlungsfelder im Themenbereich Sport und Schule zu leisten.

In dem seit 2009 erscheinenden „Memorandum zum Schulsport“ werden die neuesten Entwicklungen und Ergebnisse dieser Handlungsfelder erfasst, erstellt von der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, dem Deutschen Sportlehrerverband (DSLV) und dem DOSB.

Download Expertenhearing - Memorandum Schulsport 2019

Download Expertenhearing - Memorandum Schulsport 2012

Download Expertenhearing - Memorandum Schulsport 2011

Download Expertenhearing - Memorandum Schulsport 2010

Download Expertenhearing - Memorandum Schulsport 2009 

Memorandum on Physical Education and School Sports

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