Angepasste Umsetzung Deutsches Haus

DOSB, DBS und DSM verzichten bei den Olympischen und Paralympischen Spielen in Tokio auf einen physischen Treffpunkt und setzen auf alternative Lösungen.

Im "Aqua City" in Tokio war das Deutsche Haus geplant. Foto: picture-alliance
Im "Aqua City" in Tokio war das Deutsche Haus geplant. Foto: picture-alliance

Die japanische Regierung wird keine internationalen Zuschauer zu den Wettkämpfen bei den Olympischen und Paralympischen Spielen in Tokio zulassen. Zu groß sind die Bedenken der Gastgeber im Hinblick auf eine mögliche Verbreitung des Corona-Virus aus den verschiedenen Ländern in die einheimische Bevölkerung, inklusive des erhöhten Risikos der Ausbreitung von diversen Mutationen. Das IOC hatte bereits im Vorfeld erklärt, dass die japanische Regierung in dieser Sache Entscheidungshoheit hat und man jegliches Votum akzeptieren und unterstützen werde.

Am Ende haben die verantwortlichen der Gesundheit der Athlet*innen sowie dem Schutz der japanischen Bevölkerung und dem Ziel, eine möglichst sichere Durchführung der sportlichen Wettkämpfe zu gewährleisten.

DOSB-Präsident Alfons Hörmann zeigt Verständnis: „Das ist nicht das, was man sich wünscht, aber es ist in Zeiten wie diesen eine konsequente und aus unserem Verständnis gut nachvollziehbare Entscheidung.“ Auch der Präsident des Deutschen Behindertensportbundes (DBS), Friedhelm-Julius Beucher: hält die Entscheidung für nachvollziehbar: „Diese Entscheidung ist schade für die Seele der Spiele, aber alternativlos für den optimalen Gesundheitsschutz!“

Für den DOSB, den Deutschen Behindertensportverband (DBS) und die Deutsche Sport Marketing (DSM) ist die Entscheidung über die Zulassung ausländischer Zuschauer*innen eng mit einer Entscheidung bezüglich der konkreten Umsetzungsform eines Deutschen Hauses vor Ort in Tokio verknüpft. Die Verantwortlichen haben sich deshalb dafür entschieden, dieses Jahr auf eine physische Anlaufstelle vor Ort zu verzichten.

Trotzdem bleibt es weiter das Ziel, für das Team Deutschland und das Team Deutschland Paralympics Flagge zu zeigen und den Athlet*innen die Bühne zu bereiten, die sie verdienen. Mit der Entscheidung, keinen Treffpunkt vor Ort in Tokio zu realisieren, richtet sich der Fokus nun voll und ganz auf die kommunikativen Bausteine des Deutschen Hauses. Für eine angepasste Umsetzung sind bereits Konzepte in Arbeit, die nach dem Votum vom Wochenende konkretisiert und mit Hochdruck vorangetrieben werden – immer mit Blick auf die pandemische Entwicklung in Deutschland und die damit verbundenen Vorgaben seitens der Politik.

(Quelle: DOSB)


  • Im "Aqua City" in Tokio war das Deutsche Haus geplant. Foto: picture-alliance
    Im "Aqua City" in Tokio war das Deutsche Haus geplant. Foto: picture-alliance

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