Olympia-Zuschlag für Mailand und Cortina d'Ampezzo

Die Olympischen Winterspiele 2026 finden in Italien statt: Die Bewerbung von Mailand und Cortina d'Ampezzo setzte sich gegen Stockholm durch.

Die italiensche Delegation freut sich übe dei Entscheidung des IOC. Foto: picture-alliance
Die italiensche Delegation freut sich übe dei Entscheidung des IOC. Foto: picture-alliance

Die 134. Session des Internationalen Olympischen Komitees in Lausanne hat sich am Montag Abend (24. Juni) mit 47:34 Stimmen für Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo entschieden. In Italien hatten zuletzt 2006 Winterspiele in Turin stattgefunden.

IOC-Präsident Thomas Bach, der sich seiner Stimme enthielt, hatte nach den Spielen in Sotschi (2014), Pyeongchang (2018) und Peking (2022) die Rückkehr in einen traditionellen Wintersportort gefordert. Beide Bewerbungen erfüllten die Kriterien. 

"Wir können uns auf herausragende Winterspiele in einem traditionellen Wintersportland freuen", sagte Bach, der von "ikonischen Austragungsorten" sprach: "Die Leidenschaft und das Wissen der italienischen Fans werden die beste Atmosphäre für die besten Athleten der Welt schaffen."

Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), freute sich über die Wahl der Italiener. "Es ist nicht nur für Europa, sondern auch für das IOC ein wertvolles Signal, dass die Olympischen und Paralympischen Winterspiele nun wieder zu ihren Wurzeln zurückkehren", sagte Hörmann: "Die wirtschaftlich sinnvolle Nutzung der traditionellen Wintersportzentren in Italien ist die erstmalige und konsequente Umsetzung der IOC-Agenda 2020."

In Mailand und dem 400 Kilometer entfernten Cortina, bereits 1956 Austragungsort von Winterspielen, bestehen bereits mehr als 80 Prozent der Sportstätten - so wie es Bach in seiner Agenda gefordert hat. 

83 Prozent der Bürger im wirtschaftlich angeschlagenen, aber sportbegeisterten Italien standen hinter der Kampagne. Im Skiort Cortina ertönten die Glocken, als Bach das Ergebnis bekannt gab. "Wir sind über dieses großartige Resultat sehr stolz, das ist ein Sieg Italiens", sagte Premierminister Guiseppe Conte. "Ein Traum wird wahr", teilte das Nationale Olympische Komitee Italiens (CONI) mit.

Mailand und Cortina d'Ampezzo setzen auf einen kleinen Etat von 1,39 Milliarden Euro. Zwei Drittel der Ausgaben sollen durch Zahlungen des IOC und der Sponsoren gedeckt werden. Weiteres Geld spülen der Ticketverkauf und das Merchandising ein. Der Staat steuert 55 Millionen Euro bei.

Sorgen um ausufernde Kosten gibt es in Italien trotz der schwächelnden Wirtschaft und wachsender Arbeitslosigkeit offenbar nicht. "Die Olympischen Spiele sind eine außerordentliche Wachstumsgelegenheit für die Stadt Mailand und für die ganze Region", sagte Mailands Bürgermeister Giuseppe Sala. Angeblich soll das Bruttoinlandsprodukt dank Olympia in den Jahren bis nach den Spielen um gut zwei Milliarden Euro steigen. 20.000 neue Jobs, Straßen und Sportanlagen sollen entstehen.

(Quelle: DOSB/Sport Informations Dienst)


  • Die italiensche Delegation freut sich übe dei Entscheidung des IOC. Foto: picture-alliance
    Personen der italienschen Delegation und des IOC stehen auf einen Podest mit olympischen Ringen beim IOC in Lausanne. Foto: picture-alliance

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