Erläuterungen zum Vergabeprozess Olympischer und Paralympischer Spiele 2032

Angesichts der jüngsten Entwicklungen hat der DOSB die Hintergründe und Umstände der IOC-Vorentscheidung für Olympische und Paralympische Spiele in Brisbane 2032 und die Auswirkungen auf die Initiative Rhein-Ruhr-City auf einer virtuellen Pressekonferenz ausführlich dargelegt.  

DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat sich auf einer virtuellen Pressekonferenz zum Vergabeprozess der Olympischen und Paralympischen Spiele 2032 geäußert. Foto: picture-alliance
DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat sich auf einer virtuellen Pressekonferenz zum Vergabeprozess der Olympischen und Paralympischen Spiele 2032 geäußert. Foto: picture-alliance

Auf Basis des vom IOC im Sommer 2019 verabschiedeten neuen Vergabeprozesses hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) den Ablauf der Bewerbung Brisbanes, den Ablauf und die Gespräche des DOSB mit der Initiative Rhein Ruhr City (RRC) sowie mit dem IOC auf einer virtuellen Pressekonferenz am Montag, den 1. März 2021, sehr detailliert dargestellt und erläutert. Die zentralen Erkenntnisse des Prozesses sind, dass die Pandemie auf Seiten des IOC insbesondere vor dem Hintergrund zu erwartender extremer ökonomischer Konsequenzen aus der Krise zu einer enormen Beschleunigung der Vergabe der Olympischen und Paralympischen Spiele 2032 geführt hat. Die Entscheidung für Brisbane als zweifelsohne exzellentem Bewerber ist aus Sicht des IOC und des Weltsports daher auch für den DOSB durchaus gut nachvollziehbar. Für den DOSB Überraschend war jedoch wie für alle anderen weltweiten Interessenten einer möglichen Bewerbung die Schnelligkeit des jetzt gewählten Verfahrens sowie die wenig transparente Kommunikation dazu. 

In Bezug auf die Initiative Rhein-Ruhr-City gibt es seit Juli 2020 einen gemeinsam vereinbarten Zeitplan, in dem alle konkreten Schritte detailliert festgelegt wurden, der allen beteiligten Parteien bekannt war und der bis zum heutigen Tag Gültigkeit hat. In diesem Zeitplan wird deutlich erkennbar, was der DOSB in den vergangenen zwei Jahren unablässig immer wieder deutlich als entscheidende Voraussetzungen für eine finale Entscheidung in einer DOSB-Mitgliederversammlung betont hat: ein finalisiertes Konzept, eine geklärte Finanzierung und ein positives Bürgervotum. Deshalb hat sich der DOSB mit RRC bereits im vergangenen Jahr darauf geeinigt, dass wir eine Beschlussfassung idealerweise im Rahmen der Mitgliederversammlung 2021 umsetzen wollen.  

Die Umsetzung des mit allen Beteiligten abgestimmten Zeitplanes für eine mögliche deutsche Olympiabewerbung macht mit dem vom IOC nunmehr gewählten und stark beschleunigten Vergabeverfahren um Olympische und Paralympische Spiele 2032 bedauerlicherweise keinen Sinn mehr. Den weiteren Umgang mit dem bisherigen Konzept von RRC und der Landesregierung NRW wird der DOSB somit nun mit den beteiligten Partnern zeitnah abstimmen. Gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen und der Politik wird der DOSB sodann mit gebotenem Abstand reflektieren, ob, wann, wo und mit welchem Konzept zu gegebener Zeit ein neuer Anlauf genommen wird.  

Die zentralen Erkenntnisse sowie die umfangreichen Hintergrundinformationen, die zu den Schlussfolgerungen geführt und die der OOSB heute im Rahmen der Pressekonferenz vorgestellt haben, finden Sie hier

(Quelle: DOSB)


  • DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat sich auf einer virtuellen Pressekonferenz zum Vergabeprozess der Olympischen und Paralympischen Spiele 2032 geäußert. Foto: picture-alliance
    DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat sich auf einer virtuellen Pressekonferenz zum Vergabeprozess der Olympischen und Paralympischen Spiele 2032 geäußert. Foto: picture-alliance

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